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[1. Bundesliga 2008/09] 14. Spieltag

24. November 2008, 11:45 geschrieben von Mario, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Auch am 14. Spieltag der 1. Fußball Bundesliga nimmt das Märchen Hoffenheim in Form der erneuten Tabellenführung des Aufsteigers konkrete Strukturen an. Der Sensations-Aufsteiger verdrängte Bayer Leverkusen, das in Bielefeld strauchelte. Bayern München hält indes durch ein klares 4:1 gegen Schlusslicht Cottbus den Anschluss. Für Armin Veh war die 1:4-Niederlage in Wolfsburg gleichbedeutend mit dem Ende seiner Amtszeit beim VfB Stuttgart.

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Karlsruher SC 0:1 (0:1) Borussia Dortmund

Der Wildpark mutiert zum Streichelzoo

Statistik

Karlsruhe: Miller – Celozzi, Sebastian, Stoll, Eichner – Mutzel, Aduobe (60. Staffeldt) – Freis, da Silva (81. Kennedy), Iaschwili (46. Stindl) – Kapllani – Trainer: Becker

Dortmund: Weidenfeller – Owomoyela, Hummels, Subotic, Lee – Sahin (84. Felipe Santana) – Tinga, Kringe – Hajnal – Blaszczykowski (90. Buckley), Zidan (74. Frei) – Trainer: Klopp

Tor: 0:1 Zidan (20.)

Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 29 657
Gelbe Karten: Stindl (1) / –

FC Bayern München 4:1 (2:1) Energie Cottbus

Der FC Bayern München hält im Kampf um die Tabellenspitze nach einem überzeugenden 4:1-Sieg über Schlusslicht Energie Cottbus weiter den Anschluss. Zwar mussten die Münchner zunächst einen Rückstand verdauen, weil Skela einen Freistoß direkt verwandelt hatte, bei dem die Abwehr und Torhüter Rensing nicht besonders gut aussahen. Doch bereits vier Minuten später konnte der einmal mehr überragend agierende Ribery ausgleichen. Demichelis, Klose und Toni schraubten das Ergebnis dann in die Höhe. Auch vor dem Lausitzer Führungstreffer, der wie aus heiterem Himmel fiel, stellte der Meister das wesentlich bessere Team, das jedoch teilweise fahrlässig mit den zahlreichen Torchancen umging.

Statistik

München: Rensing – Oddo, Lucio, Demichelis (46. van Buyten), Lahm – Schweinsteiger (64. Kroos), Ze Roberto (72. Ottl), van Bommel, Ribery – Toni, Klose. – Trainer: Klinsmann

Cottbus: Tremmel – Radeljic, Kukielka, Cagdas, Ziebig – Rivic (46. Sörensen), Kurth, Rost, Iliev (74. Jula) – Skela – Rangelow (58. Jelic). – Trainer: Prasnikar

Tore: 0:1 Skela (25.), 1:1 Ribery (29.), 2:1 Demichelis (38.), 3:1 Klose (54.), 4:1 Toni (59.)

Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)

FC Schalke 04 3:1 (3:1) Borussia M’Gladbach

Erneuter Rückschlag für Borussia Mönchengladbach im Kampf um den Klassenerhalt. Altintop und Farfan per Foulelfmeter sorgten früh für klare Verhältnisse in der Veltins-Arena. Friend, nach Klassepass von Baumjohann, brachte Gladbach wieder zurück in die Partie, die fortan relativ ausgeglichen verlief und in der Gladbach sogar das etwas bessere Team stellte. Doch durch einen erneuten Blackout in der Viererkette stand Altintop Sekunden vor dem Pausenpfiff plötzlich frei vor Gospodarek, umkurvte den Torhüter und schob zur Entscheidung ein. Im sicheren Gefühl des Sieges, verwaltete Schalke das Ergebnis im zweiten Abschnitt bis zum Schlusspfiff.

Statistik

Schalke: Neuer – Westermann, Höwedes, Bordon (79. Krstajic), Pander – Jones, Engelaar (69. Ernst) – Rakitic – Farfan, Kuranyi (74. Asamoah), Altintop. – Trainer: Rutten

Mönchengladbach: Gospodarek – Levels (46. Dorda), Daems, Gohouri, van den Bergh (46. Matmour) – Paauwe – Alberman (70. Colautti), Bradley – Baumjohann, Marin – Friend. – Trainer: Meyer

Tore: 1:0 Altintop (17.), 2:0 Farfan (23., Foulelfmeter), 2:1 Friend (30.), 3:1 Altintop (45.)

Schiedsrichter: Jochen Drees (Mainz)
Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Jones (2) – van den Bergh, Levels, Dorda

VfL Wolfsburg 4:1 (0:1) VfB Stuttgart

Bis zur Halbzeit sah es zwischen Gastgeber Wolfsburg und dem VfB Stuttgart nach einer engen Partie aus. Die Schwaben führten durch Lanigs Treffer in der 17. Minute etwas glücklich. Im zweiten Abschnitt machte Magaths Team dann allerdings ernst und setzte den VfB mehr und mehr unter Druck. Schließlich glich Grafite in der 51. Minute aus und entschied die Partie mit seinem 11. Saisontreffer in der 76. Minute vorzeitig, denn Stuttgarts Gegenwehr ließ nach dem Führungstreffer der Niedersachsen spürbar nach. Trainer Armin Veh sprach nach der Partie von mentalem Einbruch seiner Elf. Die Führungsetage der Schwaben erlitt nach der erneuten Niederlage wohl ebenfalls einen mentalen Einbruch und gab heute die Beurlaubung ihres Übungsleiters nebst Co-Trainer Alfons Higl bekannt.

Statistik

Wolfsburg: Benaglio – Riether (61. Zaccardo), Ricardo Costa, Barzagli, Schäfer – Josue – Hasebe (46. Krzynowek), Gentner – Misimovic – Dzeko (90. Caiuby), Grafite. – Trainer: Magath

Stuttgart: Lehmann – Boulahrouz, Tasci, Delpierre, Magnin – Lanig, Hitzlsperger, Simak (46. Boka/78. Ljuboja) – Elson – Gomez, Cacau. – Trainer: Veh

Tore: 0:1 Lanig (17.), 1:1 Grafite (51.), 2:1 Grafite (76.), 3:1 Dzeko (79.), 4:1 Dzeko (85.)

Schiedsrichter: Helmut Fleischer (Sigmertshausen)
Zuschauer: 26.897
Gelbe Karten: Ricardo Costa (2), Grafite, Misimovic (3) – Lanig (2), Cacau (2)

Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0) Hannover 96

Durch einen überzeugenden, doch laut Trainer Funkel zu hoch ausgefallenen 4:0-Sieg über Konkurrent Hannover 96 hat Eintracht Frankfurt Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle hergestellt und das Punktepolster zur Abstiegszone auf sechs Zähler verbessert. Neuzugang Nikos Liberopoulos avanciert bei den Hessen immer mehr zum Goalgetter, steuerte Treffer vier und fünf zum wichtigen Sieg der Eintracht bei, die nach der deutlichen 0:4-Niederlage in Dortmund die gewünschte Reaktion zeigte. Nach zähem Beginn und leichten Vorteilen für die Gäste riss Frankfurt das Geschehen an sich und kam prompt zu einigen vielversprechenden Torszenen, wovon zwei zum Erfolg führten (25., 40.). Nach dem Seitenwechsel investierte Hannover angesichts der drohenden Niederlage mehr ins Spiel, ohne die Gastgeber dabei allerdings ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Markus Pröll, der für den verletzt ausgeschiedenen Nikolov gekommen war, reagierte bei den wenigen Chancen bravourös und war vor allem bei Standardsituationen stets auf dem Posten. In der 82. Minute stockte den 39.000 Zuschauern, sofern sie es mit der Eintracht hielten, der Atem. Nach einem Zweikampf zwischen Bellaid, der für den zuletzt schwachen Galindo ins Team gekommen war, und Hanke im Strafraum, entschied Schiedsrichter Perl zunächst auf Strafstoß, was sogar die 96er sichtlich überraschte. Nach heftigen Protesten der Eintracht-Spieler und Rücksprache mit seinem Assistenten, revidierte Perl seine Entscheidung allerdings, womit er wohl auch goldrichtig lag. Vier Minuten später entschied Liberopoulos dann mit seinem zweiten Treffer die Partie, nach dem Hannover infolgedessen etwas konsterniert wirkte. Martin Fenin, der neben dem Griechen bester Akteur auf dem Platz war, durfte sich in der Nachspielzeit auch noch in die Torschützenliste eintragen und erhöhte sogar noch auf 4:0.

Statistik

Frankfurt: Nikolov (46. Pröll) – Ochs, Russ, Bellaid, Köhler – Fink, Inamoto – Caio (73. Toski), Steinhöfer – Fenin, Liberopoulos – Trainer: Funkel

Hannover: Fromlowitz – Cherundolo, Eggimann, Fahrenhorst, Rausch (83. Zizzo) – Bastian Schulz (46. Pinto), Balitsch, Huszti, Christian Schulz – Bruggink (73. Yigitusagi) – Hanke.
Trainer: Hecking

Tore: 1:0 Liberopoulos (25.), 2:0 Russ (40.), 3:0 Liberopoulos (86.), 4:0 Fenin (90.+2)

Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Zuschauer: 39.600
Gelbe Karten: Fenin (3), Bellaid (2)

Statistik

VfL Bochum 2:3 (0:3) Hertha BSC Berlin

Zwei vollkommen unterschiedliche Halbzeiten bekamen die 18.000 Zuschauer in Bochum geboten. Im ersten Abschnitt stellte Hertha BSC Berlin das wesentlich bessere Team, was die 3:0-Führung eindrucksvoll untermauerte. In seiner Halbzeitansprache muss Bochums Trainer Koller dann wohl die richtigen Worte gefunden haben. Sein Team kam wie verwandelt aus der Kabine und setzte Berlin von Beginn an unter Druck, wurde am Ende aber nicht belohnt. Nach Mieciels Anschlusstreffer (74.) hatte der VfL den Ausgleich mehrfach auf dem Fuß. Am Ende fehlten aber die nötige Präzision und Kaltschnäuzigkeit, um die Niederlage noch abzuwenden. Bochum rutscht damit auf den Relegationsplatz, während sich Hertha BSC Berlin im oberen Tabellendrittel festsetzt und gerade mal einen Punkt weniger auf dem Konto hat als die Elite der Liga, der FC Bayern sowie Bayer Leverkusen, die beide hinter Hoffenheim rangieren.

Statistik

Bochum: Fernandes – Pfertzel, Maltritz, Yahia, Bönig (46. Christian Fuchs) – Zdebel – Freier, Dabrowski – Azaouagh (65. Epalle) – Kaloglu (46. Sestak), Mieciel. – Trainer: Koller

Berlin: Drobny – Chahed, Friedrich, Simunic, Stein – Dardai (82. Kaka), Kacar (73. Lustenberger) – Nicu, Cicero – Raffael – Woronin (82. Pantelic). – Trainer: Favre

Tore: 0:1 Raffael (25.), 0:2 Kacar (33.), 0:3 Cicero (39.), 1:3 Sestak (50.), 2:3 Mieciel (74.)

Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Zuschauer: 18.248
Gelbe Karten: Freier (5/2) – Simunic (3)

Arminia Bielefeld 2:1 (0:0) Bayer Leverkusen

Bayer Leverkusen, als Tabellenführer nach Ostwestfalen gereist, ist bei seinem Angstgegner Arminia Bielefeld gestrauchelt und musste die TSG 1899 Hoffenheim wieder an sich vorbeiziehen lassen. Die Rheinländer konnten zu keiner Phase des Spiels an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und verloren verdient. Bielefeld stellte das aggressivere, entschlossenere und leidenschaftlichere Team, das am Ende für seinen Einsatz belohnt wurde. Wichniarek, der langsam zur Lebensversicherung der Arminia wird, und Halfar trafen für Bielefeld, ehe Patrick Helmes der Anschluss gelang. Mit Glück und Geschick retteten aufopferungsvoll kämpfende Arminen den Vorsprung jedoch über die Ziellinie.

Statistik

Bielefeld: Eilhoff – Lamey, Herzig, Kucera, Schuler – Kauf, Marx – Kirch, Katongo (46. Halfar), Kamper (81. Mijatovic) – Wichniarek (90.+1 Aigner). – Trainer: Frontzeck

Leverkusen: Adler – Sarpei (67. Dum), Friedrich, Henrique, Kadlec – Rolfes – Renato Augusto, Vidal (72. Gekas), Barnetta – Helmes, Kießling. – Trainer: Labbadia

Tore: 1:0 Wichniarek (53.), 2:0 Halfar (69.), 2:1 Helmes (78.)

Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)
Zuschauer: 20.700
Rote Karte: Dum wegen groben Foulspiels (87.)
Gelbe Karten: Eilhoff, Kauf (3) – Rolfes (2)

1. FC Köln 1:3 (0:1) 1899 Hoffenheim

Scheinbar unaufhaltsam steuert Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim durch die 1. Bundesliga und zog erneut an Bayer Leverkusen vorbei. Der 1. FC Köln war in Sachen Kampf- und Laufbereitschaft lange Zeit ebenbürtig, musste sich letztendlich aber der spielerischen Überlegenheit des Tabellenführers beugen. Ibisevic bewies dabei einmal mehr seine Extraklasse und erhöhte sein Konto auf ansehnliche 16 Saisontore. Petit hatte zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt. In dieser Phase des Spiels war Köln dem Ausgleich nahe, ehe der Serbe für die Entscheidung in einer hitzigen sowie unterhaltsamen Partie sorgte. Schiedsrichter Aytekin hatte zuvor McKenna (52.) auf Kölner sowie Luiz Gustavo (55.) auf Hoffenheimer Seite des Feldes verwiesen.

Statistik

Köln: Mondragon – McKenna, Geromel, Mohamad, Wome – Pezzoni, Petit – Vucicevic (62. Sanou), Antar (69. Matip), Chihi (62. Radu) – Novakovic. – Trainer: Daum

Hoffenheim: Haas – Janker (90.+1 Nilsson), Jaissle, Compper, Löw – Weis (84. Teber), Luiz Gustavo, Salihovic, Carlos Eduardo (71. Vorsah) – Ibisevic, Ba. – Trainer: Rangnick

Tore: 0:1 Ba (32.), 0:2 Ibisevic (67.), 1:2 Petit (78.), 1:3 Ibisevic (88.)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Nürnberg)
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)
Rote Karte: McKenna
Gelb-Rote Karte: Luiz Gustavo
Gelbe Karten: Mohamad (3), Mondragon (3), Antar (3) – Löw, Jaissle (3), Salihovic (5)

Hamburger SV 2:1 (1:1) SV Werder Bremen

Der SV Werder Bremen ist nach der Niederlage im Nordderby beim Hamburger SV endgültig im Mittelmaß angekommen. Hamburg war durch Guerrero schnell in Führung gegangen, doch Bremen konnte durch einen perfekt getretenen direkten Freistoß von Diego ausgleichen. Mit einem Traumtor Marke Tor des Jahres durch Olic, der aus 20 Metern vom rechten Straufraumeck unwiderstehlich abzog und zur eigenen Überraschung haargenau ins linke Tordreieck traf, ging die Jol-Elf erneut in Führung und rettete den Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Hamburg hält mit diesem Sieg weiter Anschluss an die Spitzengruppe.

Statistik

Hamburger SV: Rost – Boateng, Reinhardt, Mathijsen, Jansen (73. Aogo) – Demel (59. Benjamin), Alex Silva – Trochowski, Guerrero, Olic – Petric (90. Pitroipa). Trainer: Jol

Werder Bremen: Wiese – Pasanen, Mertesacker, Naldo, Tosic – Baumann – Frings, Hunt (86. Rosenberg) – Diego – Hugo Almeida, Pizarro. Trainer: Schaaf

Tore: 1:0 Guerrero (6.), 1:1 Diego (24.), 2:1 Olic (74.)

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 56 121
Gelbe Karten: Reinhardt (3), Boateng (3), Alex Silva (2) / Diego (3), Baumann (2)

Die Tabelle

Pl. Verein Spiele Tore Punkte
1. 1899 Hoffenheim 14 37:20 31
2. Bayer Leverkusen 14 32:17 28
3. FC Bayern München 14 33:21 28
4. Hertha BSC Berlin 14 21:18 27
5. Hamburger SV 14 22:22 26
6. Borussia Dortmund 14 25:18 24
7. FC Schalke 04 14 22:13 23
8. VfL Wolfsburg 14 32:22 22
9. SV Werder Bremen 14 32:26 20
10. 1. FC Köln 14 15:20 19
11. VfB Stuttgart 14 19:21 18
12. Eintracht Frankfurt 14 19:23 16
13. Hannover 96 14 15:27 13
14. Arminia Bielefeld 14 14:23 12
15. Borussia M’Gladbach 14 15:27 11
16. VfL Bochum 14 17:23 10
17. Karlsruher SC 14 12:25 10
18. Energie Cottbus 14 8:24 9

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