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[Snooker] Weltmeisterschaft 2007

8. Mai 2007, 18:33 geschrieben von Lucutus.

John Higgins ist der neue Weltmeister

Ein Jahr nach Graeme Dott krönte sich erneut ein Schotte zum besten Snookerspieler der Welt. Der 31-jährige John Higgins schlug im Finale seinen Konthrahenten, den Engländer Mark Selby nach einer Berg- und Talfahrt mit 18-13. Zum einen konnte sich Higgins damit für die Erstrunden-Niederlage bei der WM 2006 revanchieren, zum anderen übernimmt der Schotte damit auch Platz 1 in der Weltrangliste. Es ist nach 1998 der zweite WM-Titel, den Higgins gewinnen konnte.

Die erste Session der beiden am Sonntagnachmittag gestaltete sich noch normal, Higgins führte mit 5-3. Dann die zweite Session am Sonntagabend: Aussenseiter Mark Selby schien einzubrechen, die Marathonmatches gegen Ali Carter und Shaun Murphy schienen Tribut zu zollen. John Higgins war der klar bessere Spieler, gewann Frame um Frame und lag zum Ende der Session gar mit 12-4 in Front. Niemand setzte mehr einen Pfifferling auf Selby, doch dieser setzte am Montagnachmittag zum großen Gegenschlag an. Er fand seine Locker- und Unbekümmertheit wieder, kein Ball schien im zu schwer, es ging alles. Die auf sechs Frames verkürzte dritte Session ging komplett an den Engländer, der das Match nun auf 10-12 stellte. Diese Aufholjagd setzte sich dann gestern Abend in der alles entscheidenden vierten und letzten Session fort, bis zum 13-14 konnte sich der Qualifikant herankämpfen. Erst dann hatte sich der Favorit aus Wishaw wieder gefangen, auf einmal spielte dann John Higgins sein bestes Snooker in den Tagen hier in Sheffield. Die Krönung war das 129er Century in Frame 30, das Higgins das wohl entscheidende 17-13 brachte. Selby hatte aufgesteckt, ein erneutes, hohes 78er Break brachte Higgins dann letztlich das 18-13.

Und wieder sind die Geschichtsbücher um einen Anekdote reicher. War das Finale 2006 zwischen Greaeme Dott und Peter Ebdon das bisher längste aller im TV übertragenen Endspiele, so setzte die Partie Higgins vs Selby dem ganzen noch einen drauf. Um 1:59 Uhr deutscher Zeit, nach mehr als 12 Stunden Nettospielzeit, war John Higgins am Ziel seiner Träume. Die World Snooker Association sollte hier vielleicht einmal drüber nachdenken, das Finale vielleicht auf fünf Sessions auszudehnen, denn eine letzte Session, die wie gestern möglicherweise über 13 Frames gehen kann, ist nicht nur für die Zuschauer eine harte Belastung. Auch die Spieler sind hier einer extremen körperlichen Anspannung ausgesetzt.

Abschließend bleibt zu sagen, das die WM 2007 das erwartete Top-Ereignis der Snookersaison war. Favoritenstürze, unglaublich spannende Spiele, Emotionen, Frust – es war alles zu sehen, was Snooker so dermaßen interessant macht – wenn man sich ein kleinwenig mit dieser zwar unspektakulären, aber technisch extrem anspruchsvollen Sportart befasst.

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Mark Selby ringt Shaun Murphy nieder

Nach 1979 (Terry Griffiths) und 2005 (Shaun Murphy) steht mit Mark Selby zum dritten Mal ein ungesetzter Spieler im WM-Finale. Selby, der über die Qualifikation ins Hauptfeld der 32 Profis in Sheffield rutschte, schlug im Halbfinale Shaun Murphy in einem hochspannenden und abwechslungsreichen Spiel mit 17-16.

Mit einem 12-12 gingen die beiden Engländer in die entscheidende letzte Session, bis zum 15-14 für Murphy war die Partie ausgeglichen. Dann aber legte Murphy vor, Selby benötigte schon Snooker, um Frame 30 zu gewinnen. Er zwang seinen Landsmann auch zu Fouls, verschoß aber dann die blaue Kugel und liess den Weltmeister des Jahres 2005 wieder an den Tisch. Dieser nutzte prompt die Chance, lochte Blau und Pink und ging mit 16-14 in Führung. Murphy schien nun auf der Siegerstraße, doch dann schlug die Stunde des Mark Selby. Mit hochkonzentriertem und sehr risikoreichem Spiel kaufte er Murphy den Schneid ab, gewann die Frames 31 und 32 und erzwang die Decision, den Entscheidungsframe. Auch hier war Selby der bessere der beiden, legte ein 64er Break vor, Murphy benötigte schon Snooker. Im kurzen Safetyschlagabtausch war ebenfalls Selby der zwingerere Akteur, nutze die erste Chance auf eine lochbare Rote, legte nochmals 22 Punkte drauf und gewann ein fast verloren geglaubtes Spiel.

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John Higgins steht im Finale

John Higgins hat zum dritten Male nach 1998 und 2001 das Finale der Snooker-Weltmeisterschaft erreicht. Mit 17-15 schlug Higgins seinen schottischen Landsmann Stephen Maguire und holte dabei einen 10-14 Rückstand in der letzten Session auf. Zudem spielte er im 29.Frame mit 122 Punkten das insgesamt 1000.Century Break in dreißig Jahren Weltmeisterschaft im Crucible Theatre.

Nach der dritten Session sah alles nach Maguire als Sieger aus. Der 26-jährige aus Glasgow spielte exzellentes Snooker, der fünf Jahre älterer Higgins produzierte einige Fehler zuviel – etwas, das man von John Higgins bei dieser WM noch nicht sah. Doch wie ausgewechselt ging der Champion des Jahres 1998 in die entscheidende Session. Und in gleichem Maße, wie bei Higgins Sicherheit und Selbstvertrauen stiegen, gingen diese bei Maguire zurück. Entscheidende Szene vielleicht in Frame 30, als Maguire bei einer 15-14 Führung mit Pink an der Mitteltasche scheiterte – und die Kugel auch noch auflegte für Higgins. Der machte den Ausgleich und war fortan nicht mehr zu stoppen. Kurios gestaltete sich der 32. und letzte Frame. Beide zeigten enorm Nerven, spielten Fouls en masse, aber letztlich hamsterte sich John Higgins die nötigen Punkte zusammen, um Frame und Match zu gewinnen.

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Aus für O’Sullivan, Maguire und Selby im Halbfinale

Sieben verlorene Frames in der gestrigen zweiten Session kosteten Ronnie O’Sullivan das Spiel. Mit einem 5-11 ging er gegen John Higgins in die entscheidende Session, und obwohl der Engländer sich an die Aufholjagd machte, ließ sich Higgins nicht aus der Ruhe bringen. Im 22. Frame war die Aufholjagd des exzentrischen Doppelweltmeisters zu Ende und der Schotte beendete das Spiel mit dem 13-9. Sein Gegner ist nun sein Landsmann Stephen Maguire, der gegen Anthony Hamilton einen klaren 13-7 Erfolg einfuhr, gegen einen in Topform spielenden John Higgins allerdings nur dann eine Chance hat, wenn er an seine Leistungsgrenze geht.

Gegner von Shaun Murphy im Halbfinale ist Mark Selby. Murphy schlug ja bereits in einem dramatischen Spiel Matthew Stevens, aber das was Selby und Carter gestern Nacht auf das Filz legten, stand dem in Nichts nach. Mit einer 9-6 Führung ging Selby in die letzte Session, über 11-11 und 12-12 ging es in den entscheidenden Frame. Diesen holte sich dann Selby und ließ einen tief enttäuschten Ali Carter zurück.

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Murphy mit unglaublichem Sieg

Schon im Jahr 2005 schrieb Murphy in Sheffield Snooker-Geschichte, er war nach Terry Griffiths 1979 erst der zweite Profi, dem es gelang, als ungesetzter Spieler sich den begehrten WM-Titel zu sichern. Auch im Jahr 2007 sind ruhmreiche Geschichte und Shaun Murphy eng miteinander verknüpft. Mit einem 5-11 Rückstand ging der Lokalmatador scheinbar abgeschlagen in die letzte Session gegen Matthew Stevens. Der Waliser wollte Rache für die Finalniederlage vor 2 Jahren und war auf dem besten Wege dazu, sich diese zu holen. Doch dann passierte das Unfassbare, Murphy holte Frame um Frame auf, nur noch Frame 18 konnte sich der von Minute zu Minute nervöser wirkende Stevens sichern, alle anderen räumte Murphy ab, und teilweise ging es gar dramatisch zu im Crucible Theatre. Letztlich gelang es Murphy, dieses hochdramatische Spiel mit 13-12 zu gewinnen. Der Engländer ließ einen sichtlich geschockten Matthew Stevens in der Arena zurück.

In einer weiteren Viertelfinalpartie steht Topfavorit Ronnie O’Sullivan vor dem Aus. Auch er liegt mit 5-11 gegen einen furios und äußerst sicher aufspielenden John Higgins hinten. Nur ein Wunder hilft dem zweifachen Weltmeister noch aus dieser Misere, aber wie man sowas bewerkstelligt, zeigte ja Shaun Murphy am heutigen 12. WM-Tag. Es bleibt allerdings für O’Sullivan ein fast unmögliches Unterfangen, da Higgins unglaublich sicher und hoch konzentriert agiert.

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Viertelfinale – eine Bestandsaufnahme

Mit Ronnie O’Sullivan und Mark Selby stehen nun die letzten beiden Viertelfinalisten der Titelkämpfe in Sheffield fest und die Frage nach dem Favoriten auf den Titel stellt sich.

Angesichts der extrem harten Auslosung (Junhui Ding und dann Neil Robertson) dürfte bei vielen der zweifache Champion Ronnie O’Sullivan der Topfavorit sein, aber er hat mit John Higgins einen weiteren, unglaublich schweren Brocken vor sich. Higgins nahm die Hürden Michael Holt und Fergal O’Brien mit spielerischer Leichtigkeit und zeigte dabei exzellentes Snooker. Es bietet sich der Tipp an, dass der Sieger dieser Partie wohl am Ende den ganz großen Wurf landen kann.

Anthony Hamilton muss sich mit Stephen Maguire auseinandersetzen, hier dürfte der Schotte leicht in der Favoritenrolle sein, wobei Hamilton im Achtelfinale gegen Ian McCulloch eine sehr gute Figur abgab. Diese Partie ist schwer vorauszusagen, da beide Spieler vom Typ her ähnlich sind und voll auf Angriff setzen. Der Sieger dieses Vergleichs hat dann aber mit O’Sullivan oder Higgins ein absolutes Schwergewicht vor der Brust, wodurch die Chancen auf das Finale eher gering sind.

In der unteren Hälfte wartet die nächste hochinteressante Partie. Der walisische Drache Matthew Stevens fordert Lokalmatador Shaun Murphy. Während Stevens zunächst gegen Joe Delany in Runde 1 einen Spaziergang hinlegte, zeigte der Waliser in der Runde darauf gegen Mark Allen doch einige Schwächen. Murphy hatte unterschiedliche Aufgaben. In Runde 1 war Jungspund Judd Trump der Gegner und brachte den Überraschungsweltmeister des Jahres 2005 gehörig ins Schwitzen, im Achtelfinale wartete dann mit John Parrott Erfahrung pur auf den jungen Engländer. Doch auch diese Aufgabe bestand Murphy und dürfte dadurch als Favorit in diese Partie gehen.

Der Gegner des Siegers der Partie Stevens gegen Murphy heißt dann entweder Mark Selby oder Ali Carter. Beide schalteten mit Peter Ebdon und Stephen Hendry zwei große Favoriten im Achtelfinale aus; es bleibt die Frage, wer mehr Selbstvertrauen aus diesen großen Siegen ziehen kann. Selby musste gegen Ebdon schon sein bestes Spiel zeigen, während es Carter mit einem völlig neben sich stehenden siebenfachen Weltmeister Hendry leichter hatte. Entscheidend könnte hier durchaus die erste Session werden, wer sich hier unter Umständen schon absetzen kann, hat ganz gute Karten. Beide haben auf alle Fälle schon mehr erreicht, als man ihnen vor der WM zugetraut hat, insofern dürfte der Druck zwar hoch, aber nicht unmenschlich sein, was auf ein interessantes und spannendes Spiel hoffen lässt.

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O’Sullivan nimmt die nächste Hürde

In einem unglaublichen Spiel behielt der zweifache Weltmeister Ronnie O’Sullivan gegen den Australier Neil Robertson die Oberhand. Nach der ersten Session, sowie bis zum Midsession-Intervall des zweiten Durchgangs hatte O’Sullivan das Geschehen weitestgehend im Griff, führte 8-3. Dann aber brannte der zweifache Turniergewinner der laufenden Saison, Robertson ein wahres Feuerwerk ab, nutze jeden Fehler des Engländers sofort zu hohen Breaks und hatte am Ende der zweiten Session den Ausgleich zum 8-8 hergestellt. Die hochinteressante letzte und entscheidende Session stand an, und das Niveau wurde nochmals höher. Beide hauten sich die hohen Breaks nur so um die Ohren, die Zuschauer vor Ort und die Fans am Bildschirm wurden mit absolutem Weltklasse-Snooker verwöhnt. Der Knackpunkt dann aber in Frame 21, als Robertson auf Rot einen Fehler begann, bei 59 Punkten aussteigen musste und O’Sullivan die Chance prompt nutzte. 61-59 hieß es und der Champion der Jahre 2001 und 2004 war erstmals wieder in Front und gab diese Führung nicht mehr aus der Hand. 60-12 und 88-0 (mit einem 87er Break) gingen Frame 22 und 23 an den 31-jährigen O’Sullivan, der dadurch ins Viertelfinale einzieht. Ein ganz großes Kompliment aber auch an Neil Robertson, der eine fantastische Partie zeigte und auf Augenhöhe mit einem der Topfavoriten dieser Weltmeisterschaft war. Leider aber musste einer der beiden ausscheiden, so will es nun mal das K.O.-System. Im Viertelfinale kommt es nun mit dem Duell Ronnie O’Sullivan gegen John Higgins zu einem weiteren absoluten Spitzenspiel.

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Selby bezwingt Ebdon

Nachdem Titelverteidiger Greame Dott in der ersten Runde schon ausschied, hat sich nun auch Vizeweltmeister Peter Ebdon verabschiedet. Er musste sich einem teilweise furios aufspielenden Mark Selby mit 8-13 beugen. Nicht weniger als fünf Century’s legte Selby auf den grünen Filz, zuviel für Peter Ebdon. Höhepunkt der Partie aber der 20. Frame, als Ebdon auf dem Weg zum Maximum Break von 147 Punkten war, das in Sheffield mit einer Sonderprämie von 157.000 Euro dotiert ist. Aber die Zahl 13 brachte Peter Unglück, nach Dreizehn mal Rot und Zwölf mal Schwarz wollte dann die schwarze Kugel nicht in die Ecktasche. Ebdon verkürzte damit zwar noch mal auf 8-12, zögerte aber das Ende nur hinaus, denn schon einen Frame später machte die Nr. 22 der provisorischen Weltrangliste den Sack zu, holte den Frame und eliminierte mit Peter Ebdon die Nr. 5 jener provisorischen Rangliste. Für Ebdon ist der WM-Traum somit beendet, Mark Selby muss sich im Viertelfinale mit Hendry-Bezwinger Ali Carter auseinandersetzen.

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John Higgins steht im Viertelfinale

Nur einen Frame in der entscheidenden dritten Session benötigte John Higgins, um den Einzug in die Runde der letzten Acht sicher zu stellen. Mit 13-4 hielt er souverän Fergal O’Brien in Schach und muss ob der gezeigten Leistungen nun durchaus zu den Topfavoriten auf den WM-Titel gerechnet werden. Den Grundstein legte der Schotte in der zweiten Session, wo er sechs von acht Frames gewann und mit einer deutlichen 12-4 Führung in die Schlusssession ging. Drei Century’s in diesem Match unterstreichen die starke Vorstellung des 31-Jährigen aus Wishaw, der – sofern er seine Form halten kann – beste Aussichten hat, sich nach 1998 wieder zum Snooker-Weltmeister zu küren.

Gegner von Higgins im Viertelfinale wird entweder Ronnie O’Sullivan oder Neil Robertson sein. Konnte der zweifache Weltmeister O’Sullivan die erste Session noch mit 6-2 dominieren, drehte der Australier in Session 2 den Spieß um, gewann diesen ebenso mit 6-2. In die entscheidende dritte Session geht Robertson nun mit dem nicht von der Hand zu weisenden psychologischen Vorteil von fünf gewonnenen Frames in Serie, wobei er in den letzten beiden Frames nicht mal einen Punkt des Engländers zuließ.

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Stephen Hendry ausgeschieden

Mit dem siebenfachen Weltmeister Stephen Hendry hat sich der nächste Topfavorit von den Titelkämpfen im Crucible Theatre in Sheffield verabschiedet. Mit 6-13 unterlag der Schotte seinem Kontrahenten, dem 27-jährigen Allister Carter. Schon vor der entscheidenden dritten Session lag Hendry nahezu aussichtslos mit 4-12 hinten, Carter fehlte noch ein Frame zum Sieg. Zwar konnte Hendry dann die ersten beiden Frames gewinnen, doch in Frame 19 machte Carter den Deckel drauf und trifft nun im Viertelfinale entweder auf Peter Ebdon oder Mark Selby. Selby führt hier vor der entscheidenden Session mit 10-6 und bereitet dem Vizeweltmeister große Probleme.

Das Stephen Hendry hier nicht in Bestform war, zeigte sich bereits in der ersten Runde, als sich die Nr. 8 des Provisonal Rankings zu einem sehr mühsamen 10-7 gegen WM-Neuling David Gilbert quälte. Schon hier zeigte Hendry große Unsicherheiten beim Lochspiel und produzierte – für ihn äußerst untypisch – viele Flüchtigkeitsfehler. Dies änderte sich nicht in der Partie gegen Ali Carter, der dies aber gnadenlos ausnutzte und Hendry’s Traum vom achten WM-Titel wie eine Seifenblase platzen ließ.

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Stevens, Maguire und Hamilton ziehen nach

Vier von acht Partien des Achtelfinals der Snooker-WM in Sheffield sind absolviert und nach Shaun Murphy zogen auch Matthew Stevens, Stephen Maguire und Anthony Hamilton ins Viertelfinale ein. Dabei kommt es nun zur Neuauflage des WM-Finals des Jahres 2005, denn Shaun Murphy muss nun gegen Matthew Stevens antreten. Der walisische Drache erledigte seine Aufgabe gegen den irischen WM-Neuling Mark Allen relativ sicher. Allen hatte in nahezu jedem Frame Probleme gegen den zweifachen Vizeweltmeister. Für Stephen Maguire dagegen gab es Ärger mit Schiedsrichterin Michaela Tabb, die den Schotten nach einigen Emotionsausbrüchen ermahnen musste. Eine 11-5 Führung gegen Joe Swail schmolz wie Eis in der Sonne und beim Stande von 11-8 ging Maguire der Deckel hoch. Anschließend aber zeigte die Nr.11 der provisorischen Weltrangliste wieder sein bestes Spiel und behielt mit 13-8 die Oberhand. Maguire bekommt es nun mit Anthony Hamilton zu tun, der Dott-Bezwinger Ian McCulloch mit dem gleichen Ergebnis schlagen konnte. 8-8 stand es zwischen den beiden eng befreundeten Profis vor der letzten Session, die dann aber Hamilton eindeutig dominierte. Zwei Century’s und das sichere Lochspiel waren der Grund für den Erfolg.

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Shaun Murphy marschiert

Der Weltmeister des Jahres 2005, Shaun Murphy, hat als erster Spieler das Viertelfinale der Snooker-Weltmeisterschaft in Sheffield erreicht. Der 24-jährige setzte sich gegen seinen 18 Jahre älteren Landsmann John Parrott in einem hochklassigen und sehr unterhaltsamen Spiel mit 13-8 durch. Bis zum 8-8 konnte Parrott die Partie offen halten, ließ Murphy nicht ins Spiel kommen und zeigte starkes Lochspiel. Dann aber war der Lokalmatador (Murphy wohnt nur wenige Kilometer von Sheffield entfernt) nicht mehr zu halten, ein Century-Break von 131 Punkten im 17. Frame war der Startschuss zu Murphy’s Triumph und gleichzeitig Parrott’s Untergang. Auf Shaun Murphy wartet im Viertelfinale nun der Sieger der Partie Matthew Stevens gegen Mark Allen. Hier führt der walisische Drache mit 5-3.

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Ali Carter und John Higgins komplettieren das Achtelfinale

Die Runde der letzten 16 ist komplett, der letzte Spieler, der das Achtelfinal-Ticket buchte, ist Allister Carter. Die Nr. 21 des provisional Rankings besiegte relativ seinen Landsmann Andy Hicks mit 10-4. Zuvor zeigte John Higgins bei seiner Partie gegen Michael Holt die bisher beste Turnierleistung. Diese Partie endete ebenfalls mit 10-4 für die Nr. 3 der provisorischen Weltrangliste, dabei zeigte der Schotte teilweise brillantes Stellungsspiel und hatte seinen Kontrahenten jederzeit im Griff. In dieser Verfassung ist der Champion des Jahres 1998 ein absolut ernsthafter Anwärter auf den Titel. John Higgins trifft nun im Achtelfinale auf Fergal O’Brien, während Ali Carter Stephen Hendry gegenüber steht.

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Selby und Robertson eine Runde weiter

Mark Selby hat Stephen Lee niedergekämpft. In einer abwechslungsreichen und kurzweiligen Partie lag Selby schon mit 0-5 gegen die Nr.12 des provisional Rankings hinten, dann aber gewann er satte acht Frames in Serie. Lee fand anschließend nicht mehr zu seinem Spiel, zwar konnte er noch zwei Frames gewinnen, das Match aber entschied Selby mit 10-7 für sich. Mit Peter Ebdon wartet auf Selby im Achtelfinale nun ein anderes Kaliber. Indes ist das nächste Topspiel perfekt. Neil Robertson schlug Ryan Day mit 10-5 und fordert nun Ronnie O’Sullivan heraus. Der Australier war der bessere Spieler, die Lochquote von Day war miserabel. Allerdings gab es auch Grund zur Freude für Ryan Day, in Frame Nr. 8 spielte er mit genau 100 Punkten das einhunderste Century seiner Karriere, damit ist er der 22. Spieler, dem es gelingt, diese magische Zahl zu knacken. Ein Trost für das Ausscheiden wirds aber sicherlich nicht sein.

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Hendry quält sich ins Achtelfinale

Der Aufstand der jungen Wilden geht weiter im Crucible. Auch der 25-jährige WM-Neuling David Gilbert zeigte keine Spur von Respekt vor der Kulisse – und schon gar nicht vor Stephen Hendry. Anfangs verlief die Partie standesgemäß, Hendry gewann den Eröffnungsframe. Dann aber blies Gilbert zur Attacke und ehe sich der siebenfache Weltmeister versah, lag er 1-5 hinten. Hendry gelang es dann aber noch, den Schaden bis zur Pause in Grenzen zu halten, er konnte auf 4-5 verkürzen. Bei der Wiederaufnahme konnte Gilbert bis zum 7-7 mithalten, ehe Hendry dann einen zerfahrenen 15. Frame gewann und dann sein ganzes Können aufbieten musste, um die nächste Runde zu erreichen. Dort wartet der Sieger aus der Partie Ali Carter gegen Andy Hicks.

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Krimi zwischen Swail und Williams

Das bisher spannendste Duell in Sheffield lieferten sich Joe Swail und Mark Williams. Anfangs schien es so, als hätte der zweifache Weltmeister Williams leichtes Spiel, denn er konnte sich schnell mit 4-0 absetzen. Doch zur Pause lag Swail dann plötzlich mit 5-4 in Front, nach der Wiederaufnahme blieb die Partie ausgeglichen. Im zwölften Frame war Swail auf dem Weg zu einem 141er Break, snookerte sich dann auf Gelb selbst und verlor den Faden. Auf 8-6 konnte sich Williams absetzen, ehe Swail sich wieder fing und die Partie dann über 9-9 in den entscheidenden Frame ging. Diesen sicherte sich Swail letztlich mit zwei Breaks von 64 und 56 Punkten , gewann die Partie und trifft im Achtelfinale nun auf Stephen Maguire.

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Murphy mit Mühe, Doherty schon draußen

Ein 17-jähriger hat gestern das Crucible im Sturm erobert. Qualifikant Judd Trump brachte Shaun Murphy gewaltig ins Schwitzen, der Champion von 2005 brauchte lange, bis er ein Rezept gegen seinen unbekümmerten Landsmann hatte. Trump ließ kein Risiko aus, allerdings übertrieb er es desöfteren mit dem schnellen Spiel und die Fehlerquote stieg zu Ende der Partie drastisch an. Letztlich siegte Murphy mit 10-6 und buchte somit das Achtelfinalticket, nun wartet John Parrott. Überraschend dagegen das Aus von Ken Doherty gegen seinen irischen Landsmann Mark Allen. Allen, zum ersten Mal in Sheffield, schlug die Nr. 2 des provisonal Rankings mit 10-7 und bekommt es nun mit Matthew Stevens zu tun.

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O’Sullivan souverän, Steve Davis ist draußen

Ganz locker mit 10-2 nahm der zweifache Weltmeister Ronnie O’Sullivan die schwere Erstrundenhürde Junhui Ding. Während der Chinese überhaupt nicht in die Partie fand, zeigte The Rocket, warum man ihm den dritten WM-Titel durchaus zutraut. Präzises, sicheres Spiel sicherten den Engländer den Einzug ins Achtelfinale. Das hat auch John Parrott erreicht, der im Duell der Altmeister gegen Steve Davis den knappsten aller Siege landen konnte. Parrott wartet nun auf den Sieger der Partie Shaun Murphy gegen Judd Trump, in welcher der Weltmeister von 2005, Murphy, mit 5-4 vor der Abendsession in Front liegt. Durch den Sieg von Anthony Hamilton gegen Marco Fu steht das erste Achtelfinale schon fest, Hamilton fordert Dott-Bezwinger Ian McCulloch.

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Graeme Dott ereilt der Fluch des Crucible

Noch nie hat ein Profi, der in Sheffield zum ersten Mal Weltmeister wurde, seinen Titel verteidigen können. Auch Graeme Dott konnte den Fluch des Crucible Theatre nicht brechen. Mit 7-10 unterlag der Titelverteidiger in der ersten Runde gegen Ian McCulloch und ist damit Steve Davis (1981), Dennis Taylor (1986) und Stephen Hendry (2000) der vierte amtierende Champion, der in Runde 1 die Segel streichen musste. In einem spannenden, aber nicht hochklassigen Spiel führte Dott zwar bald mit 4-2, aber McCulloch drehte bis zum Ende der Morning-Session den Spieß und ging mit einer 5-4 Führung in die lange Pause. Über 6-4 und 8-5 ging die Partie dann in die entscheidende Phase, die Verunsicherung bei Dott war spürbar. In Frame 17 vergab der Engländer dann einige Matchbälle, ehe dann doch das Aus des Titelverteidigers aus Schottland feststand. McCulloch trifft nun im Achtelfinale entweder auf Anthony Hamilton oder Marco Fu. Hamilton führt hier bereits mit 6-1.

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Ergebnisübersicht Snooker-Weltmeisterschaft

Runde 1 (best of 19)

Graeme Dott (SCO) – Ian McCulloch (ENG) 7-10
Anthony Hamilton (ENG) – Marco Fu (HKG) 10-3

Stephen Maguire (SCO) – Joe Perry (ENG) 10-3
Mark Williams (WAL) – Joe Swail (IRL) 9-10

John Higgins (SCO) – Michael Holt (ENG) 10-4
Barry Hawkins (ENG) – Fergal O’Brien (IRL) 9-10

Neil Robertson (AUS) – Ryan Day (WAL) 10-5
Ronnie O’Sullivan (ENG) – Junhui Ding (CHI) 10-2

Ken Doherty (IRL) – Mark Allen (IRL) 7-10
Matthew Stevens (WAL) – Joe Delany (IRL) 10-2

John Parrott (ENG) – Steve Davis (ENG) 10-9
Shaun Murphy (ENG) – Judd Trump (ENG) 10-6

Nigel Bond (ENG) – Peter Ebdon (ENG) 7-10
Stephen Lee (ENG) – Mark Selby (ENG) 7-10

Ali Carter (ENG) – Andi Hicks (ENG) 10-4
Stephen Hendry (SCO) – David Gilbert (ENG) 10-7

Achtelfinale (best of 25)

Ian McCulloch – Anthony Hamilton 8-13
Stephen Maguire – Joe Swail 13-8

John Higgins – Fergal O’Brien 13-4
Neil Robertson – Ronnie O’Sullivan 10-13

Matthew Stevens – Mark Allen 13-9
John Parrott – Shaun Murphy 8-13

Peter Ebdon – Mark Selby 8-13
Ali Carter – Stephen Hendry 13-6

Viertelfinale (best of 25)

Anthony Hamilton – Stephen Maguire 7-13
John Higgins – Ronnie O’Sullivan 13-9

Matthew Stevens – Shaun Murphy 12-13
Mark Selby – Ali Carter 13-12

Halbfinale (best of 33)

Stephen Maguire – John Higgins 15-17
Shaun Murphy – Mark Selby 16-17

Finale (best of 35)

John Higgins – Mark Selby 18-13

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