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[Darts] Premier League 14.Spieltag

3. Mai 2008, 11:12 geschrieben von Lucutus.

Die beiden Partien James Wade gegen John Part und Raymond van Barneveld gegen Terry Jenkins hatten nur noch statistischen Wert und dienten als Einstimmung auf die anderen beiden Spiele, die noch entscheidenen Einfluss auf die Tabelle hatten. Zunächst festigte James Wade Rang zwei in der Tabelle mit einem 8-5 Sieg über den amtierenden Weltmeister John Part, dessen erste Premier League-Saison in einem Desaster endete, den für den Kanadier blieb nur der achte und letzte Platz. Anschließend erging es Terry Jenkins nicht recht viel besser. The Bull, letzte Saison Finalist, kassierte beim 1-8 gegen Raymond van Barneveld eine weitere, bittere Klatsche. Für Barney steht unterm Strich Platz drei, er muss in den Play-Offs also nun gegen James Wade ran, während Jenkins als Siebter die Premier-League-Saison beendete.

Dann wurde es endlich spannend in Newcastle. Zunächst standen sich Adrian Lewis und Wayne Mardle gegenüber und es entwickelte sich ein hochspannendes und enges Match. Zwar spielte Jackpot insgesamt sieben 180er, aber Hawaii 501 ließ sich nicht abschütteln. Das es letztlich in einem 7-7 Remis endete, war nicht ungewöhnlich, da beide Spieler sich auf absoluter Augenhöhe befanden.

Nun hatte es Peter Manley selbst in der Hand. Ein Punkt hätte bereits ausgereicht für One Dart, aber er hatte die Rechung ohne den Wirt gemacht. Dieser hieß Phil Taylor und The Power zeigte keine Gnade. Ein einziges Leg konnte sich Manley sichern, wie schon in den letzten Wochen zeigte sich Taylor eine Klasse besser als die Konkurrenz, was durch eine 107er Average erneut deutlich unterstrichen wurde. Nutznießer der Pleite von Peter Manley war somit Adrian Lewis, der nun als Vierter die “Ehre” hat, in den Play-Offs gegen Phil Taylor ran zu müssen.

Die Statistik des vierzehnten Spieltags:

James Wade (ENG) – John Part (CAN) 8-5
Average: Wade 95.32 – 97.68 Part
100+: Wade 23 – 9 Part
140+: Wade 7 – 13 Part
180: Wade 4 – 3 Part
High-Finish: Wade 85 – 98 Part
LWAT*: Wade 2 – 1 Part

Raymond van Barneveld (NED – Terry Jenkins (ENG) 8-1
Average: van Barneveld 93.51 – 81.16 Jenkins
100+: van Barneveld 7 – 10 Jenkins
140+: van Barneveld 6 – 5 Jenkins
180: van Barneveld 4 – 0 Jenkins
High-Finish: van Barneveld 51 – 65 Jenkins
LWAT*: van Barneveld 3 – 0 Jenkins

Adrian Lewis (ENG) – Wayne Mardle (ENG) 7-7
Average: Lewis 92.23 – 87.75 Mardle
100+: Lewis 19 – 20 Mardle
140+: Lewis 3 – 8 Mardle
180: Lewis 7 – 2 Mardle
High-Finish: Lewis 75 – 100 Mardle
LWAT*: Lewis 2 – 2 Mardle

Phil Taylor (ENG) – Peter Manley (ENG) 8-1
Average: Taylor 107.21 – 101.59 Manley
100+: Taylor 14 – 16 Manley
140+: Taylor 6 – 8 Manley
180: Taylor 5 – 3 Manley
High-Finish: Taylor 167,121 – 20 Manley
LWAT*: Taylor 4 – 1 Manley

1000 £ Sonderprämie gingen dieses Mal wieder an Phil Taylor für das 167er Finish in Leg 4 gegen Peter Manley.

Die Tabelle nach den regulären Spielen:

Pl. Name Spiele S U N Legs LWAT Punkte
1. Phil Taylor 14 10 1 3 46 36 21
2. James Wade 14 9 2 3 22 27 20
3. Raymond van Barneveld 14 9 0 5 16 33 18
4. Adrian Lewis 14 4 4 6 -12 29 12
5. Wayne Mardle 14 4 4 6 -14 21 12
6. Peter Manley 14 3 5 6 -12 28 11
7. Terry Jenkins 14 3 3 8 -12 22 9
8. John Part 14 4 1 9 -28 27 9


LWAT heißt: Legs won againts throw, als Breaks, wenn der Gegner den Frame beginnt.

Die ersten vier erreichen den Finaltag am 26.05. in Cardiff.


Die Premier League wird nun eine dreiwöchige Pause einlegen, ehe es dann am 26.05. in Cardiff um den Gesamtsieg geht. Zunächst geht es im Halbfinale über die Distanz “Best of 21” – wer also als erster elf Legs auf seiner Seite hat, hat die Partie gewonnen. Das Finale, das direkt im Anschluss ausgetragen wird, geht dann über die Distanz “Best of 31” – hier müssen also 16 Legs her, um den Gesamtsieg und somit das Preisgeld von 100.000 £ zu kassieren.

Die Partien sehen folgendermaßen aus:

Raymond van Barneveld – James Wade
Adrian Lewis – Phil Taylor

Favorit ist ganz klar Phil Taylor, der sein Tief zum Jahresbeginn überwunden hat und wieder in der Form der letzten Jahre spielt. Am 21.02. kassierte Taylor die letzte Niederlage, danach war es nur noch Terry Jenkins, der The Power einen Punkt abknöpfen konnte. Adrian Lewis braucht nicht nur eigene absolute Bestform, um Taylor schlagen zu können, sondern muss auch darauf hoffen, das der dreifache Premier-League-Sieger einen ganz schlechten Tag erwischt.

Das zweite Halbfinale ist völlig offen. Zwar machte James Wade über die 14 Spieltage den etwas konstanteren Eindruck, aber einen Barney darf man niemals abschreiben. Der Holländer, der ja in England sehr beliebt ist, wird The Machine alles abverlangen, um endlich einmal das Finale der Premier League zu erreichen, denn 2007 (10-11- gegen Jenkins) und 2006 (3-11 gegen Roland Scholten) war jeweils im Halbfinale Schluß für Barney.


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