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[Darts] Weltmeisterschaft 2008

2. Januar 2008, 02:02 geschrieben von Lucutus.

Um insgesamt 600.000 englische Pfund Preisgeld geht es für insgesamt 64 Pfeil-Akrobaten bei der PDC-Weltmeisterschaft. PDC steht für Professional Darts Corporation, das ist einer von zwei Weltverbänden.

Ausgetragen wird die WM erstmals im Alexandra Palace in London, das mit 2.500 Zuschauern ein deutlich größeres Fassungsvermögen hat als der bisherige Austragungsort, die Circus-Tavern in Purfleet. Der Titelverteidiger ist der Niederländer Raymond van Barneveld, der im Finale 2006 den Rekordchampion aus England, den dreizehnfachen Weltmeister Phil Taylor mit 7-6 besiegen konnte. Dieses Aufeinandertreffen ging als eines der spannendsten Spiele in die Dartgeschichte ein.

Die Darts fliegen

Mit dabei sind auch zwei Spieler der GDC, der German Darts Corporation, die Nr.1 der deutschen Rangliste, der Österreicher Mensur Suljovic, sowie Michael Rosenauer.

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John Part ist der neue Weltmeister

Es wurde nichts aus der riesigen Sensation, das mit Kirk Shepherd erstmals ein Qualifikant die Weltmeistertrophäe entgegen nehmen darf. Mit 2-7 unterlag der 21-jährige Engländer im WM-Finale dem Kanadier John Part, der damit zum dritten Mal nach 1994 (BDO) und 2003 (PDC) den Weltmeistertitel einfuhr. Zum Spiel:

Satz 1 – 3-2 für Part, Zwischenstand Part-Shepherd 1-0

Es ging munter los im Ally Pally, einem Break von “Dart Maple” folgte das sofortige Re-Break von Kirk, der dann auch mit 2-1 Legs in Front ging. Aber John glich aus und holte sich das entscheidende fünfte Leg1 – wieder mit einem Break und begünstigt durch alles andere als hohe Scores des jungen Engländers.

Satz 2 – 3-2 für Part, Zwischenstand Part-Shepherd 2-0

John begann Set 2, kassierte gleich ein Break, aber mit einem 12-Darter reparierte er den Schaden sofort, es stand 1-1 nach Legs1. Im Anschluss brachten beide ihre Darts durch, wieder ging Leg1 5 an den Kanadier, während Kirk weiterhin darum bemüht war, in die Partie zu finden.

Satz 3 – 3-0 für Part, Zwischenstand Part-Shepherd 3-0

Nun wurde es endgültig einseitig am Board, zu überlegen war der Favorit, während beim jungen Qualifikanten nur eines Bestand hatte – er traf nicht und stand total neben sich. Part wurde immer souveräner, es deutete sich ein frühe Entscheidung an.

Satz 4 – 3-0 für Part, Zwischenstand Part-Shepherd 4-0

Nichts neues auch in Durchgang vier, ein Break im zweiten Leg1 reichte “Darth Maple” zum Set-Gewinn, den er im dritten Leg1 standesgemäß per Double-Bull einfuhr.

Satz 5 – 3-2 für Shepherd, Zwischenstand Part-Shepherd 4-1

Endlich fand “Young Gun” in die Partie, holte das erste Leg1 mit einem starken 101er Finish. Nachdem John aber ausglich und im folgenden dritten Leg1 wieder ein Break erzielte, musste man erneut Angst um Shepherd haben, ein 0-5 nach Sätzen wäre das wohl das endgültige Aus gewesen. Aber nun stand der unbekümmerte und lockere Kirk der vorherigen Runden am Board, es gelang sofort das Re-Break und Kirk holte sich – wenn auch sehr knapp – auch das entscheidende Leg1 zum Satzgewinn, wo ihm die erste 180 der Partie gelang. Part hatte zu diesem Zeitpunkt schon sechsmal die maxmiale Score erzielt….

Satz 6 – 3-2 für Part, Zwischenstand Part-Shepherd 5-1

Die Partie wurde endlich spannender, was aber nur daran lag, das Kirk besser traf, während der Kanadier sein hohes Niveau weiterhin halten konnte. Beiden gelang je ein Break in diesem Satz und erst den achten Set-Dart konnte Part zum Satzgewinn nutzen.

Satz 7 – 3-2 für Shepherd, Zwischenstand Part-Shepherd 5-2

Was folgte, war das beste Leg1 von Kirk Shepherd. Nach dem Gewinn von Leg1 1 musste Kirk den Ausgleich (durch ein starkes Finish von John, der zweimal Double-20 spielte) hinnehmen und verlor anschließende “sein” Leg1, also wieder Break für Part, das der 41-jährige mit einer 180 zu Beginn des Durchgangs mustergültig vorbereitete. Dann aber folgte das Re-Break von Kirk, und mit 160 checkte der Youngster dann das fünfte und entscheidende Leg1 aus, persönliche Turnierbestleistung für ihn, welche ihm auch den Satzgewinn einbrachte.

Satz 8 – 3-1 für Part, Zwischenstand Part-Shepherd 6-2

Nun stand das achte Set bevor und es war allen klar, dass es das vielleicht entscheidende dieser Partie war. Part hielt sein starkes Niveau, und fuhr das erste Leg1 mit einem fulminanten 139er Finish ein. Kirk glich anschließend aus, erstmals konnte er den hohen Scores von John entsprechendes entgegen setzen. Nach dem 2-1 für “Darth Maple” kam dann im vierten Leg1 Pech für den 21-jährigen Engländer hinzu. Durch einen Bouncer10 erzielte er nur 40 Punkte, konnte dann zwar 180 nachlegen, aber John nutze seinen zweiten Set-Dart zum Break und somit zum Satzgewinn.

Satz 9 – 3-2 für Part, Endstand Part-Shepherd 7-2

Fünf Legs1 wurden im neunten Durchgang gespielt, es kamen fünf Breaks dabei heraus. John holte sich Leg1 1 mit einem 112er Finish, Kirk gelang der Ausgleich und das obwohl er sich in der heißen Phase des Legs1 überwarf, die dreifache 20 statt der einfachen traf. John konnte dies allerdings – noch nicht – zu seinen Gunsten nutzen. In Leg1 3 fiel “Young Gun” wieder auf das schwache Niveau der ersten vier Sätze zurück, leichtes Spiel für den Favoriten, Part war wieder vorne. Im vierten Leg1 hatte John dann seinen ersten Match-Dart3, aber Kirk gelang doch noch das Break. Das fünfte und entscheidende Leg1 begannen beide Akteure mit einer 140, zum Ende hin wurde das Match dann zum ersten und einzigen Mal dramatisch, Shepherd vergab drei Set-Darts, ehe John dann seinen fünften Match-Dart3 in der Doppel-10 unterbrachte und somit das Spiel und den WM-Titel sicher hatte.

Es war ein hochverdienter Sieg für John Part, der das Match vom Anfang bis zum Schluss unter Kontrolle hatte. Selbst ein paar unfaire Zwischenrufe des Publikums, das zu 95% auf der Seite des Aussenseiters war, brachten den nunmehr dreifachen Weltmeister nicht aus der Ruhe, zu sicher und souverän waren seine Aktionen. Er war der konstanteste Spieler des Turniers und hat somit den Titel auch ganz klar verdient. Trotz der klaren Niederlage war Kirk Shepherd hinterher nicht traurig, sondern stolz auf seinen Leistung. Dazu hatte er auch allen Grund, er spielte ein herausragendes Turnier – und letztlich brachte ihm die Finalteilnahme auch ein “Taschengeld” von 75.000 Euro ein. Knackpunkt für ihn waren die ersten vier Durchgänge. “Young Gun” brauchte diesmal zu lange, um ins Spiel zu kommen, während Part von Beginn auf auf Betriebstemparatur war. Das Finale konnte aber zu keiner Zeit an das wohl schon legendäre Duell Taylor-van Barneveld von vor einem Jahr heranreichen, zu groß war diesmal der Unterschied zwischen beiden Kontrahenten.

Somit geht eine WM der Sensationen zu Ende, wobei die größte Sensation dann doch ausblieb. Vor dem Turnier standen die Quoten auf einen WM-Sieg des Qualifikanten Kirk Shepherd bei 500:1….das dürfte alles aussagen….

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Die Weltmeisterschaft der Sensationen….

Er ist 21 Jahre, er ist kein Profi, er kämpfte sich durch die Qualifikation und nun steht er im Finale der Dart-Weltmeisterschaft! Kirk Shepherd bezwingt Wayne Mardle mit 6-4 und sorgt für ein weiteres Novum bei diesen Titelkämpfen. 13 Matchdarts3 hatte er in den Runden zuvor gegen sich, spielte bisher keinen Average5 von über 90, aber setzte einen gesetzten Spieler nach dem anderen ins Aus – und nun kickt er Hawaii 501 aus dem Turnier und fordert am Neujahrstag John Part um die Krone – mit einer Average5 von 88.77, aber nochmal der Satz “Triple makes funny, but Double brings the Money” – Kirk Shepherd hat nun schon 75.000 Euro sicher….

Erwartungsgemäß startete die Partie, Wayne holte den ersten Satz zu Null, aber schon der nächste Durchgang ging mit 3-0 Legs1 an “Young Gun” – und das war der Startschuss für High-Speed-Dart. Beide knallten sich in unwahrscheinlichem Tempo die High-Scores um die Ohren. Zunächst aber hatte Shepherd das bessere Ende für sich, auch weil Mardle es fertig brachte, in den Durchgängen 3 und 4 insgesamt 9 Set-Darts liegen zu lassen. Beide Sätze holte sich der Qualifikant mit 3-2. 1-3 lag Mardle plötzlich hinten und man dachte zurück ans Viertelfinale gegen Taylor, als Hawai 501 ebenfalls einen 0-3 Satzrückstand hinterher kämpfen musste. Und wieder schien es zu laufen wie gegen “The Power”, Wayne fightete zurück, holte den fünften Durchgang (wo Shepherd fünf Set-Darts vergab), Satz 6 und mit einem 12-Darter und auch den siebten Durchgang. Es stand 4-3 für Mardle, aber Qualifikant Shepherd stand weiter unbekümmert an der Scheibe. Der achte Durchgang verlief wenig ereignislos. Beide brachten ihre Darts ohne große Probleme durch und da Kirk den Satz eröffnete, ging dieser auch mit 3-2 an ihn. 4-4, die Spannung stieg weiter an – es ging auf die Zielgerade. Im folgenden neunten Satz gelang “Young Gun” schon im ersten Leg1 das Break, das auch die Entscheidung in diesem Satz brachte. Begünstigt davon, das Hawaii 501 die Triple-20 nicht mehr traf und die High-Scores somit ausblieben, ging dieser Durchgang mit 3-1 an den Youngster. Der K.O. für Wayne folgte dann in Satz 10, als Shepherd, der diesen Satz wieder eröffnete, im zweiten Leg1 das Break gelang. Zwar konnte Wayne beim Stand von 0-2 Legs1 aus seiner Sicht noch einmal verkürzen, doch als Hawaii 501 im vierten Leg1 sein Parade-Doppel (das ihn dieses Mal – in Gegensatz zur Schlussphase gegen Taylor – im Stich ließ), die Doppel-18 nicht traf, checkte Shepherd Doppel-16 aus und machte den Deckel auf eine denkwürdige Partie.

Zum nunmehr vierten Mal in den in den letzten fünf Jahren ist für Hawaii 501 damit im Halbfinale Schluss. Und so enorm wichtig der geschichtsträchtige Sieg gegen Taylor war, umso schmerzlicher wird ihn dieses erneute, bittere Aus kurz vor dem Spiel der Spiele treffen. Auf der anderen Seite steht nun ein Kerl im Finale, der das alles mit jugendlicher Unbekümmertheit sieht. Die Quoten auf einen WM-Sieg von Kirk Shepherd standen vor der WM bei 500:1 ( dies mal nur am Rande) – aber wer nun denkt, das “Young Gun” angespannt und nervös ins Finale stolpern wird, der ist auf der falschen Fährte. Zum ersten Mal wird der Ally Pally komplett wie eine Wand hinter Kirk Shepherd stehen und was die Unterstützung der eigenen Fans bewirken kann, hat man bei den laufenden Titelkämpfen schon mehrfach gesehen. Der Druck jedenfalls wird – wie schon seit dem 17.Dezember – ganz gewiss nicht bei Kirk “Young Gun” Shepherd liegen.

Der Gegner von Shepherd wird John Part sein. “Darth Marple” (kommt immer zur Titelmelodie von Star Wars auf die Bühne) schaltete van Barneveld-Bezwinger Kevin Painer ohne großes Aufsehen mit 6-2 aus und steht zum dritten Mal im WM-Finale. Schon zu Beginn deutete sich an, was kommen wird, schnell lag Part mit 2-0 in Front, ehe “The Artist” mit einem zu-Null auf 1-2 nach Sätzen verkürzen konnte. Anschließend übernahm der Kanadier wieder das Kommando und zog auf 5-1 davon, die Vorentscheidung schien gefallen. Doch wieder gelang Painert ein zu-Null Satzgewinn, die Fans von Kevin schöpften Hoffnung, zumal Painter im achten Durchgang auch gleich ein Break gelang. Aber John antwortete sofort mit dem Re-Break und brachte anschließend seine Darts durch. Kevin gelang der Ausgleich, somit hatte John die Chance, zum Matchgewinn vorzulegen. Beide näherten sich dem Finish-Bereich, ehe dann John Part mit 130 ein ganz starkes Finish spielte und den Finalplatz buchte. Der Sieg von “Darth Maple ging in Ordnung, er war in den entscheidenden Situation einen Tick stärker als “The Artist”, auch wenn es – wie fast immer im Dart – sehr knappe Entscheidungen waren.

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Hawaii 501 knipst The Power aus

29.12.2007, ein Tag, der in die Dartgeschichte eingehen wird – und der Name Wayne Mardle wird immer damit verbunden sein. Mit 5-4 kickte Hawaii 501 den besten Spieler aller Zeiten, Phil “The Power” Taylor, aus der Weltmeisterschaft und sorgte damit dafür, das Taylor zum ersten Mal bei einer WM nicht das Finale erreichen kann. Allein der letzte Satz, den Mardle mit 6-4 Legs1 gewann, war eine Achterbahn der Gefühle: Dramatik, Spannung, Emotionen pur – Dart, wie er die Fans einfach mitreißt. Aber der Reihe nach: Zunächst sah man einen Mardle, der nervös und unkonzentriert wirkte, schnell spielte Phil einen 3-0 Satzführung heraus. Als man eigentlich schon mit der Wiedergeburt des Überspielers Taylor rechnete, legte Hawaii 501 den Schalter um. Endlich biss sich der Publikumsliebling in das Spiel, zeigte Emotionen und pushte sich immer wieder auf. Als das 3-3 hergestellt war, war die Partie völlig offen und beide Spieler gaben ihr Bestes. Über 4-4 ging es dann in die Decision6. Erwähnt sein aber auch, das Mardle in Satz 8 einige gute Chancen liegen ließ, um die Legende Taylor schon frühzeitig zu stürzen. Noch aber hielt sich Taylor im Match, über 2-2 und 4-4 ging es dann in Leg1 9 und hier fiel die Entscheidung. Taylor ließ die Doppel-8 liegen, Mardle gelang das Break zum 5-4 und eröffnete sein Leg1 sofort mit einer 1806, die “The Power” nicht halten konnte. Es folgte eine weitere hohe Runde, und letztlich stellte Hawaii 501 auf 36 – die Doppel-18, sein bevorzugtes Doppelfeld. Dart 1 saß dann gleich, der Bann war gebrochen, Phil Taylor war geschlagen. Mit Tränen in den Augen nahm Mardle die faire Gratulation seines Kontrahenten entgegen und eins dürfte sicher sein: Diesen Sieg wird er wohl nie mehr vergessen….

Schon in der Nachmittagssession sahen die Zuschauer zwei hochklassige Partien. Zunächst ging die unglaubliche Geschichte des Qualifikanten Kirk Shepherd weiter. Mit 5-4 “erlegte” der Youngster mit der Nr.5 der Setzliste, Peter Manley, den nächsten Top-Spieler – Shepherd bekommt es nun morgen mit Wayne Mardle (und wohl 80% der Zuschauer) zu tun. Anschließend zog Geheimfavorit James Wade ebenfalls mit 4-5 gegen John Part den Kürzeren, wobei der Champion des Jahres 2003 es fast fertig brachte, eine 3-1-Satzführung zu verspielen. Letztlich zog der Suljovic-Bezwinger die Partie aber dennoch auf seine Seite und übernimmt nun von seinem Kontrahenten Wade die Rolle des Favoriten auf den Titel, den bisher zeigte John Part ein bärenstarkes Turnier. Sein Gegner im Halbfinale morgen wird The Artist, Kevin Painter, sein. Painter hielt überraschend klar Adrian Lewis mit 5-2 nieder und hat die riesige Portion Selbstvertrauen, das er durch den Sieg gegen van Barneveld einfuhr, in diese Viertelfinal-Partie mitnehmen können.

Eins dürfte mittlerweile klar sein: Es gibt keinen klaren Favoriten auf den Titel. Alle vier Halbfinalisten gehen mit den gleichen Chancen in ihre Partien, was uns Fans nur recht sein kann, denn das hält die Spannung hoch, wer denn nun der neue Weltmeister wird: Qualifikant Kirk Shepherd (was dann wohl die größte Sensation der Dartgeschichte wäre), Wayne Mardle (der den Ally Pally nun endgültig komplett hinter sich hat), John Part (kanadischer Eisblock mit unglaublich ruhiger Hand) oder Kevin Painter (schaut immer mürrisch drein, spielt aber unglaublich starke Pfeile). Zum ersten Mal findet eine WM statt, wo vor dem Halbfinale alles total offen ist – tolle Premiere für den neuen Austragungsort.

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Aus für van Barneveld

Der Titelverteidiger ist draußen! Raymond van Barneveld unterlag im Achtelfinale gegen Kevin Painter mit 2-4. Zwar ging Barney, der seit Heiligabend nicht trainieren konnte, grippegeschwächt in diese Partie, aber auch mit einer Topleistung wäre es gegen “The Artist” schwer geworden, der enorm sicher auf Triple und Double agierte und jeden Fehler des Niederländers fast postwendend bestrafte. Somit ist das Aufeinandertreffen im Viertelfinale zwischen Adrian Lewis und Barney geplatzt, stattdessen nimmt nun also Kevin Painter den Platz des entthronten Champions ein und fordert Jackpot heraus. Und auch wenn Lewis als Favorit in diese Partie geht, so muss er höllisch aufpassen, nicht das nächste prominente Opfer Painter’s zu werden, der bisher eine starke WM spielt.

Das Achterfeld im Viertelfinale komplettieren Peter Manley (4-1 gegen Jan van der Rassel) und John Part (4-0 gegen Alex Roy), der als einziger Nicht-Engländer in der Runde der letzten 8 steht. Part muss gegen James Wade ran, während Kirk Shepherd auf Peter Manley wartet. Nach Barney’s Aus sollte der Weg für Phil Taylor eigentlich frei sein, die bisher aber wenig souveränen Vorstellungen von “The Power” deuten allerdings alles andere als einen Spaziergang des 13-fachen Weltmeisters an. Vielmehr sind diese vier Partien des heutigen Tages nahezu alle ausgeglichen – es gibt keinen absoluten Topfavoriten, was für die Fans nur gut sein kann, denn somit bleibt die Spannung hoch und man kann durchaus hochklassige und interessante Partien erwarten.

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The Viper beißt zu….fast

Acht Legs1 in Serie, eine Doppelqoute von über 70%, enorm hohe Scores – Tony Eccles rauschte wie ein D-Zug in die Achtelfinalpartie gegen Adrian Lewis. Erst ein Highfinish von 106 im dritten Leg1 des dritten Satzes brachte die Nr.7 der Setzliste zurück ins Spiel und als Eccles auch im folgenden Leg1 die Chance auf Doppel-12 ausließ, war der Weg frei zum ersten Satzgewinn für Jackpot. Den vierten Satz fuhr der 22-jährige dann zu-Null ein, der Satzausgleich war hergestellt. The Viper ließ dann in der Doppelquote nach, es entwickelte sich eine Klasse-Partie. Über 3-2 für Eccles ging es dann zum 3-3, der entscheidende siebte Satz musste herhalten. Hier hatte Eccles im vierten Leg1 Matchdart, konnte die Doppel-20 allerdings nicht treffen. Lewis glich aus zum 2-2, es hieß mal wieder Decision6. Lewis brachte seine Darts durch und eine 1802 im sechsten Leg1 für Jackpot brachte die Entscheidung, 58 Rest ließ sich der Geheimfavorit nicht mehr nehmen und gewann diese enorm schwere Partie gegen einen fantastisch spielenden Tony Eccles. Auf welch hohem Niveau sich dieses Duell abspielte, zeigten die Averages5, die beide Profis an den Tag legten: Tony Eccles beeindruckte mit 97.20, Adrian Lewis blieb mit 94.19 knapp darunter, hatte insgesamt gesehen aber die bessere Doppel-Quote – den beliebten Dart-Spruch “Triple makes funny, but Double brings the Money” konnte man hier problemlos wieder anbringen. Adrian Lewis wartet nun im Viertelfinale auf den Sieger der Partie Raymond van Barneveld gegen Kevin Painter, welche heute Abend ausgetragen wird.

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Hitchcock zu Gast im Ally Pally….

1976 produzierte John Schlesinger den Film “Der Marathon-Mann” mit Dustin Hoffmann in der Hauptrolle, und Alfred Hitchcock wird uns mit vielen spannungsgeladenen Klassikern als Meister des Thrillers unvergessen bleiben – beide scheinen zur Zeit zu Gast im Alexandra Palace zu sein, wenn “The Power” ans Board tritt.

Drittes Spiel von Phil Taylor, zum dritten Mal ging der Rekord-Weltmeister über die volle Distanz und zum dritten Male wankte der 47-Jährige am Rande des Abgrunds. Im entscheidenden siebten Satz des Achtelfinales gegen die Nr.17 der Setzliste, seinen englischen Landsmann Alan Tabern, ging es in die Decision6, im neunten Leg1 gelang “The Power” das Break zum 5-4 und erstmals hatte er die Chance, das Spiel nach Hause zu bringen. Und in diesem, folgenden zehnten Leg1 zeigte der 42-Jährige dann erneut das Maximum an physischer Stärke, erzielte zweimal in Serie einen 180er2, checkte die 52 Rest problemlos aus und rettete einen 4-3 Sieg ins Ziel. Vorangegangen war eine Partie, die den Knackpunkt wohl im zweiten Satz hatte. 1-0 lag die Nr.1 der Setzliste nach Sätzen vorne, verpasste die Doppel-8 und Tabern nutzte die Chance zum Satzausgleich. In der Folgezeit zeigte Taylor wie schon in den vorherigen Matches gegen van Gerwen und Walsh Schwächen auf die Doppel-Felder, während Tabern unbekümmert drauf los spielte und den haushohen Favoriten mehr und mehr Richtung Abgrund drängte. Aber immer wieder zog der 13-fache Weltmeister den Kopf aus der Schlinge, biss sich ins Spiel und kämpfte gegen die Riesensensation an, zum ersten Mal bei der WM vor dem Finale auszuscheiden. Bezeichnend für die Partie dürfte sein, das Taylor seine erste 1802 erst im fünften Satz auf die Scheibe legte. Es soll allerdings gewiss nicht die große Leistung von Alan Tabern schmälern, der eine tolle Partie bot – nur ist es immer noch etwas anderes, einen Phil Taylor bei einer WM zum Gegner zu haben, als einen anderen Profi. Vor allem der siebte und entscheidende Satz bot eine Vielzahl an Highscores und knappen Treffern, der die Fans sehr begeistert hat. “The Power” steht somit als erster Viertelfinalist fest und trifft am Samstag nun auf seinen Landsmann Wayne Mardle.

“Hawaii 501” (so der Spitzname Mardles, weil er nur in Hawaii-Hemden am Board zu sehen ist) rang den Niederländer Roland Scholten mit 4-3 nieder. Diese Partie erreichte zwar nicht ganz die Dramatik des Spiels Taylor-Tabern, war jedoch auch enorm spannend. Ständig musste Mardle hier einem Rückstand hinterherlaufen, ehe er dann im siebten Satz im dritten Leg1 das entscheidende Break schaffte und als Roland Scholten im anschließenden Leg einen Dart auf Doppel-16 zum Ausgleich vergab, checkte Mardle seine 74 Rest zum Spielgewinn aus.

Die erste große Überraschung des Tages erlebten die Zuschauer im wie immer prall gefüllten Alexandra Palace bereits am späten Nachmittag, als der an Nr.6 gesetzte Andy Hamilton eine 1-4 Klatsche gegen Alex Roy kassierte. Frühes Aus also für “The Hammer”, der im letzten Jahr immerhin das Halbfinale erreicht hatte und auch in diesem Jahr durchaus hoffnungsvoll in die Championships ging. Alex Roy, Nr.27 der Setzliste, fordert nun heute im Achtelfinale Suljovic-Bezwinger John Part.

Schadlos hielt sich Titelverteidiger Raymond van Barneveld. 4-1 gegen Jason Clark hört sich zwar souverän an, aber mit Ausnahme des ersten Satzes, der zu Null für den amtierenden Champion durchging, hatte Barney mehr zu beißen, als im lieb war. Jason Clark, der somit nach Colin Lloyd und Phil Taylor der dritte Spieler ist, der van Barneveld bei PDC-Weltmeisterschaften einen oder mehr Sätze abnahm, spielte an seiner Leistungsgrenze, während der Niederländer immer wieder mit sich selbst haderte und nicht die Souveränität zeigte, die man von ihm gewohnt ist – was aber vielleicht auch daran lag, das er über Weihnachten mit einer Grippe das Bett hüten musste und daher noch nicht 100% in Form ist. Letztlich aber setze sich die Nervenstärke von Raymond durch und er buchte das Achtelfinalticket gegen Kevin Painter – und nicht gegen Adrian Lewis, wie ich gestern vorschnell vermeldet habe. Erst, wenn Barney und Jackpot (gegen Tony Eccles) ihre Partien gewonnen haben, kommt es zur mit Spannung erwarteten Partie der beiden – was dann am späten Samstagabend der Fall sein könnte. Allerdings sollte Barney nicht den Fehler machen, und Kevin Painter auf die leichte Schulter nehmen – die Nr.15 der Setzliste ist der einzige Spieler bei den Titelkämpfen, der noch keinen einzigen Satz abgeben musste…

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Aus für Suljovic, Wade mit Mühe, Lewis souverän

In der 2.Runde war Endstation für Mensur Suljovic. Der letzte Vertreter der GDC unterlag dem Kanadier John Part mit 1-4 und musste die Heimreise antreten. Der Österreicher kassierte für das Erreichen der 2.Runde ein Preisgeld von 7000 Pfund. Zwar agierte Mensur etwas nervös, hatte allerdings im Großen und Ganzen wenig Chancen gegen einen stark spielenden John Part. Der Champion des Jahres 2003 spielte mit 99.06 eine neue höchste Average5 in London und zeigte vor allem auf die Doppelfelder ganz wenige Schwächen. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn Mensur im ersten Durchgang beim Stand von 2-2 Legs1 seine Chance auf den Satzgewinn bekommen hätte, als er nur 32 Rest hatte. Part aber checkte 115 aus und fuhr somit den ersten Durchgang ein. Lediglich im dritten Satz, den Suljovic mit 3-0 Legs1 gewann, war er auf Augenhöhe mit dem Kanadier. Dennoch sollte Mensur erhobenen Hauptes London verlassen, es war sicherlich nicht seine letzte Teilnahme an der PDC-Weltmeisterschaft.

Danach stand die Partie James Wade gegen Steve Beaton an, und Wade – dem man neben Lewis die meisten Chancen zutraut, die beiden Topfavoriten Raymond van Barneveld und Phil Taylor in Bedrängnis zu bringen – startete so, wie man es erwarten konnte. Nach dem sicheren Gewinn des ersten Satzes holte sich der Engländer im zweiten Durchgang das fünfte und entscheidende Leg1 mit dem höchstmöglichen Finish, als er 170 auscheckte. 2-0 führte Wade im dritten Durchgang, dann riss überraschend der Faden und Beaton kam zurück in die Partie, die plötzlich heiß umkämpft war. Zwar ging Wade wenig später mit 3-1 in Front, doch die Nummer 3 der Setzliste musste doch in den entscheidenden siebten Satz. Hier ging Beaton nach dem Gewinn des ersten Legs1 erstmalig in Front, schien sich aber dann im Klaren zu sein, was hier machbar wäre und verkrampfte. Wade nutzte die Schwächephase seines Gegners und brachte das Spiel nach Hause.

Jackpot ist gewappnet für ein mögliches Duell mit dem Titelverteidiger. Adrian Lewis setzte sich in der mit Spannung erwarteten Partie gegen Vincent van der Voort mit 4-2 durch und wartet nun auf den Sieger der Partie van Barneveld gegen Clark. Zwar spielte der Niederländer eine deutlich höhere Average (96.46 zu 91.81), aber Lewis war zu sicher auf die Doubles. Lediglich im fünften Satz war van der Voort der bessere Spieler, ansonsten hatte Lewis auf nahezu alles eine Antwort. Bereits im zweiten Leg des Spiels zeigte Jackpot einen 10-Darter8 und deutete an, das seine starke Form weiterhin Bestand hat. Der an Nr.7 gesetzte Engländer hat derzeit die Form, um dem Titelverteidiger in einem möglichen Achtelfinale ein hartes Match zu liefern, aber vorher muss Barney seine heutige Pflichtaufgabe gegen den ungesetzten Jason Clark erledigen.

Direkt danach steht Phil Taylors dritter Auftritt im Alexandra Palace an, sollte er gegen Alan Tabern ähnlich schwankend spielen, wie in den ersten beiden Runden, wird es erneut sehr eng für “The Power”. Aber mal sehen, vielleicht hat der Rekordweltmeister über die Feiertage seine Gala-Form wieder gefunden.

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Taylor erneut mit großer Mühe, Jenkins draußen

Sechs Partien der zweiten Runde wurden vor der traditionellen Weihnachtspause der WM absolviert, Topfavorit Phil Taylor hatte dabei seinen zweiten Auftritt im Alexandra Palace in Londen – und wieder lief es alles andere als glatt für den mehrmaligen Weltmeister. Wie schon in der Erstrundenpartie gegen den Niederländer Michael van Gerwen musste er auch gegen seinen Landsmann Mark Walsh über die volle Distanz gehen. Ständig lag der 47-jährige gegen den fünf Jahre jüngeren Walsh in Rückstand, erst im sechsten Satz konnte “The Power” sich absetzen, während Walsh immer mehr abbaute. Wie schlecht das Spiel von Taylor anfangs war, zeigte die Tatsache, das die Nr.1 der Setzliste die Sätze 1 und 3 zu Null abgab – aber dafür gingen die Durchgänge 4,6 und 7 zu Null an ihn. Was sich während des Jahres bereits abzeichnete, wird nun bei der WM mehr als deutlich: Phil Taylor ist längst nicht mehr der unschlagbare Superspieler, bisher aber zog er zweimal in großer Bedrängnis den Kopf nochmal aus der Schlinge.

Alan Tabern heißt der Nächste, der den 13-fachen Champion herausfordern wird. Überraschend klar mit 4-0 fertigte Tabern den an Nr.16 gesetzten Andy Jenkins ab und gab insgesamt nur drei Legs1 im gesamten Spiel ab. Diese Partie fand als erste des Tages statt, somit konnte Alan die Partie Taylor gegen Walsh in der Abend-Session verfolgen und wird festgestellt haben, das er alles andere als chancenlos in das Achtelfinale gegen “The Power” geht. Taylor sollte Tabern, der im letzten Jahr im Viertelfinale vom späteren Weltmeister Raymond van Barneveld eine 0-5 Klatsche kassierte, mehr als ernst nehmen – sonst hat die WM ihre erste riesige Sensation.

Das Achtelfinale haben erwartungsgemäß auch ein souveräner Peter Manley, Roland Scholten und Wayne Mardle erreicht, während Jan van der Rassel mit einem 4-1 gegen Denis Ovens erneut einen gesetzten Spieler aus dem Turnier warf und damit der bislang einzige ungesetzte Spieler im Achtelfinale ist. Mindestens ein ungesetzter Profi wird noch folgen, da in der Partie Steve Maish gegen Tony Eccles zwei Spieler in der 2.Runde aufeinandertreffen, die nicht unter den Top 32 der WM-Setzliste auftauchen.

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Supersieg für Suljovic

Mensur Suljovic, die Nr.1 der GDC (German Darts Corporation) hat die zweite Runde der WM erreicht. Der Österreicher setzte sich gegen den Engländer Andy Smith mit 3-2 durch, somit ist die GDC nach dem Aus von Michael Rosenauer weiterhin im Alexandra Palace vertreten. Letztlich entschieden die besseren Nerven zugunsten von Mensur, der bei den kürzlich stattgefunden German Darts Open mit Siegen u.a. gegen Michael van Gerwen, Dennis Priestley und Jan van der Rassel auf sich aufmerksam machte, ehe er dann knapp an Wayne Mardle scheiterte. In Runde 2 trifft Suljovic nun auf den Weltmeister des Jahres 2003, den Kanadier John Part, diese Partie wird am kommenden Mittwoch nach der Weihnachtspause ausgetragen.

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Barney ohne Satzverlust

Schadlos hielt sich der Titelverteidiger Raymond van Barneveld bei seinem ersten Auftritt in London. Mit 3-0 besiegte der Niederländer Anthony Forde von den Bahamas, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte. Überraschend war an diesem Spiel, das Forde die Sätze 2 und 3 nahezu ausgelichen gestalten konnte und jeweils zwei Legs1 holen konnte. In Punkto 180er2 hatte er sogar einen mehr (2-1) als die Nr.2 der Setzliste. Zwar musste Barney nicht wie Phil Taylor über die volle Distanz gehen, aber auch der Niederländer zeigte keineswegs eine souveräne Vorstellung. Die beiden Topfavoriten auf den Titel, Phil Taylor und Raymond van Barneveld haben also noch deutlich Luft nach oben in ihrer Leistungsfähigkeit.

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Furioses holländisches Duell

Für das Highlight der bisherigen Titelkämpfe im Alexandra Palace in London sorgten zwei Oranjes. Jelle Klaasen gegen Vincent van der Voorde hiess die Partie und sie riss das Publikum mit. Dabei schaffte es der 23-jährige Klaasen – im vergangenen Jahr noch der jüngste Weltmeister in der WDC (das ist der zweite Weltverband neben der PDC) – insgesamt 10 Matchdarts3 zu vergeben, diese Partie dürfte ihm demnach noch einige Zeit unvergessen bleiben. Insgesamt erzielten die beiden Schnellschützen 124 mal 100 oder mehr Punkte, van der Voort kam auf sensationelle zwölf 180er – eine tolle Bilanz. Das Tüpfelchen auf dem i war dann der letzte Satz, der nach 5-5 Legs1 erst im Sudden-Death4 entschieden werden musste. Dort hatte dann der vor drei Tagen 32 Jahre alt gewordene van der Voort die Nase vorne und trifft nun am kommenden Mittwoch auf Adrian Lewis. Lewis, die Nr.7 der Setzliste, sorgte bei seinem 3-1 Sieg gegen Dave Askew mit 96.79 Punkte für die bisher höchste Average5 bei der WM.

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Taylor mit großen Schwierigkeiten

Nur einen einzigen Dart stand Michael van Gerwen vor der absoluten Sensation. Ein Treffer in die doppelte Zwölf, und das 18-jährige Supertalent aus den Niederlanden hätte “The Power” Phil Taylor aus dem Turnier geworfen. Doch der Youngster zielte beim Stande von 2-1 Sätzen und 2-1 Legs1 aus seiner Sicht daneben, Taylor kam zurück und konnte das Match letztlich in der Verlängerung im fünften Satz für sich entscheiden. Es war der erste Höhepunkt der Dart-WM in London, und alle, die vor van Gerwen gewarnt hatten, wurden bestätigt. Selbst Titelverteidiger Raymond van Barneveld sagt über seinen Landsmann “Van Gerwen sowie Klaasen standen auf meiner Liste der “lästigen” ungesetzten Gegner, auf welche man am besten nicht allzu früh im laufe des Turniers trifft.”. Zwar sah es anfangs nach einer klaren Sache aus, nachdem der 13-malige Champion den ersten Satz locker mit 3-0 Legs1 einfuhr. Danach aber hatte der junge Niederländer seine Nervosität abgelegt und zeigte dem Engländer einen verbissenen Kampf. Das allerdings Phil Taylor nicht sein bestes Spiel zeigte, konnte man an der für seine Verhältnisse schwachen Average5 von 91.11 erkennen – normalerweise kratzt der Serienweltmeister regelmäßig die 100 an.

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Rosenauer knapp gescheitert

Er war nahe dran, der einzige deutsche Vertreter bei der PDC-Dart-WM. In die Verlängerung zwang er seinen Kontrahenten, den Engländer Mervyn King. Letztlich musste sich Michael zwar geschlagen geben, bereitete dem an Nr.25 gesetzten King aber wesentlich mehr Probleme, als diesem lieb war. Es zeigt sich, das der deutsche Dart-Sport immer mehr aufholt und man längst nicht mehr nur der belächelte “Erstrunden-Trainingspartner” ist. 0-2 nach Sätzen lag die deutsche Nr.1 bereits hinten, fightete dann zurück und zwang King in die Decision6, hier konnte sich Mervyn King dann doch durchsetzen.

Die Fans jedenfalls kamen voll auf ihre Kosten, denn kurioserweise gingen alle vier für diesen Abend angesetzten Partien über die volle Distanz samt Verlängerung.

Ergebnisübersicht Dart-Weltmeisterschaft

1.Runde (best of 5)

Alan Tabern (ENG,17) – Per Laursen (DEN) 3-1
Adrian Gray (ENG,32) – Mark Walsh (ENG) 2-3
Wayne Mardle (ENG,9) – Ray Carver (USA) 3-2
Colin Lloyd (ENG,12) – Jan van der Rassel (NED) 2-3
Roland Scholten (NED,8) – Matt Clark (ENG) 3-2
Peter Manley (ENG,5) – Toon Greebe (NED) 3-2
Phil Taylor (ENG,1) – Michael van Gerwen (NED) 3-2
Mervyn King (ENG,25) – Michael Rosenauer (GER) 3-2
Wes Newton (ENG,24) – Jamie Caven (ENG) 0-3
Denis Ovens (ENG,21) – Colin Monk (ENG) 3-0
Mick McGowan (IRL,29) – Jason Barry (IRL) 3-0
Barrie Bates (WAL,13) – Gerry Convery (CAN) 3-0
Bob Anderson (ENG,31) – Jason Clark (ENG) 2-3
Terry Jenkins (ENG,4) – Kirk Shepherd (ENG) 2-3
Chris Mason (ENG,18) – Steve Brown (USA) 3-1
Kevin Painter (ENG,15) – Gary Mawson (USA) 3-0
Andy Jenkins (ENG,16) – Miroslav Navratil (CZE) 3-2
Wayne Jones (ENG,23) – Tony Eccles (ENG) 0-3
Andy Hamilton (ENG,6) – Leroy Kwadijk (NED) 3-1
Alex Roy (ENG,27) – Warren Parry (NZL) 3-2
Dennis Priestley (ENG,10) – Steve Maish (ENG) 1-3
Adrian Lewis (ENG,7) – Dave Askew (ENG) 3-1
Raymond van Barneveld (NED,2) – Anthony Forde (BAR) 3-0
Vincent van der Voort (NED,26) – Jelle Klaasen (NED) 3-2
Alan Warriner-Little (ENG,28) – Shi Yongsheng (CHI) 3-1
Colin Osborne (ENG,20) – Erwin Extercatte (NED) 1-3
Andy Smith (ENG,22) – Mensur Suljovic (AUT) 2-3
Steve Beaton (ENG,30) – Steve Evans (ENG) 3-0
Ronnie Baxter (ENG,14) – Dan Olson (CAN) 3-2
James Wade (ENG,3) – Steve MacArthur (AUS) 3-0
John Part (CAN,11) – Charles Losper (RSA) 3-1
Mark Dudbridge (ENG,19) – Steve Hine (ENG) 3-1

2.Runde (best of 7)

Phil Taylor (ENG,1) – Mark Walsh (ENG) 4-3
Andy Jenkins (ENG,16) – Alan Tabern (ENG,17) 0-4

Roland Scholten (NED,8) – Mervyn King (ENG,25) 4-2
Wayne Mardle (ENG,9) – Jamie Caven (ENG) 4-1

Peter Manley (ENG,5) – Alan Warriner-Little (ENG,28) 4-1
Jan van der Rassel (NED) – Denis Ovens (ENG,21) 4-1

Kirk Shepherd (ENG) – Mick McGowan (IRL,29) 4-3
Barrie Bates (WAL,13) – Erwin Extercatte (NED) 4-3

Raymond van Barneveld (NED,2) – Jason Clark (ENG) 4-1
Kevin Painter (ENG,15) – Chris Mason (ENG,18) 4-0

Adrian Lewis (ENG,7) – Vincent van der Voort (NED,26) 4-2
Steve Maish (ENG) – Tony Eccles (ENG) 3-4

Andy Hamilton (ENG,6) – Alex Roy (ENG,27) 1-4
John Part (CAN,11) – Mensur Suljovic (AUT) 4-1

James Wade (ENG,3) – Steve Beaton (ENG,30) 4-3
Ronnie Baxter (ENG,14) – Mark Dudbridge (ENG,19) 2-4

Achtelfinale (best of 7)

Phil Taylor (ENG,1) – Alan Tabern (ENG,17) 4-3
Roland Scholten (NED,8) – Wayne Mardle (ENG,9) 3-4

Peter Manley (ENG,5) – Jan van der Rassel (NED) 4-1
Barrie Bates (WAL,13) – Kirk Shepherd (ENG) 2-4

Kevin Painter (ENG,15) – Raymond van Barneveld (NED,2) 4-2
Adrian Lewis (ENG,7) – Tony Eccles (ENG) 4-3

John Part (CAN,11) – Alex Roy (ENG,27) 4-0
James Wade (ENG,3) – Mark Dudbridge (ENG,19) 4-2

Viertelfinale (best of 9)

Phil Taylor (ENG,1) – Wayne Mardle (ENG,9) 4-5
Kirk Shepherd (ENG) – Peter Manley (ENG,5) 5-4

Adrian Lewis (ENG,7) – Kevin Painter (ENG,15) 2-5
James Wade (ENG,3) – John Part (CAN,11) 4-5

Halbfinale (best of 11)

Kirk Shepherd (ENG) – Wayne Mardle (ENG,9) 6-4

John Part (CAN,11) – Kevin Painter (ENG,15) 6-2

Finale (best of 13)

John Part (CAN,11) – Kirk Shepherd (ENG) 7-2

Top 10 Highest Average

Rekord: Phil Taylor 111.21 (2002)

1. John Part 99.06 (R2)
2. Tony Eccles 97.20 (AF)
3. Adrian Lewis 96.79 (R1)
4. Phil Taylor 96.78 (AF)
5. Vincent van der Voort 96.46 (R2)
6. Kevin Painter 96.45 (R1)
7. Mervyn King 95.97 (R1)
8. Kevin Painter 95.20 (AF)
9. John Parti 94.81 (VF)
10. Phil Taylor 94.52 (R2)

Meiste 180er (alle Spiele)

Rekord: Raymond van Barneveld 51 (2007)

1. John Part 34
2. Kirk Shepherd 33
3. Kevin Painter 24
3. Wayne Mardle 24
5. Adrian Lewis 22
6. Roland Scholten 19
6. Vincent van der Voort 19
6. Phil Taylor 19
9. James Wade 17
10. Andy Hamilton 16

Kleines Dart Lexikon

Hier ein paar Begrifferklärungen aus dem Dartsport, um euch die einzelnen Beiträge verständlicher zu machen. Einleitend sei gesagt, das die Variante 501-Double-Out gespielt wird. Jeder Spieler beginnt bei 501 Punkten und muss mit einem Treffer ins Doppel ausmachen.

2 180er: 180 – mehr Punkte in einer Runde kann man nicht erreichen, indem man mit jedem der drei Darts die dreifache Zwanzig trifft.

8 10-Darter: Ein Leg1 mit nur 10 Darts beenden. Besser ist hier nur der legendäre 9-Darter9, wo man also nur drei Runden benötigt, um von 501 auf 0 zu stellen.

9 9-Darter: Man beendet das Leg1 mit 3 mal 3 Darts. Im Normalfall spielt man hier dann 7x dreifache 20 und einmal dreifache 19, dann stehen 24 Rest – Doppel 12 also mit dem letzten Dart.

7 Ausbullen: Von Ausbullen spricht man, wenn ermittelt wird, wer den entscheidenden Leg1 beginnt. Beide Spieler werfen aufs Bulls-Eye, derjenige, der näher an der Mitte ist, darf beginnen.

5 Average: Durchschnitt, die ein Spieler mit drei Darts erreicht.

10 Bouncer: Von einem Bouncer spricht man, wenn ein Dart nicht in der Scheibe stecken bleibt, weil er durch einen anderen Dart abgelenkt wurde oder man vielleicht direkt den Draht getroffen hat. Die Darts müssen solange im Board stecken bleiben, bis der Caller11 den Score der Runde verkündet hat.

11 Caller: Gibt die Scores der Spieler durch.

6 Decision: Wird im letzten und entscheidenden Satz gespielt. Steht es 2-2 nach Legs1, kommt es zu Decision – ein Spieler muss dann mindestens 2 Legs1 Vorsprung haben, um den Satz zu gewinnen. Dies geht bis zum Stande von 5-5, dann folgt der Sudden-Death4.

1 Leg: Ein Satz besteht aus Legs, aus Spielen. Wer als erster drei Legs gewinnt, gewinnt den Satz – ausser im entscheidenden, letzten Satz. Hier reicht ein 3-2 nicht aus, da es beim Stand von 2-2 zur Decision6, bzw. dann beim Stand von 5-5 zum Sudden-Death4 kommt

3 Match Dart: Wenn ein Spieler nur noch einen Dart vor dem Gewinn des Spiels steht, spricht man vom Match Dart. Vergleichbar mit dem Matchball beim Tennis

4 Sudden Death: Vom Sudden Death spricht man beim Stand von 5-5 Legs1 im entscheidenen letzten Satz eines Spiels. Wer dieses Leg1 beginnt, wird durch Ausbullen7 entschieden.

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