[Usertreff die Sechste] Kick'n'Grill in Münster
23. August 2008, 10:20 geschrieben von Tschaikowskij, abgelegt unter Deutscher-Fussball.
Endlich war es mal wieder soweit. Am Morgen des 9. August 2008 übermannten mich die Hassgefühle aufgrund meines klingelnden Weckers. “Und heut’ is’ auch noch Samstag … Samstag … da war doch was …”. Richtig. Der sechste Usertreff des Fussball-Forums stand vor der Tür! Also, Hasskapp in die Ecke, Dusche, Frühstück, Scheff abholen. Mit dr-snuggles und der Neu-Bingenerin whiteSnoopy auf den Highway Richtung Pott. Auf dem war dann auch nicht die Hölle los, so dass wir incl. dem obligatorischen Stop mit Frikadellenbrötchen in knapp vier Stündchen den Sportplatz am Maikottenweg in Münster enterten. Erster? Nö. Da saß schon das aus den Vorjahren bekannte “langhaarige Etwas”. Kival war Erster! Nach und nach trudelten auch der_raucher, Unon1985, Schneiderlein, Gea, das Auto mit Mario, Heiland und Brazzo (die Jungs hatten ein Stündchen auf der A45 geparkt ^^) und Francescoli ein. Auf-Auf, keine Ausreden mehr. Flugs die Fußballschuhe geschnürt und die Klingen auf dem Feld des Ruhmes gekreuzt.

Partie 1
whiteSnoopy – Francescoli – Brazzo, Unon1985 6
Heiland – Schneiderlein – Kival, Tschaikowskij 7
| Das Eröffnungsspiel bestritten zwei Mannschaften, die im Voraus durch TippTopp zwischen den beiden Mannschaftskapitänen Francescoli und Heiland entschieden wurden. Während Francescoli seine bajuwarischen Schergen Brazzo und Unon “the tunnel” 1985 auf den Flügeln um sich scharte und den freien Platz im Tor durch Rothose whiteSnoopy besetzte, holte sich Heiland zweifelsfrei Qualität in die Mannschaft. Dauerläufer Kival auf der rechten Seite wurde durch den soliden Abräumer Schneiderlein im Zentrum abgesichert. Die technische Brillanz eines Tschaikowskij – also meiner Wenigkeit – wurde als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff genutzt. Bei so viel geballter Kreativität, gepaart mit kompromissloser Präsenz konnte sich Heiland beruhigt zwischen die Pfosten zurückziehen. In einem umkämpften Match hatte die rheinisch-hanseatische Fraktion (zu wem hält eigentlich Kival?) kleine Vorteile zwischen den Pfosten, während das Team der roten Rothosen in der Vorwärtsbewegung zu überzeugen wusste. | Die wahre Nummer 1 – Der Heiland |
Am Ende einer fairen Partie, die durch lange Ball-Hol’-Unterbrechungen in die Geschichte eingehen wird, stand ein knapper, aber verdienter 7:6-Erfolg von Heilands Team.

Partie 2
whiteSnoopy – Schneiderlein – Kival, Unon1985 6
Tschaikowskij – Francescoli – Brazzo, Heiland 7
Nach einer kurzen Flüssigkeitsaufnahme, der Begrüßung des zwischenzeitlich eingelaufenen Elbefohlens incl. Begleiter und einer kurzen Regeldiskussion gings wieder auf den Acker. Die neu eingeführte Regel glich dem altbekannten “Drei Ecken, ein Elfer”, nur, dass für je drei ins Aus gespielte, geschlagene oder geblockte Bälle der Gegner einen Treffer gutgeschrieben bekam. Dies sollte den Spielfluss erhöhen und die Zeit für’s Bälleholen reduzieren. Zudem ließ Kival auf die Frage “Gleiche Mannschaften?” ein “Jung gegen Alt” fallen. Schnell wurde die Zahl 30 als Schallgrenze identifiziert, welche die Bajuwaren-Connection teilweise sprengte. Zu den Rekordmeistern Francescoli und Brazzo gesellten sich der große Konkurrent der Siebziger Heiland und ich als der ärgste Bayern-Verfolger der Neuzeit. Der Rostocker Bajuware mit Hoffenheimer Avatar Unon1985 verließ seine Spießgesellen und tat sich mit den Rothosen whiteSnoopy und Schneiderlein, …

… sowie mit Dauerläufer Kival zusammen. Letzterer beschwerte sich fortwährend, dass das Feld viel zu klein sei und er gar nicht ins Laufen käme. Wir entschieden uns wegen der doch recht überschaubaren Anzahl von Aktiven gegen die Variante “Großfeld”.
Wie von Francescoli prophezeit unterlagen die “Jungen” um Torfrau whiteSnoopy, das Ergebnis von 7:6 für die “Alten” war aber weit entfernt von seiner Prognose “da seh’n die doch keinen Stich”. Beim zwischenzeitlichen 2:2 erhöhte Unon per Beinschuss gegen den mittlerweile ins Tor der “Alten” gewechselten Edeltechniker Tschaikowskij (der Dauerläufer heißt ja Kival ^^) auf 4:2. Ich hatte vor der Partie groß getönt “Beinschusstor zählt doppelt”. Das Team um Teamchef und Spielgestalter Francescoli spielte aber seine ganze Routine aus und konterte gegen die in Führung liegenden “Jungen Wilden”. So konnte man diesen Rückstand auf 4:4 egalisieren, genau wie den neuerlichen 4:6-Rückstand zum 6:6. Als immer mehr die Nerven ins Spiel kamen nutzte Brazzo einen Traumpass zum Siegtreffer.

Partie 3
Schneiderlein – Kival, Unon1985 3
Tschaikowskij – Brazzo, Heiland 7
Francescoli verzog sich in der Pause vor dem dritten Spiel kurz nach Hause. Er redete etwas von privaten Verpflichtungen – die überwältigende Mehrheit der aktiven Kicker vermutete aber, dass Francescoli die Duschen auf dem Sportgelände bereits kenne. Außerdem deutete er auf seinen rechten Knöchel, der nach einer rüden Attacke von Kival geschwollen schien. Doch zu beidem später mehr. WhiteSnoopy streckte ebenfalls die Waffen und gesellte sich zum gaffenden, grölenden, pöbelnden und kölschsaufenden Mob am Spielfeldrand.

Prangermäßig seien hier die Namen der Ruchlosen angenagelt: dr-snuggles, Mario und der_raucher, allen voran sei aber Moderator Elbefohlen genannt, der sich trotz wiederholter Aufforderung nicht in eines der beiden Tore bemühte. Elbefohlens Begleiter hatten alle Hände voll zu tun, ihn vor schlimmerer Randale zurückzuhalten.

Gea beschoss alles was sich bewegte (also “keinen” der “Alten”-Mannschaft ^^) mit dem Blitzlicht des Fotoapparates.
Die Torpfosten wurden etwas näher beieinander gerückt und es wurde – technisch noch anspruchsvoller – ohne Torwart gespielt. Hier zeigte sich jetzt die ganze Abgewichstheit der älteren Herren Brazzo, Heiland und Tschaikowskij. Vorm Anpfiff wurde noch verhandelt (Tschaikowskij: “Bis fünf oder bis sieben?” – Kival: “Bis sieben!” – Brazzo: “OK, wenn wir zuerst fünf haben, dann bis fünf. Ansonsten bis sieben”), beim Stande von 5:3 für die “Alten” wurden die letzten Register gezogen (“Kival: “Hey, bis sieben natürlich!” – Brazzo: “Gut, dann bekommt ihr eben noch zwei Schnelle”), nach dem finalen 7:3 schlichen die Geschlagenen dann wie geprügelte Hunde vom Platz. Unon war dem Gefühl nach nicht mal mehr ein Beinschuss gelungen.

Das Nachspiel
So ergab es sich, dass die beiden hochbegabten Vollblutfußballer Heiland und Tschaikowskij an diesem Tage unbezwungen die Arena verlassen konnten, während Unon “Beinschuss” 1985 ohne ein einziges Erfolgserlebnis das Feld des Ruhmes räumen musste. Ach stopp! Der reichlich gerupfte Kollege bestand darauf, dass in diesem Bericht seine größte Heldentat entsprechend gewürdigt werden sollte. Laut seiner Zählung verpasste er Tschaikowskij drei Beinschüsse und Brazzo einen. Das muss passiert sein, als wir beiden uns auf’s Tore schießen konzentriert hatten.
Dann wurde das Thema “Duschen” akut. WhiteSnoopy bedachte die abgekämpfte Schar mit einem mitleidigen Lächeln und einem “Viel Spaß”. “Was denn?” … denke ich bei mir … “Die sieht doch geduscht aus…”. Jaja. “Duschen” ist auch ein weit dehnbarer Begriff. Sechs Helden (abzüglich whiteSnoopy und den mit Sicherheit warm duschenden Francescoli) können seit diesem verfluchten Samstag Nachmittag einen Ort auf der Erde nennen, an dem Wasser kälter als Null Grad werden kann und trotzdem seine Fließeigenschaften behält. Durch die Duschtemperatur von ganz ganz wenigen Zentimetern wohldurchblutet haben wir es aber trotzdem irgendwie ins Auto und in Richtung Schrebergarten von Mr. und Mrs. Raucher gepackt. Echte Helden … kennen eben keine Gnade.
Besetzung des Gartens
Saubere Buben (und Mädels) enterten also die Gartenparzelle der Rauchers in der Kleingartenanlage “Naturfreunde” zu Münster. Zum wiederholten Male war das einladende Gartenhäuschen Treffpunkt der schnackenden und schwatzenden Meute Fußballverrückter aus (fast) dem ganzen Bundesgebiet. Alleine auf dem folgenden Dokument trauter Diskussionskultur finden sich Vertreter aus dem hohen Norden (Kival, Union1985), dem wilden Westen (Heiland und die Lokalmatadoren Schneiderlein und Francescoli), dem Herzen der Republik (dr-snuggles) und dem goldenen Osten (Elbefohlen).

Völlig unterrepräsentiert war einmal mehr alles, was südlich des Weisswurschtäquators beheimatet ist. An dieser Stelle will ich auch einmal ein paar kritische Töne schicken in Richtung der bundesdeutschen Region, die so glorreiche Fußballmannschaften wie den 1. FC Nürnberg, den VfB Stuttgart und den TSV 1860 München hervorgebracht hat.
Was?? Ach ja, klar, und den FC Bayern ^^.
Ein Treffen, an dem wir mal einen Vertreter aus Bayern oder Baden-Württemberg willkommen heißen könnten, wäre ein komplettes Treffen. Aber nun – Back to Topic.
Das komische Gebräu in Zunft-Flaschen auf dem Tisch stellt übrigens den Versuch eines nicht näher genannten Moderatorenkollegen dar, die beim Treff anwesenden Biertrinker zu vergiften. Lieber Mario, wir als biertrinkende Bevölkerung wollen es hier noch einmal ganz deutlich zum Ausdruck bringen: “Kölsch ist kein Bier.”. Der liebevollen Fürsorge der Raucherin und des Rauchers (und besonders dem Pokergeschick der Raucherin ^^) ist es zu verdanken, dass die echten Biertrinker von frisch gezapftem Pils aus der nagelneuen “Bier-Max” beglückt wurden. Was Kölsch aus den Menschen machen kann sieht man im folgenden Bild bei Schneiderlein (sitzend, zweiter von links). Wir haben den Redaktionskollegen aber für den Abend wieder aufgebaut, er hat Marios feigen Anschlag überlebt.

Von Jogis Buben zu den Abstiegsrängen
Wie jedes Jahr war der Abend gespickt von Diskussionen um Synchronschwim … äääh … Fußball! Fußball, natürlich! Bei der üblichen Diskussion um das leidige Thema “Deutsche Meisterschaft” fiel auch wieder der übliche Name. Mit den 18 Erstligatrainern übereinstimmend wurde der FC Bayern zu Top-Favoriten erhoben. Witzigerweise war es die bajuwarische Fraktion (in Person von Francescoli), die dem Rekordmeister ein wesentlich schwereres Jahr als das vergangene prophezeite. Doch Francescoli (er hatte seinen geschundenen Knöchel zu Hause mangels Kühlakkus mit einem tiefgefrorenen Brot gekühlt) hatten wir bald weggelotst von so langweiligen Themen wie “die Meisterschaft des FC Bayern” und hingezogen zur Nationalmannschaft, der Europameisterschaft und Jogi Löws Arbeit. Die Analyse der Auftritte bei der EURO fiel wesentlich kritischer aus als es der Vize-Titel am Ende vermuten lässt. Joachim Löw wurden Fehler in Nominierung, Aufstellung und taktischer Ausrichtung angelastet. Hitzig wurde es kurz, als die Standardsituationen zur Sprache kamen. Diverse Leute forderten intensives Üben der Standards und kritisierten, dass es im deutschen Kader niemanden gab, der einen ruhenden Ball auch nur in die Nähe der gefährlichen Zone im Strafraum zu bringen wusste. Francescoli hielt dagegen, dass es für die angreifende Mannschaft keine reelle Chance gäbe, einen Standard zum Torerfolg abzuschließen, weil die Abwehrspieler einerseits mittlerweile eine sehr hohe Qualität hätten und andererseits dem Angreifer situationsbedingt im Vorteil wären.

Rückte man ein bissl weg vom Berufspessimisten Francescoli und stahl sich in die Nähe von Moderator Elbefohlen, waren drei Dinge nicht weit weg. Heiland, die einzig wahre Borussia und der Uffjesetzte. Ding eins und zwei hingen eng beisammen. Die einzig wahre Borussia, bekanntlicherweise just wieder aufgestiegen in die höchste deutsche Spielklasse, hat einen Platz im Herzen der beiden. Neben den beiden Nationalspielern im Kader der Fohlen warfen Heiland und Elbefohlen diverse andere Namen in den Ring, die dem VfL zum Klassenerhalt verhelfen sollten. Ich glaube mich an Friend, Rösler und Colautti erinnern zu können. Stimmt. Klasse-Leute. Die haben sich bei mir in FIFA08 schon durchgesetzt. In diesem Zusammenhang – es bestand nicht der geringste Zweifel am Klassenerhalt der Borussen – kamen auch die beiden Mitaufsteiger ins Spiel. Während viele den Hoffenheimern sofort einen einstelligen Tabellenplatz und mehr zutrauten, wusste mit dem 1. FC Köln keiner so recht was anzufangen. Sicher, der FC hat gut eingekauft und mit Christoph Daum einen hervorragenden Trainer, doch letzterer schürte schon wieder zu große Erwartungen (Richtung Europa) und so erwarteten viele den FC in der Abstiegsregion.
Angekommen im grauen Mittelfeld
Uffjesetzter muss laufen – dr-snuggles schenkt endlich mal nach … |
Und während Moderator Elbefohlen zum wiederholten Male Admin dr-snuggles zurechtwies, weil dieser den Uffjesetzten viel zu langsam nachschenkte, zogen wir weiter in Richtung Tischende. Dort hatte sich M & M (Moderator Mario) gerade in einen Rausch gebabbelt. Ziel seiner Kritik war mal wieder Friedhelm Funkel, der Trainer seiner Eintracht aus Frankfurt. Dieser hatte es gewagt, für die kommende Saison kein Saisonziel à la “einstelliger Tabellenplatz” oder “oberes Tabellendrittel” auszugeben, statt dessen sprach Funkel von “Platz 9 – 12”. Mario war aufgrund der überaus positiven wirtschaftlichen Situation der Eintracht wesentlich optimistischer. Ständig redete er von irgendwelchen Bonitätsindizes und forderte vehement, dieses finanzielle Kapital jetzt in Beine zu investieren. Das Wort “UEFA Cup” habe ich aber nicht von ihm vernommen. |
Ganz anders der rauchende Griller. Oder der grillende Raucher? Egal, ich hatte das Gefühl, es ist Bescheidenheit eingekehrt bei dem, dessen rechte Wade vom Wappen seines Fußballvereins – der einzig wahren Borussia – geziert wird. Der 3:1-Pokalerfolg in Essen wurde gebührend gefeiert, an die Saison seines BVB stellt der_raucher keine überzogenen Erwartungen. Irgendwo im Mittelfeld werden sie landen, die Honigbienchen, irgendwo vor dem FC Gelsenkirchen. Apropos. Die Königsblauen kommen nicht wirklich gut weg bei den Einschätzungen für die neue Saison. Auch wenn sie keiner so runterwertete wie der rauchende Griller. Geschieden haben sich die Geister am VfL Wolfsburg. Misstrauen an Felix Magaths Nachhaltigkeit als Trainer stehen den Bomben-Neueinkäufen gegenüber. Einige trauen den Wölfen sogar einen Champions League-Platz zu. Ganz im Gegensatz zur Hertha aus Berlin, einige Kollegen sehen die Alte Dame sogar als Abstiegskandidaten.
| Der Typ mit dem hässlichen Trikot ist übrigens Unon1985. Beim Kickchen am Nachmittag glänzte er neben guten spielerischen Ansätzen und seinen geschätzten vier Dutzend Beinschussversuchen mit einem blütenweißen Toni-Kroos-Trikot. Bezeichnenderweise war dieses Trikot nach rund eineinhalb Stunden Fußball auf einem Ascheplatz nicht mal schmutzig. Unons Abendgestaltung umwabern diverse Gerüchte. So ist zum Beispiel bis heute nicht bekannt, welche Gefälligkeiten er dem anwesenden Admin für die Korrektur seines Nicknames leistete. | ![]() Un(i)on1985 wechselte trikottechnisch nur die Farbe |
Je später am Abend
Es kam irgendwann wie es kommen musste. Ich hatte meinen USB-Stick gefunden, in das Noti des Rauchers gestopft und aus dem Gartenhausfenster lehnend lauthals “Bayern” von den Toten Hosen in Francescolis Ohr geschmettert. Dieser murmelte etwas von “populistischem Gegröle, dem sich Leute hingeben, die Dieter Bohlen schauen und AC-DC hören”. Wie soll ich mich da wehren? Heute auf der Herfahrt im Auto lief unter anderem “AC-DC Live”. Eine der Besten. Ich kann nur noch einen draufsetzen und bemängeln, dass ich am Vormittag die Wiederholung von fünf Folgen “Gute Zeiten – Schlechte Zeiten” verpasst habe. ^^
Richtig ausfallend wurde es aber, als des Rauchers Frau Gea erkannte, dass ich als bekennender Werderaner noch nie das Weserstadion von innen gesehen hatte. Unter wüsten Beschimpfungen wurde ich mehrfach aufgefordert, mein Trikot abzulegen, weil ich dessen nicht würdig erschien. Kunststück. Wenn man 150 Km vom Weserstadion wegwohnt. Erst panikartige Versprechungen, ich würde sämtliche mir aufgetragenen SV-Werder-Fangesänge und -lieder bis zum nächsten Usertreff auswändig lernen, sicherten mir die Unversehrtheit meines Leibes und Trikots.
Die Nachtruhe blieb weitestgehend von Klassikern verschont. whiteSnoopy, Unon1985, Heiland, dr-snuggles und Tschaikowskij betteten sich mehr oder minder bequem auf dem Boden der Hütte. Toll war der Fernseher und die Tatsache, dass die Olympischen Spiele in Peking aufgrund der Zeitverschiebung ab Drei Uhr Nachts Münsteraner Zeit live übertragen wurden. So kamen wir in den Genuss von Basketball (Schlaand – Angola), Beachvolleyball, Handball (u.a. Schlaand – Südkorea) und Schwimmen (Phelps’ Weltrekorde). Kurios dabei war, dass Kival sein Nachtlager vor der Hütte in diversen Campingstühlen und Bierzeltbänken aufgeschlagen hatte. Warum? Er meinte, in der Hütte sei kein Platz mehr gewesen. Ihm gehört nicht zuletzt aufgrund des ungemütlich klingenden Sturmes incl. Regen unser aller Respekt.
Vom morgendlichen Frühstück bleibt mir noch die eigenwillige Marmeladenkreation der Rauchers zu erwähnen. Leckere Erdbeeren als Grundlage genutzt, kredenzten sie uns die Geschmacksrichtungen “Chili”, “Zimt” und – aufgepasst – “Zwiebel-Knofi” (schüttel). Ja, werte Leser, es hört sich barbarisch, widerlich und abartig an, aber wenn man dem biergeschädigten Magen vorher etwas zu tun gegeben hatte, war dieser leicht knoblauchbehaftete Nachgeschmack der Erdbeeren gar nicht mal schlecht.

Sitzend v.l.: Brazzo, Paula mit Heiland (äääh, umgekehrt), Kival, Mario, Kerstin und Elbefohlen
Eingeklinkt: Francescoli (er lag zum Zeitpunkt des Fototermins zuhause mit nem halbgefrorenen Brot auf dem Knöchel ;o)
Jedenfalls nehme ich mir die Freiheit, der (meistens) lieben Gea und dem ganz lieben Raucher im Namen aller Teilnehmer ein riesiges Dankeschön auszusprechen. Es wurde zwar immer wieder heruntergespielt als “größere Grillparty”, aber ich weiß, dass es jede Menge zu regeln und zu organisieren gibt für die Ausrichtung des alljährlichen Fussball-Forum-Usertreffs. Ihr habt das wie immer vorbildlich hinbekommen und wir haben uns auch wie immer wohl und verhätschelt gefühlt. Auch wenn die Rückreise wesentlich ruhiger verlief als die Hinreise, komme ich für meinen Teil gerne mal wieder nach Münster. Danke schön!
Na, denn bis zum nächsten Treff. Ich hörte, Jerichow sei geplant. Oder Much. Oder Köln. Oder wieder Münster? We’ll see …
So long
Tschaikowskij
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