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[1. Bundesliga 2008/09] 7. Spieltag

5. Oktober 2008, 18:14 geschrieben von Mario, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Die TSG 1899 Hoffenheim mischt weiter die Beletage des deutschen Fußballs auf und setzt sich nach dem Heimsieg gegen Frankfurt im oberen Tabellendrittel fest. Bayern München hingegen befindet sich weiter in der Krise und rangiert nach dem enttäuschenden 3:3 gegen Bochum im Mittelfeld. Jos Luhukays Tage als Trainer bei Borussia Mönchengladbach sind nach der erneuten Heimniederlage gegen den 1. FC Köln beendet. Der Klub gab am Abend die sofortige Trennung vom glücklosen Niederländer bekannt.

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Arminia Bielefeld 1:2 (0:1) Karlsruher SC

Zum ausführlichen Spielbericht

Statistik

Bielefeld: Eilhoff – Lamey (72. Laas), Herzig, Kucera, Schuler – Kauf – Marx, Tesche (56. Sadik) – Katongo, Wichniarek, Halfar (56. Kamper). – Trainer: Frontzeck

Karlsruhe: Kornetzky – Celozzi, Sebastian, Franz, Eichner – Porcello (79. Aduobe), Mutzel – Freis, da Silva (88. Carnell), Iaschwili – Kennedy (80. Kapllani). – Trainer: Becker

Tore: 0:1 Porcello (16.), 0:2 Freis (52.), 1:2 Herzig (86.)

Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Zuschauer: 20.900
Gelbe Karten: Wichniarek, Herzig – Kapllani, Freis

FC Bayern München 3:3 (2:1) VfL Bochum

Bayern München tritt in der Bundesliga weiterhin auf der Stelle. Bereits im dritten Spiel hintereinander enttäuschte der Rekordmeister und holte lediglich einen von neun möglichen Punkten. Selbst ein 3:1-Vorsprung nach 83 Minuten reichte nicht, um den anvisierten Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. Bochum nutzte die Nachlässigkeiten, die sich nach dem komfortablen Vorsprung in der Defensive der Münchner eingeschlichen hatten, konsequent aus und kam durch Dabrowski und Grote innerhalb von zwei Minuten zum glücklichen aber nicht unverdienten Ausgleich.

Statistik

München: Rensing – Oddo, Lucio, van Buyten, Lahm – Demichelis – Schweinsteiger (69. Sosa), Ze Roberto (74. Borowski), Ribery – Toni, Klose (69. Podolski). – Trainer: Klinsmann

Bochum: Fernandes – Pfertzel, Maltritz, Mavraj, Christian Fuchs – Schröder – Freier (73. Grote), Dabrowski – Azaouagh – Sestak (84. Ono), Kaloglu. – Trainer: Koller

Tore: 1:0 van Buyten (15.), 1:1 Kaloglu (29.), 2:1 Ze Roberto (45.), 3:1 Ze Roberto (68.), 3:2 Dabrowski (84.), 3:3 Grote (85.)

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Oddo, Sosa – Freier, Mavraj, Kaloglu (2)

VfB Stuttgart 4:1 (2:0) SV Werder Bremen

Fans des SV Werder Bremen erleben derzeit eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem grandiosen 5:4-Erfolg gegen Hoffenheim und dem unerwarteten Punktgewinn in der Champions-League bei Inter Mailand, zeigte sich die Schaaf-Elf wieder von ihrer hässlichen Seite. Mangelnde Laufbereitschaft, lässige Zweikampfführung und fehlende Entschlossenheit, machten es dem VfB Stuttgart relativ leicht, einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg klar zu machen.

Statistik

Stuttgart: Lehmann – Träsch, Tasci, Osorio, Magnin (83. Kovacevic) – Hilbert, Khedira, Hitzlsperger, Boka (77. Rudy) – Gomez (87. Lanig), Cacau. – Trainer: Veh

Bremen: Wiese – Fritz, Prödl (79. Hugo Almeida), Naldo, Pasanen – Baumann (46. Hunt) – Frings, Özil – Diego – Rosenberg, Pizarro (46. Sanogo). – Trainer: Schaaf

Tore: 1:0 Khedira (18.), 2:0 Träsch (29.), 3:0 Hilbert (63.), 3:1 Diego (65.), 4:1 Lanig (88.)

Schiedsrichter: Herbert Fandel (Kyllburg)
Zuschauer: 55.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Gomez (2), Boka (2), Lehmann (3) – Pasanen, Hunt (2), Fritz, Diego (2)

Bayer Leverkusen 0:1 (0:0) Hertha BSC Berlin

Fußball verkehrt in der Baustelle Bay-Arena. Das agilere, druckvollere und technisch versiertere Team über die gesamte Spiellänge stellte ganz klar die Elf von Bruno Labbadia. Irgendwie hatte Torhüter Drobny auf Berliner Seite jedoch etwas gegen einen Sieg Leverkusens. Reihenweise entschärfte er auch hochkarätigste Chancen von Kießling, Helmes und CO. In der 89. Minute kam es dann wie so oft im Fußball. Einen der wenigen Tempogegenstöße nutzte der klevere Andrey Woronin zum 0:1 für das Gästeteam, das den Spielverlauf vollends auf den Kopf stellte.

Statistik

Leverkusen: Adler – Castro, Manuel Friedrich, Henrique, Kadlec – Rolfes – Vidal (79. Dum), Renato Augusto, Barnetta – Kießling (70. Gekas), Helmes. – Trainer: Labbadia

Berlin: Drobny – Chahed, Arne Friedrich, Simunic, von Bergen – Dardai, Cicero – Raffael (87. Domowtschiski), Nicu – Woronin, Pantelic (82. Lustenberger). – Trainer: Favre

Tor: 0:1 Woronin (89.)

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 22.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Henrique – Simunic, Cicero (2)

Borussia M’Gladbach 1:2 (1:1) 1. FC Köln

Schon vor dem Spiel war klar, dass Jos Luhukay nur ein Sieg seiner Gladbacher würde weiterhelfen können. Mit diesem Druck schien sein Team nicht klar zu kommen. Die reifere, abgeklärtere und auch technisch versiertere Spielanlage zeigte der 1. FC Köln, der zudem das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte. Weder der wieder ins Team zurückgekehrte Oliver Neuville, noch Youngstar Markus Marin gelang es die optische Überlegenheit der Gastgeber in Zählbares umzumünzen. Milivoje Novakovic blieb es dann vorbehalten, mit einem sehenswerten Freistoßtor den Schlusspunkt in dieser vom Kampf geprägten Partie zu setzen. Während sich Köln damit ins Mittelfeld der Tabelle absetzte, wird die Situation für Gladbach am Tabellenende immer bedenklicher.

Statistik

Mönchengladbach: Heimeroth – Gohouri, Brouwers (75. Baumjohann), Daems, Jaures – Alberman (90.+1 Colautti), Paauwe – Matmour, Marin – Neuville, Friend. – Trainer: Luhukay

Köln: Mondragon – Brecko, Geromel, Mohamad, Wome – Petit (90. +1 McKenna), Pezzoni – Vucicevic (84. Radu), Antar, Ehret (69. Chihi) – Novakovic. – Trainer: Daum

Tore: 0:1 Ehret (5.), 1:1 Brouwers (10.), 1:2 Novakovic (88.)

Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Zuschauer: 54.067 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Brouwers, Alberman (2), Gohouri – Brecko (3)

1899 Hoffenheim 2:1 (0:0) Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt wartet auch nach dem 6. Spiel weiter auf den ersten Bundesliga-Sieg der noch jungen Saison. In der ersten viertel Stunde verstand es das Team von Friedhelm Funkel engagiert und konzentriert das Spiel offen zu gestalten. Dann übernahmen die Gastgeber mehr und mehr die Initiative. Die Offensivabteilung des Aufsteigers stellte die hessische Abwehr in der Folge immer wieder vor enorme Probleme, doch Oka Nikolov im Frankfurter Gehäuse bewahrte seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand. Nachdem Ba in 47. Minute den Bann dann endlich gebrochen hatte, kam die Eintracht durch ihre erste nennenswerte Torchance zum überraschenden Ausgleich (66.), ehe Ba nur fünf Minuten später für die erneute Führung sorgte (71.). Zwar bemühte sich die Funkel-Elf in der Folge und drängte auf den Ausgleich. Insgesamt gesehen war das aber zu wenig, um den verdienten Hoffenheimer Sieg ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Für Friedhelm Funkel und sein Team wird die Situation immer prekärer, man steckt mitten im Abstiegskampf. Hoffenheim hingegen setzt sich an der Tabellenspitze fest.

Statistik

Hoffenheim: Haas – Beck, Jaissle, Compper, Ibertsberger – Weis, Luiz Gustavo, Salihovic (76. Vorsah) – Obasi (75. Carlos Eduardo), Ibisevic (90.+2 Teber), Ba. – Trainer: Rangnick

Frankfurt: Nikolov – Ochs, Bellaid (63. Caio), Galindo, Spycher – Toski (84. Liberopoulos), Russ, Inamoto, Köhler – Steinhöfer (71. Mahdavikia) – Fenin. – Trainer: Funkel

Tore: 1:0 Ba (47.), 1:1 Steinhöfer (66.), 2:1 Ba (71.)

Schiedsrichter: Helmut Fleischer (Sigmertshausen)
Zuschauer: 26.300 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Luiz Gustavo (3) – Galindo (2), Inamoto

FC Schalke 04 2:2 (1:0) VfL Wolfsburg

“Kevin Kuranyi rettet Punkt”, so könnte die treffende Schlagzeile dieser Partie lauten. Die Führung des eigenwilligen und zuletzt immer wieder kritisierten Stürmers glich Dzeko in der 51. Minute aus, ehe Caiuby eine viertel Stunde später zur Führung für den VfL Wolfsburg traf. Doch auch durch die Hinausstellung von Ricardo Costa und den anschließenden Strafstoß konnte Schalke dem Spiel keine entscheidende Wendung geben. Torhüter Benaglio hielt den von Rafinha getretenen Elfmeter in blendender Manier. Erst in der Nachspielzeit gelang Kuranyi dann der glückliche aber keineswegs unverdiente Ausgleich, gegen eine Wolfsburger Mannschaft, die erst spät aufwachte, dann aber immer besser ins Spiel fand und um ein haar drei Punkte aus der Veltins-Arena entführt hätte.

Statistik

Schalke: Neuer – Rafinha, Bordon, Krstajic, Kobiaschwili – Jones (76. Sanchez) – Westermann, Engelaar – Farfan, Kuranyi, Altintop. – Trainer: Rutten

Wolfsburg: Benaglio – Riether, Ricardo Costa, Barzagli, Schäfer – Zaccardo, Josue – Dejagah (65. Caiuby/73. Madlung), Misimovic, Gentner (65. Hasebe) – Dzeko. – Trainer: Magath

Tore: 1:0 Kuranyi (20.), 1:1 Dzeko (51.), 1:2 Caiuby (66.), 2:2 Kuranyi (90.+3)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 60.549
Rote Karte: Ricardo Costa (71.)
Gelbe Karten: Krstajic, Kuranyi, Bordon, Jones – Riether (2), Misimovic (2)

Borussia Dortmund 1:1 (1:1) Hannover 96

Nach dem frühem Führungstreffer war Dortmund drauf und dran das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Als Robert Kovac in der 18. Minute auf das 96er Tor geköpft hatte, war der Ball bei Robert Enkes Abwehrversuch schon in vollem Umfang hinter der Torlinie, doch Schiedsrichter Wolfgang Stark verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Das vermeintliche Tor hätte spielentscheidenden Charakter gehabt. So fand Hannover zurück ins Spiel und kam durch Forssell zum Ausgleich. Fortan war es eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften hatten genügend Chancen um das Spiel für sich zu entscheiden. Letztendlich blieb es wegen des nicht gegebenen Tores bei der aus Sicht der Dortmunder unglücklichen Punkteteilung.

Statistik

Dortmund: Weidenfeller – Lee, Subotic, Kovac, Schmelzer – Kehl – Kringe (46. Frei), Tinga (71. Sahin) – Hajnal – Blaszczykowski, Valdez (82. Klimowicz). – Trainer: Klopp

Hannover: Enke – Cherundolo, Vinicius, Fahrenhorst, Rausch – Balitsch (76. Lala), Christian Schulz (71. Eggimann) – Stajner, Schlaudraff (83. Krebs), Huszti – Forssell. – Trainer: Hecking

Tore: 1:0 Valdez (10.), 1:1 Forssell (25.)

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Landshut)
Zuschauer: 66.900
Gelbe Karten: Klimowicz, Subotic (3) – Rausch

Energie Cottbus 1:2 (0:0) Hamburger SV

Der Hamburger SV ist dank eines glücklich zustande gekommenen Last-Minute-Sieges bei Energie Cottbus neuer Tabellenführer der 1. Fußball Bundesliga. Mladen Petric, den man von Borussia Dortmund loseisen konnte, war erneut der Matchwinner für die Hanseaten, die längst nicht über die gesamte Spiellänge zu überzeugen wussten. Cottbus agierte trotz Heimvorteil aus einer gewohnt dichten Abwehr heraus und beschränkte sich auf Spielzerstörung und Konter, was den HSV nicht zur Entfaltung kommen ließ und nur mit Mühe durch Olic zur Führung gereichte. Jelic konnte in der 74. Minute für in der Folge etwas engagierter auftretende Gastgeber ausgleichen, ehe Petric eine Unachtsamkeit in der Lausitzer Deckung nach einem Eckball in allerletzter Sekunde zum etwas glücklichen HSV-Sieg nutzen konnte.

Statistik

Cottbus: Tremmel – Pavicevic (85. Radeljic), Kukielka, Cvitanovic, Cagdas – S. Angelov, T. Rost – D. Sörensen (68. Jula), Vasiljevic (63. I. Mitreski), Iliev – B. Jelic – Trainer: Prasnikar

Hamburg: F. Rost – Demel, B. Reinhardt, Mathijsen, Atouba (8. Jansen, 50. J. Boateng) – Jarolim, de Jong – Trochowski, Guerrero (86. Pitroipa), Olic – Petric – Trainer: Jol

Tore: 0:1 Olic (54.), 1:1 B. Jelic (74.), 1:2 Petric (90.)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 17.007
Gelbe Karten: T. Rost, Cagdas – Jarolim, Olic, Demel

Die Tabelle

Pl. Verein Spiele Tore Punkte
1. Hamburger SV 7 14:11 16
2. 1899 Hoffenheim 7 16:12 13
3. VfB Stuttgart 7 12:8 13
4. Bayer Leverkusen 7 18:11 12
5. FC Schalke 04 7 11:7 12
6. Borussia Dortmund 7 13:11 12
7. SV Werder Bremen 7 19:16 11
8. Hertha BSC Berlin 7 8:8 11
9. VfL Wolfsburg 7 14:11 10
10. 1. FC Köln 7 7:9 10
11. FC Bayern München 7 15:13 9
12. Karlsruher SC 6 7:9 9
13. Hannover 96 7 7:11 8
14. VfL Bochum 7 10:11 6
15. Arminia Bielefeld 7 9:12 6
16. Energie Cottbus 7 3:10 5
17. Eintracht Frankfurt 6 5:9 3
18. Borussia M’Gladbach 7 6:15 3

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