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[CL 2005/06] Portrait Rapid Wien

11. September 2005, 12:54 geschrieben von Gerrard16, abgelegt unter Portraits.


Rapid Wien

Die Erfolge

Die Legenden

Hans Krankl

Der jetzige Trainerr der Nationalmannschaft Österreichs ist wohl die international bekannteste Rapid-Legende. Krankl spielte 69mal für Österreich und erzielte dabei 34 Tore, zwei davon beim legendären 3:2-Sieg über Deutschland in Cordoba. Nach der WM 1978 wechselte er in die Primera Division zum FC Barcelona und wurde dort auch spanischer Torschützenkönig. Danach kehrte Krankl zu Rapid zurück und erreichte 1985 das Finale des Europapokals der Pokalsieger.

Peter Schöttel

Peter Schöttel war während seiner gesamten Karriere niemals bei einem anderen Verein als beim SK Rapid Wien. Auch jetzt ist Schöttel noch beim Verein tätig, und zwar als Sportmanager. Als Libero spielte er 1986-2001 bei Rapid (1997-2001 als Kapitän) und kam auf insgesamt 524 Pflichtspieleinsätze (436 Meisterschaft, 39 Cup, 49 Europacup). Er hält damit den Rekord für die meisten Meisterschaftsspiele eines Spielers beim SK Rapid Wien. Seine Rückennummer 5 wurde wegen seiner Vereinstreue für zehn Jahre gesperrt.

Gerhard Hanappi

Hanappi spielte von 1950 bis 1965 bei Rapid Wien und wurde mit Rapid 7x Österreichischer Meister und 1x Cupsieger. Er absolvierte für die Nationalmannschaft 93 Einsätze und belegte mit Österreich 1954 bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz den 3. Platz.

Nach seiner Karriere als Fußballer war Hanappi als Architekt tätig und plante das Weststadion, das nach seinem Tod in Gerhard-Hanappi-Stadion umbenannt wurde. 1965 erhielt er als erster Fußballer das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Michael Konsel

Michael Konsel war der beste österreichische Torwart für viele Jahre. Er spielte seit 1985 für Rapid, in dem Jahr schaffte er gleich den Einzug in das Finale vom Pokal der Pokalsieger Wettbewerb. Er spielte insgesamt zwölf Jahre für den österreichischen Rekordmeister. Danach wechselte er zu AS Rom, wo er promt zum besten Tormann der italienischen Serie A gewählt wurde.

Das Gerhard Hanappi Stadion

Seit 1977 spielt Rapid Wien im Gerhard Hanappi Stadion in Hütteldorf. Seit 2003 sind alle Tribünen im Stadion komplett überdacht. Davor spielte man nur einen Steinwurf entfernt auf der gefürchteten Pfarrwiese. Doch auch das Gerhard Hanappi Stadion, wegen einem Spruch von Hickersberger nur noch Sankt Hanappi genannt, lehrte den Gegnern das Fürchten.
In der Meistersaison 2004/2005 verlor Rapid im Hanappi kein einziges Spiel, ging 14mal als Sieger vom Platz.

Da das Hanappi allerdings nur 18 000 Zuschauer fasst, werden die CL-Spiele Rapids im Ernst-Happel stadion ausgetragen, wo 48 000 Zuschauer Platz finden und Endspielort der EM 2008 sein wird. Dennoch wird es im Happel-Stadion wohl nie zu so einem Hexenkessel kommen wie es teilweise im Hanappi der Fall ist, da die Fans wegen einer Laufbahn zu weit weg vom Spielfeld sind.

Die Stars von heute

Steffen Hofmann

Der Deutsche Steffen Hofmann kam 2002 zu Rapid, damals noch geholt von Lothar Matthäus. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist Hofmann mittlerweile Kapitän und Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld der Hütteldorfer. Der 25-jährige freut sich ganz besonders auf die Duelle mit dem FC Bayern, da er damals für Jugendmannschaften der Bayern spielte.

Hofmann´s Qualitäten sind Standartsituationen, seine Schussgenauigkeit, sein Dribbling, seine genauen Passes sowie sein vorbildlicher Einsatz. Er wurde 2004 und 2005 zum besten Spieler in Österreich gewählt.

Andreas Ivanschitz

Ivanschitz ist mit seinen 21 Jahren der jüngste Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft aller Zeiten. Bei Rapid ist er auf der linken Mittelfeldseite nicht wegzudenken. Er ist der wohl beste Techniker innerhalb seiner Mannschaft, schlägt präzise Flanken und hat sich auch im Zweikampf wesentlich verbessert. Er wechselt auch mit Hofmann die Seiten, was öfter Verwirrung für die gegnerische Abwehr bedeutet.

Helge Payer

Vor ca drei Jahren kam Helge Payer für den damals verletzten Ladislav Maier ins Tor, wo er öfter Fehler machte. Mittlerweile ist er Teamtorhüter Österreichs und die unangefochtene Nummer eins im Rapid-Tor. Seit dem Frühjahr 2005 spielt der 26-jährige in einer bestechenden Form, rettete auch mit einigen Topparaden gegen Lok Moskau den Einzug in die Champions League.

Radek Bejbl

Radek Bejbl ist der Spieler bei Rapid, der die meiste internationale Erfahrung aufweisen kann. Er spielte schon Champions League mit Atletico Madrid und absolvierte 58 Länderspiele für Tschechien. Er war auch Stammspieler bei der EM 1996, wo Tschechien in das Finale einzog. Zwar besitzt Bejbl nicht mehr die Klasse seiner früheren Jahre, dennoch hat sich bisher seine Verpflichtung am Anfang der Saison mehr als nur gelohnt.

Jozef Valachovic

Seit kurzem ist der 26-fache slowakische Nationalspieler Jozef Valachovic absoluter Publikumsliebling. Schließlich war er es, der Rapid mit seinen zwei Toren gegen Lok Moskau in die Gruppenphase der CL schoss. Auch in der Meisterschaft erzielte er schon zwei immens wichtige Treffer. Und das als Innenverteidiger. Valachovic bildet mit Bejbl das Kernstück der Abwehr, beide haben ein ausgezeichnetes Stellungsspiel und sind enorm Kopfballstark.

Axel Lawaree

Der belgische Stürmer kam im Winter 2003 zu Rapid und wurde nach einiger Zeit von vielen als Fehleinkauf abgestempelt. Im Frühjahr 2005 ging ihm endlich der Knoten auf, mit seinen elf Toren war er mitverantwortlich für de Meistertitel. Mit vier Toren ist er bisher auch der Toptorschütze von Rapid in der Champions League. Mit seiner sympathischen Art mauserte er sich auch zu einem der Publikumslieblinge.

Der Trainer

Seit 2002 ist Josef Hickersberger Trainer des SK Rapid Wien. Geboren wurde Hickersberger am 27.4. 1949. Hicke, wie er von den Fans genannt wird, war auch schon als Spieler bei Rapid, erzielte in 54 Pflichtspielen 5 Tore. Im Nationalteam war er insgesamt 39mal tätig (5 Tore). Er stand auch bei der Weltmeisterschaft 1978 beim legendären 3:2-Sieg über Deutschland im Aufgebot.

Seine Trainerkarriere begann Hickersberger bei der österreichischen Nationalmannschaft, mit der er sich für die Weltmeisterschaft 1990 in Italien qualifizierte. Dort wurde er aber ein Jahr später nach einer peinlichen Niederlage gegen die Faröer Inseln entlassen. Die nächsten Stationen waren Fortuna Düsseldorf (1990-1992) und die Wiener Austria (1993/94), mit der er den österreichischen Cup holte, ehe er für mehrere Jahre Mannschaften in arabischen Ländern betreute (u.a. Nationaltrainer von Bahrain).

Die Fans

Die Fans von Rapid gelten in Österreich als die stimmkräftigsten. Den höchsten Zuschauerschnitt hat Rapid länger inne, in der letzten Saison brach aber ein Rapid-Boom unter den Fans aus, zumindest für österreichische Verhältnisse.
In der neuen Saison wurden über 7000 Dauerkarten verkauft, was einen neuen Rekord bedeutet. Drei Stunden nach dem Beginn des freien Verkauft für die Champions League Abos waren diese vergriffen.

Spieler und Trainer betonten nicht selten, dass Rapid ohne die Unterstützung der Fans auch bei Rückstäden einige Spiele nicht mehr gewinnen hätte können. Pfiffe gegen die eigene Mannschaft sind schier nie vorhanden, selbst nicht bei so manchen Heimniederlagen. Der führende Fanclub von Rapid, Ultras Rapid, wurde von der Tifo für die besten Choreographien in Europa 2004/05 ausgezeichnet.

Die Eckdaten

Gründüngsdatum: 8. Jänner 1899
Vereinsfarben: Grün-Weiß
Mitglieder: 5000
Abonennten: 7000
Hauptsponsor: Wien Energie
Ausrüster: Adidas

Präsident: Rudolf Edlinger
Manager: Werner Kuhn
Trainer: Josef Hickersberger
Co-Trainer: Peter Persidis
Tormanntrainer: Herbert Feurer
Teammanager: Stefan Ebner
Sportmanager: Peter Schöttel
Marketing: Markus Blümel
Klubarzt: Dr. Robert Lugscheider

Die Quali für die CL

Rapid musste zwei von drei Quali-Runden auf dem Weg in die Gruppenphase überstehen. In der zweiten Qualifikationsrunde bekam Raid als gesetztes Team den luxenburgischen Meister Düdelingen zugelost. Nach einem souveränen 6:1 Auswärtssieg folgte zuhause ein knappes 3:2, verursacht dadurch, dass Hickersberger nur das B-Team aufstellte. Von den neun Toren gegen Düdelingen erzielte alleine Axel Lawaree vier.

Vor der Auslosung zur dritten Qualifikationsrunde herrschte große Nervosität unter den Rapid Fans. Über Krachern wie ManU oder Liverpool bis hin zu Bratislava oder Thun war alles drin. Letztedlich wurde es der russische Meister Lokomitive Moskau, seit Jahren Stammgast im internationalen Geschäft und zuhause seit 2003 (damals Real Madrid) ungeschlagen.

Rapid hatte zuerst Heimrecht und erreichte ein etwas glückliches, aber doch verdientes 1:1 (Spielbericht)
Daher musste auswärts schon ein kleines Wunder geschehen, um den favorisierten Russen ein Bein zu stellen. Dies gelang durch eine hervorragende taktische Leistung und einem Kopfballtor von Euro-Pepi Jozef Valachovic, der schon im Hinspiel das einzige Tor der Wiener erzielte.

Der Kader
Nr. Name geb. Position Nation Länders.
1 Raimund Hedl 31.08.1974 Torwart Österreich -
2 Marcin Adamski 20.08.1975 Vertedigung Polen 2
3 Vladimir Labant 08.06.1974 Verteidigung Slowakei 26
4 Martin Hiden 11.03.1973 Verteidigung Österreich 32
6 György Korsos 22.08.1976 Mittelfeld Ungarn 31
7 Petr Hlinka 05.12.1978 Mittelfeld Slowakei 20
8 Andreas Ivanschitz 15.10.1983 Mittelfeld Österreich 16
9 Axel Lawaree 09.10.1973 Angriff Belgien -
10 Muhammet Akagündüz 11.01.1978 Angriff Österreich 4
11 Steffen Hofmann 09.09.1980 Mittelfeld Deutschland -
12 György Garics 08.03.1984 Verteidigung Österreich -
13 Markus Katzer 11.12.1979 Verteidigung Österreich 6
14 Thomas Burgstaller 09.01.1980 Verteidigung Österreich -
15 Stefan Kulovits 19.04.1983 Mittelfeld Österreich 1
16 Sebastian Martinez 04.12.1977 Mittelfeld Österreich 2
17 Veli Kavlak 03.11.1988 Mittelfeld Österreich -
18 Markus Hiden 04.02.1978 Verteidigung Österreich 5
19 Matthias Dollinger 12.09.1979 Mittelfeld Österreich 7
20 Roman Kienast 29.03.1984 Angriff Österreich -
22 Radek Bejbl 29.08.1972 Verteidigung Tschechien 58
23 Andreas Dober 31.03.1986 Verteidigung Österreich -
24 Helge Payer 09.08.1979 Torwart Österreich 7
25 Marek Kincl 03.04.1973 Angriff Tschechien 2
26 Jozef Valachovic 12.07.1975 Verteidigung Slowakei 26
27 Helmut Prenner 17.02.1979 Mittelfeld Österreich -
28 Cemil Tosun 06.02.1987 Verteidigung Österreich -

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