[1. Bundesliga 2008/09] 5. Spieltag
21. September 2008, 21:04 geschrieben von Mario, abgelegt unter Deutscher-Fussball.
Bayern München erlebte eine desaströse Heimniederlage gegen Kontrahent Bremen und überschattete damit alle anderen Ereignisse des 5. Spieltages.
| Bayer Leverkusen | 4:0 (2:0) | Hannover 96 |
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Statistik
Leverkusen: Adler – Castro (68. Schwegler), Haggui, Henrique, Kadlec – Rolfes – Renato, Vidal (73. Dum), Barnetta – Kießling, Helmes (67. Gekas). – Trainer: Labbadia
Hannover: Enke – Balitsch, Ismael (28. Fahrenhorst), Eggimann, Vinicius – Bastian Schulz, Jankow – Pinto, Schlaudraff (50. Zizzo), Huszti (46. Lala) – Stajner. – Trainer: Hecking
Tore: 1:0 Rolfes (5.), 2:0 Helmes (19.), 3:0 Helmes (59.), 4:0 Helmes (66.)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 22.000
Gelbe Karten: – Fahrenhorst, Pinto (2), Jankow (2)
| FC Bayern München | 2:5 (0:2) | SV Werder Bremen |
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Statistik
München: Rensing – Lucio, Demichelis, van Buyten (46. Borowski) – Lell (46. Oddo), van Bommel, Lahm – Ze Roberto (67. Sosa), Schweinsteiger – Toni, Podolski. – Trainer: Klinsmann
Bremen: Wiese – Prödl, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Baumann (46. Hunt) – Vranjes, Özil (77. Niemeyer) – Diego – Rosenberg (70. Sanogo), Pizarro. – Trainer: Schaaf
Tore: 0:1 Rosenberg (30.), 0:2 Naldo (45.), 0:3 Özil (54.), 0:4 Pizarro (59.), 0:5 Rosenberg (67.), 1:5 Borowski (71.), 2:5 Borowski (85.)
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Demichelis – Baumann, Vranjes
| FC Schalke 04 | 1:0 (1:0) | Eintracht Frankfurt |
Auf Schalke haben wir bisher immer gut ausgesehen. Ich denke, dass wir da was holen werden, so Friedhelm Funkels Statement vor der Partie. Seine Mannschaft indes, igelte sich von Beginn an im eigenen Strafraum ein, ließ Schalke kommen und war auf Torverhinderung bedacht. Eigene Initiative, zu zählbarem Erfolg zu kommen, war zu keinem Zeitpunkt der Partie zu beobachten. Der überragende Bundesliga-Debütant Jefferson Farfan kurbelte das Spiel des Meisterschaftsaspiranten immer wieder über die linke Seite an. Außenverteidiger Christoph Spycher zeigte sich angesichts der Spielfreude seines Gegenübers völlig überfordert. Einzig Oka Nikolov war es zu verdanken, dass Schalke zur Halbzeit durch das Eigentor von Patrick Ochs nur mit 1:0 führte. Chris wurde zudem nach Tätlichkeit in der 34. Minute des Feldes verwiesen. Im zweiten Abschnitt schaltete die Rutten-Elf zwei Gänge zurück und beschränkte sich auf Verwaltung des Ergebnisses. Zu harmlos waren die wenigen Frankfurter Angriffsbemühungen, um den hoch verdienten Sieg der Königsblauen ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Frankfurt bleibt mit zwei Punkten weiter sieglos und steht vor dem folgenden Heimspiel gegen Bielefeld gehörig unter Druck. Schalke reichte eine mäßige Leistung gegen schwache Hessen, die nach dem Platzverweis von Chris jegliche Trotzreaktion vermissen ließen und lediglich darauf bedacht waren, weitere Tore zu verhindern.
Statistik
Schalke: Fährmann – Rafinha, Bordon, Krstajic, Kobiaschwili – Westermann, Jones, Engelaar – Farfan, Kuranyi (83. Streit), Rakitic (72. Sanchez). – Trainer: Rutten
Frankfurt: Nikolov – Ochs, Russ, Galindo, Spycher – Chris – Fink, Toski (39. Bellaid) – Meier, Fenin (85. Steinhöfer) – Liberopoulos. – Trainer: Funkel
Tor: 1:0 Ochs (41., Eigentor)
Schiedsrichter: Herbert Fandel (Kyllburg)
Zuschauer: 61.542
Rote Karte: Chris nach einer Tätlichkeit (34.)
Gelbe Karten: Galindo, Spycher, Fenin
| Energie Cottbus | 1:1 (1:0) | VfL Bochum |
In einem über weite Strecken niveaulosem Spiel schaffte Energie Cottbus nach 373 torlosen Minuten endlich wieder einen Bundesligatreffer. Dennis Sörensen war es, der die Lausitzer in der 13. Minute nach einem der wenigen Höhepunkte des Spiels in Führung brachte. Doch die Freude darüber dauerte nur bis zur 48. Minute. Kurz nach dem Seitenwechsel war es Yahia, der einen der seltenen Bochumer Gefahrenmomente vor dem Cottbusser Tor zu nutzen wusste und zum gerechten 1:1 traf. Einen Sieger hatte diese Partie beleibe nicht verdient. Cottbus wartet damit weiterhin auf den ersten Sieg. Bochum hingegen scheint sich nach holprigem Start langsam zu finden.
Statistik
Cottbus: Tremmel – Radeljic (66. Pavicevic), Kukielka, Cvitanovic, Ziebig – Rost – Angelow, Skela – Rangelow, Jelic (54. Iliev), Sörensen (84. Jula). – Trainer: Prasnikar
Bochum: Fernandes – Pfertzel, Maltritz, Yahia, Bönig (77. Christian Fuchs) – Freier, Azaouagh, Imhof (33. Zdebel), Dabrowski – Sestak, Mieciel (65. Hashemian). – Trainer: Koller
Tore: 1:0 Sörensen (13.), 1:1 Yahia (48.)
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 12.174
Gelbe Karten: Skela, Rangelow – Imhof, Maltritz, Sestak (3), Zdebel
table{font-size:1.25em;border-bottom:1px solid #919179;margin-top:30px;margin-bottom:12px}.
| Arminia Bielefeld | 2:0 (0:0) | 1. FC Köln |
Der 1. FC Köln ist nach der verdienten Niederlage bei Konkurrent Bielefeld endgültig im Abstiegskampf angekommen. Dass man in diesem Duell keine Fußball-Feinkost geboten bekommen würde, war von vorneherein klar. Bielefeld war angesichts des 17. Tabellenplatzes, genau wie Gegner Köln, darauf bedacht das eigene Tor abzusichern und geduldig auf Chancen zu warten. Diese Taktik ging in der 74. Minute auf. Kamper, der erst in der 65. Minute für Halfar kam, erwies sich als Joker und verwandelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze. Schon drei Minuten später sorgte McKenna mit seinem Eigentor für die endgültige Entscheidung. Entscheidenden Anteil daran hatte allerdings Wichniarek, der das Leder über Torhüter Mondrogan und zwei Kölner Abwehrspieler hinweg gefühlvoll in Richtung Tor hob. McKenna netzte beim anschließenden Abwehrversuch selbst ein und Köln war geschlagen.
Statistik
Bielefeld: Eilhoff – Lamey, Herzig, Kucera, Schuler – Kauf – Kirch, Tesche – Katongo (85. Bollmann), Wichniarek (90.+1 Sadik), Halfar (65. Kamper). – Trainer: Frontzeck
Köln: Mondragon – McKenna, Geromel, Mohamad, Wome (80. Vucicevic) – Petit, Matip – Brecko, Antar (68. Scherz), Radu (85. Sanou) – Novakovic. – Trainer: Daum
Tore: 1:0 Kamper (74.), 2:0 McKenna (77., Eigentor)
Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)
Zuschauer: 24.400
Gelbe Karten: Scherz, Petit (3)
| Borussia M’Gladbach | 0:1 (0:1) | Hertha BSC Berlin |
Nach dem 1:5-Debakel in Hannover war Borussia Mönchengladbach vor eigener Kulisse auf Wiedergutmachung aus und wollte den zweiten Heimsieg einfahren. Doch was gegen Werder Bremen noch so eindrucksvoll gelungen war, erwies sich gegen kompakt auftretende Berliner als äußerst schwierig. Rückkehrer Neuville traf bezeichnenderweise für das glück- und formlose Spiel der Hausherren nach zwei hochkarätigen Chancen jeweils den Pfosten. Nachdem Kacar bereits in der 11. Minute eine der wenigen Unachtsamkeiten in der Gladbacher Defensive nutzen konnte, gelang es dem Aufsteiger in der Folge nicht Hertha nachhaltig unter Druck zu setzen. Berlin reichte eine mäßige Leistung zum zweiten Auswärtssieg in der noch jungen Saison und setzt sich im oberen Tabellendrittel fest. Gladbach hingegen befindet sich nach der 4. Niederlage im 5. Spiel bereits mitten im Abstiegskampf.
Statistik
Mönchengladbach: Heimeroth – Ndjeng, Callsen-Bracker, Daems, Voigt – Alberman, Bradley (65. Baumjohann) – Matmour (76. Touma), Marin – Neuville (65. Rösler), Friend. – Trainer: Luhukay
Berlin: Drobny – Friedrich, Kaka, Simunic, Stein – Kacar (62. Lustenberger), Cicero – Nicu, Woronin, Raffael (75. Piszczek) – Pantelic (85. Chahed). – Trainer: Favre
Tor: 0:1 Kacar (11.)
Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Zuschauer: 43.193
Gelbe Karten: Kaka, Chahed
| 1899 Hoffenheim | 4:1 (2:0) | Borussia Dortmund |
Nach der Uefa-Cup-Auftaktniederlage gegen Udinese und dem drohenden frühen Aus im internationalen Geschäft, wollte Borussia Dortmund bei Aufsteiger Hoffenheim zumindest sein Punktekonto in der Bundesliga weiter ausbauen und so für Frustbewältigung sorgen. Nach dem Schlusspfiff konnte man auf Seiten des BVB allerdings froh sein, dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen war. Zu groß war die Überlegenheit der TSG, die von Beginn an forsch nach vorne spielte und sich kaltschnäuzig im Ausnutzen der Torchancen zeigte. Ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg des Aufsteigers gegen desillusionierte Dortmunder, die sich über die gesamte Spiellänge fahrig und ideenlos präsentierten. Hoffenheim rückt damit auf den zweiten Tabellenplatz vor, während Dortmunds Höhenflug zunächst gestoppt wurde.
Statistik
Hoffenheim: Özcan – Beck, Nilsson, Compper, Ibertsberger – Weis, Luis Gustavo (74. Vorsah), Salihovic (75. Teber) – Carlos Eduardo – Ba (71. Obasi), Ibisevic
Dortmund: Weidenfeller – Rukavina, Subotic, Felipe Santana, Schmelzer – Federico (46. Blaszczykowski), Tinga, Sahin, Kringe (64. Kehl) – Valdez, Klimowicz (46. Sadrijaj)
Tore: 1:0 Ibisevic (5.), 2:0 Salihovic (25.), 3:0 Ibisevic (47.), 4:0 Carlos Eduardo (67.), 4:1 Santana (90.+1)
Schiedsrichter: Rafati (Hannover)
Zuschauer: 26.300 (ausverkauft)
Gelbe Karten: – / Valdez (1)
| VfL Wolfsburg | 3:0 (3:0) | Hamburger SV |
Wolfsburg entschied das Nord-Derby nach gut geführtem Spiel im ersten Abschnitt früh für sich, ließ den HSV zu keinem Zeitpunkt des Spiels zur Entfaltung kommen und nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt. Ganz im Gegensatz zu drei Partien der noch jungen Saison, in denen Hamburg jeweils nach Zweitorerückstand zurück ins Spiel fand, ließ Wolfsburg kein Aufbäumen der ambitionierten Hamburger zu. Zwar fiel der Sieg der Volkswagenstädter am Ende etwas zu hoch aus, keineswegs aber unverdient. Hamburg verlor damit zunächst die Tabellenführung an Schalke 04. Wolfsburg setzt seine Erfolgsserie weiter fort und bleibt auch im 5. Bundesligaspiel ungeschlagen.
Statistik
VfL Wolfsburg: Benaglio – Riether, Madlung, Barzagli, Schäfer – Josué – Hasebe (66. Saglik), Gentner (82. Zaccardo) – Misimovic – Dejagah (52. Santana), Grafite – Trainer: Felix Magath
Hamburger SV: Rost – Demel, Alex Silva, Mathijsen, Atouba – Jarolim, de Jong – Boateng (29. Pitroipa), Trochowski (65. Petric), Olic (82. Thiago Neves) – Guerrero – Trainer: Martin Jol
Tore: 1:0 Dejagah (15.), 2:0 Madlung (22.), 3:0 Grafite (28.)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Dejagah (3), Riether (1) / Demel (1), Boateng (1), Guerrero (2)
| VfB Stuttgart | 3:1 (1:1) | Karlsruher SC |
Lange Zeit bestimmte der KSC überraschenderweise Ball und Gegner und führte hoch verdient, ehe Khedira zum glücklichen Ausgleich traf. Auch nach dem Wechsel präsentierte sich Karlsruhe als das agilere und spielbestimmende Team. Wie aus dem Nichts dann die erneute Führung für den VfB durch Mario Gomez. Aber auch durch die Führung der Stuttgarter ließ sich Karlsruhe nicht schocken und behielt die Kontrolle des Spiels. Der fällige Ausgleich viel jedoch nicht. Stattdessen erhöhten die Schwaben kurz vor Schluss auf 3:1 und kamen so zu einem schmeichelhaften Sieg gegen einen starken aber glücklosen Karlsruher SC.
Statistik
VfB Stuttgart: Lehmann – Osorio, Boulahrouz, Tasci, Boka – Khedira, Hitzlsperger – Simak (46. Hilbert), Lanig – Gomez (88. Mandjeck), Cacau (70. Marica)
Karlsruher SC: Miller – Celozzi (83. Buck), Sebastian, Franz, Eichner – Porcello (77. Timm), Mutzel – Freis, da Silva, Iaschwili (78. Stindl) – Kennedy
Tore: 0:1 Freis (8.), 1:1 Khedira (22.), 2:1 Gomez (68.), 3:1 Marica (87.)
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 55.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Gomez (1), Tasci (1) / Buck (1), Franz (3), Iaschwili (1)
Die Tabelle
| Pl. | Verein | Spiele | Tore | Punkte |
| 1. | FC Schalke 04 | 5 | 9:4 | 11 |
| 2. | 1899 Hoffenheim | 5 | 10:6 | 10 |
| 3. | VfB Stuttgart | 5 | 8:4 | 10 |
| 4. | Hamburger SV | 5 | 11:10 | 10 |
| 5. | Bayer Leverkusen | 5 | 15:8 | 9 |
| 6. | VfL Wolfsburg | 5 | 11:7 | 9 |
| 7. | SV Werder Bremen | 5 | 13:8 | 8 |
| 8. | FC Bayern München | 5 | 12:9 | 8 |
| 9. | Hertha BSC Berlin | 5 | 7:7 | 8 |
| 10. | Borussia Dortmund | 5 | 9:10 | 8 |
| 11. | VfL Bochum | 5 | 5:5 | 5 |
| 12. | Arminia Bielefeld | 5 | 7:9 | 5 |
| 13. | 1. FC Köln | 5 | 4:8 | 4 |
| 14. | Hannover 96 | 5 | 5:10 | 4 |
| 15. | Karlsruher SC | 4 | 3:7 | 3 |
| 16. | Borussia M’Gladbach | 5 | 5:12 | 3 |
| 17. | Eintracht Frankfurt | 4 | 3:6 | 2 |
| 18. | Energie Cottbus | 5 | 1:8 | 2 |
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