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Köln zeigt nach Özat-Kollaps Moral und siegt beim KSC

30. August 2008, 13:15 geschrieben von Elbefohlen, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Im Freitagsspiel – das durch einen Zusammenbruch von Geißbock-Kapitän Ümit Özat fast zur Nebensache geriet – gelang Aufsteiger 1. FC Köln mit einem 2:0 in Karlsruhe der erste Saisonsieg.

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Karlsruher SC 0:2 (0:0) 1. FC Köln

Aller guten Dinge sind drei. Nach zwei vergeblichen Versuchen eine 1:0-Führung über die Zeit zu bringen, klappte es für die Daum-Elf nun im dritten Anlauf. Nach 90 mäßigen Minuten entführte der Aufsteiger aus der Domstadt mit einem etwas glücklichen 2:0-Erfolg drei Punkte aus dem Karlsruher Wildparkstadion.

Die Partie stand in der sportlich ganz schwachen ersten Halbzeit kurz vor dem Abbruch. Im gesamten Stadion breitete sich nach einem Zusammenbruch Ümit Özats ein Schockzustand aus. Ohne Fremdeinwirkung war der Kölner Kapitän urplötzlich in der 26. Minute kollabiert und sackte bewusstlos zu Boden. Mit Tränen und Entsetzen reagierten die Kölner Spieler und Verantwortlichen auf das Geschehen. Doch als nach bangen Minuten von ärztlicher Seite Entwarnung gegeben wurde, bewies die Truppe Moral und signalisierte dem nachfragenden Referee Meyer, dass sie weiterspielen will.

Nach Minuten der Fassung, stand dann gegen Ende der zweiten Halbzeit doch noch der Fußball im Mittelpunkt. Die Gäste gingen mit einem der wenigen durchdachten Angriffe in Führung. Petit fand mit einem schönen Ball auf die rechte Seite den aufgerückten Geromel. Dieser ließ Eichner im Zweikampf alt aussehen und flankte vor das Tor, wo Novakovic lauerte und problemlos per Kopf einnickte (74.). Für den Torschützenkönig der vergangenen Zweitliga-Saison war es der dritte Treffer im dritten Spiel der Beletage.

KSC-Coach Becker setzte nun voll auf Offensive und schickte Iashvili und Kapllani auf den Rasen. Und tatsächlich, die Badener erwachten aus ihrer eigentümlichen Lethargie und drückten mit Macht auf den Ausgleich. Dieser wollte aber trotz hochkarätiger Chancen nicht fallen. Köln machte es besser und bewies zur Freude Daums endlich die geforderte Effizienz im Abschluss. Mit seinem einzigen Torschuss erhöhte Radu nach Kopfballverlängerung von Novakovic auf 2:0. Doch der spielendscheidende Treffer hatte einen Makel: Radu hatte den Ball mit der Hand mitgenommen.

Alle Proteste der KSC-Spieler nützten nichts, Schiri Meyer ließ das Tor gelten. Letztlich müssen sich die Gastgeber ob der Heimpleite an die eigene Nase fassen. Sie haben viel zu wenig investiert und zu lange auf Sicherheit gespielt.

Stimmen zu Özats Ohnmacht:

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): “Wir wussten erst nicht, was los war. Dann kam so etwas wie Panik auf. Er war, glaube ich bewusstlos. Da gerät der Fußball irgendwie zur Nebensache.”

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): “Ich konnte mich das ganze Spiel davon nicht freimachen. Wir haben ein Verhältnis, dass über das normale Trainer-Spielerverhältnis hinausgeht. Ich war damals bei dem Vorfall mit Foe im Stadion. Das wünscht man niemandem.”

Statistik

Karlsruhe: Miller – Celozzi, Sebastian, Stoll, Eichner – Aduobe (78. Kapllani), Mutzel (63. Porcello) – Freis, da Silva, Carnell (74. Iashvili) – Kennedy – Trainer: Becker

Köln: Mondragon – Ümit Özat (30. McKenna), Geromel, Mohamad, Brecko – Matip, Petit – Chihi (87. Broich), Antar, Radu – Novakovic (89. Scherz) – Trainer: Daum

Tore: 0:1 Novakovic (72.), 0:2 Radu (84.)

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 29.308 im Wildpark (Karlsruhe)
Gelbe Karte: Aduobe / –


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  1. cok cok gecmis olsun sana ümit kardesimm…. gute besserung


    — idris    Aug 31, 04:35    #

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