[1. Bundesliga 2008/09] Die Lage der Liga 08/34
21. Oktober 2008, 01:36 geschrieben von Schneiderlein, abgelegt unter Deutscher-Fussball.
Bayern und Gladbach können Talfahrt stoppen. Werder gibt kurz vor dem Abpfiff noch den Sieg aus der Hand und der HSV kommt zuhause gegen Schalke über ein 1:1-Unentschieden nicht hinaus.
Das Auftaktspiel zum 8. Spieltag fand in Bochum statt, wo der VfL im heimischen rewirpowerStadion Borussia Mönchengladbach empfing. Und die Fohlen ertrotzen immerhin nach einem 2:1-Rückstand und der Talfahrt der letzten Wochen unter Interimscoach Christian Ziege einen Auswärtspunkt. Nachfolger des nach der Niederlage im Derby gegen Köln entlassenen Jos Luhukay wird Hans Meyer, der bereits von 1999 bis 2003 als Trainer in Gladbach tätig war.
Weiter ungebremst in die Krise schliddert die Frankfurter Eintracht, bei denen Trainer Friedhelm Funkel vor einer Schicksalswoche steht. Das Nachholspiel vor den eigenen Fans, die bereits bei der 2:0-Pleite gegen wieder starke Leverkusener „Funkel raus“ skandierten, sowie die Partie am kommenden Samstag in Cottbus werden über das Schicksal des Trainers entscheiden, auch wenn sich der Vorstand derzeit noch hinter Funkel stellt. Platz 18 und noch kein einziger zu Buche stehender Sieg können nicht zufrieden stellen.
Einen Schritt aus der Krise machte dagegen die Klinsmann-Elf. In einem kampfbetonten Spiel gelang Miroslav Klose kurz vor dem Abpfiff das einzige und erlösende Siegtor für den Meisterschaftsfavoriten aus der bayerischen Landeshauptstadt. Fünf Punkte trennen den FC Bayern München, auf Platz 11 stehend, jetzt nur noch von Tabellenführer Hamburger SV, der daheim gegen den FC Schalke 04 nicht über ein 1:0 hinauskam. Überhaupt ist es eng wie lange nicht mehr in der Tabelle.
Punktgleich in unmittelbarer Nachbarschaft zum FC Bayern steht der Hauptkonkurrent der Münchener Nummer 1 der letzten Jahre, Werder Bremen. Die Hanseaten mussten sich daheim gegen kämpfende Dortmunder mit einem Unentschieden begnügen. Dabei gelang dem Dortmunder Zidan in einem kuriosen Bundesligaspiel erst in der Nachspielzeit der Anschlusstreffer, nachdem Bremen nur wenige Minuten zuvor einen 2:1-Rückstand in eine 3:2-Führung verwandelt hatte. Am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden, auch wenn es aus Dortmunder Sicht glücklich zu nennen ist.
Mit Werder Bremen und dem FC Bayern München stehen somit zwei Teams, die man gewöhnlich ganz oben in der Tabelle findet, in der unteren Tabellenhälfte. Oben finden sich derzeit dagegen abgesehen von Hamburg und Leverkusen Vereine, die man in den letzten Jahren nicht unter den Top Five der Liga zu suchen hatte. Den Anfang macht dabei die TSG 1899 Hoffenheim. Das vieldiskutierte Mäzenatentum Dietmar Hopps hin oder her, die Liga muss neidlos anerkennen, dass Hoffenheim erfrischenden Fußball spielt. Und die Offensivpower wird derzeit auch mit Punkten belohnt: 5:2 hieß es nach 90 Minuten in der Hannoveraner AWD-Arena. Das bringt der Truppe unter Trainer Ralf Rangnick den zweiten Tabellenplatz ein.
Es folgt hinter Leverkusen auf Rang 4 Hertha BSC Berlin. Bei der Alten Dame hatte Übungsleiter Lucien Favre Topptorjäger Pantelic suspendiert, nachdem dieser unabgemeldet dem Training ferngeblieben war. Der Sieg gegen den VfB Stuttgart musste allerdings mühsam erarbeitet werden. Überhaupt ist die Berliner Hertha eher glanzlos erfolgreich.
Dasselbe ließ sich bis dato auch für den VfL Wolfsburg sagen. Nach Platz 5 in der vergangenen Saison und Rekordtransfers in der Sommerpause war die Magath-Elf ziemlich holperig in die neue Saison gestartet. Nun setzten die Niedersachsen gegen Arminia Bielefeld, die mittlerweile nur noch ein mageres Pünktchen von Platz 16 trennt, mit einem 4:1-Sieg ein Ausrufezeichen.
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