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[Champions League 2007/08] Liverpool schenkt Chelsea ein Remis - Riise trifft ins eigene Tor

23. April 2008, 14:03 geschrieben von Elbefohlen, abgelegt unter Int-Fussball.

Der FC Chelsea steht trotz schwacher Vorstellung im Halbfiinal-Hinspiel beim FC Liverpool vor dem Einzug ins Finale. Der Norweger Jon Arne Riise sorgte mit seinem spektakulären Eigentor zum 1:1 in letzter Sekunde für eine gute Ausgangslage der Blues vor dem Rückspiel am nächsten Mittwoch.

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Liverpool FC 1:1 (1:0) Chelsea FC

Im Boden wollte er versinken, und keine noch so aufmunternden Worte und Gesten seiner Mitspieler konnten ihn trösten: Jon Arne Riise hatte dem FC Chelsea ein Unentschieden geschenkt. Es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als Kalou sich links an der Grundlinie nach einem Einwurf gegen Arbeloa und Mascherano durchsetzte und eine Flanke zur Mitte brachte. Riise, der hinter sich Anelka wusste, tauchte ab und stellte mit einem spektakulären Flugkopfball ins eigene Tor, die Partie auf den Kopf.

Denn Chelsea gelang an der Anfield Road in der Offensive so gut wie nichts. Selten hat man die Blues so uninspiriert und harmlos gesehen. Richtig gefährliche Aktionen waren absolute Fehlanzeige, vier halbwegs brenzlige Situationen (J. Cole, 21./ Lampard 65./ Ballack, 66./ Malouda 67.) waren die ganze Ausbeute während der 90 Minuten. Im Gegensatz dazu machte die Defensive einen guten Job. Überhaupt waren es die Abwehrreihen, die diesem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Jeder Meter nach vorn musste sich hart erarbeitet werden, die Flügel waren zumeist gut zugestellt und die Angriffsspitzen bei den gegnerischen Innenverteidigern in guten Händen.

Liverpool, das in der Anfangsphase hypernervös wirkte, übernahm Mitte der ersten Halbzeit mehr und mehr das Kommando. Nachdem Torres – von Gerrard wunderbar eingesetzt – in der 31. Minute noch aus acht Metern am bärenstarken Cech scheiterte, machte es Kuyt kurz vor der Pause besser. Der Holländer, der wiederholt ein unglaubliches Pensum abspulte und durch unbändigen Einsatz auffiel, überwand Cech vom rechten Eck des Fünfmeterraums mit einem Schuss durch die Beine (43.). Die ansonsten gut organisierte Blues-Abwehr wirkte in dieser Szene chaotisch. Lampard hatte den Ball zunächst leichtfertig vor dem Strafraum verloren, dann sahen Makelele und A. Cole beim nachfolgenden, verunglückten Schussversuch von Mascherano nicht gut aus. Kuyt scherte das Durcheinander wenig, er vollstreckte eiskalt.

Nach Wiederanpfiff erdrückten die Reds ihren Kontrahenten fast. Chelsea war 20 Minuten komplett von der Rolle. Doch trotz der Überlegenheit fehlte es an ganz klaren Möglichkeiten. Babel verzog knapp (59.), Gerrard (85.) und Torres (90.+2) fanden ihren Meister in Cech.

Und dann kam die letzte Minute der Nachspielzeit, in der Unglücksrabe Riise den Blues das Tor zum Finale aufstieß …

Statistik

Liverpool: Reina – Arbeloa, Skrtel, Carragher, Aurelio (62. Riise) – Mascherano, Xabi Alonso – Kuyt, Gerrard, Babel (76. Benayoun) – Torres – Trainer: Benítez

Chelsea: Cech – Ferreira, Carvalho, Terry, A.Cole – Ballack (86. Anelka), Makelele, Lampard – J.Cole (63. Kalou), Malouda – Drogba – Trainer: Grant

Tore: 1:0 Kuyt (43.), 1:1 Riise (90.+5, Eigentor)

Schiedsrichter: Plautz (AUT)
Zuschauer: 41.985
Gelbe Karten: – / Terry


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