[1. Bundesliga 2008/09] 16. Spieltag
7. Dezember 2008, 18:27 geschrieben von Mario, abgelegt unter Deutscher-Fussball.
Langsam aber sicher werden die Verhältnisse in der 1. Bundesliga wieder gerade gerückt. Meister Bayern München trennt lediglich die gegenüber Hoffenheim schlechtere Tordifferenz von der anvisierten Tabellenführung. Dennoch wurde beim Spitzenspiel deutlich, dass man mit dem Aufsteiger einen ernst zu nehmenden Konkurrenten vor sich hat, der spielerisch auf Augenhöhe mit den Münchnern anzusiedeln ist.
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Spielplan und Tabelle der Bundesliga in der Übersicht
| FC Bayern München | 2:1 (0:0) | 1899 Hoffenheim |
Bayern mit Riesensatz Richtung Herbstmeisterschaft
Statistik
Bayern München: Rensing – Oddo, Lucio, van Buyten, Lahm – Schweinsteiger (61. Borowski), van Bommel, Zé Roberto, Ribéry – Klose, Toni – Trainer: Klinsmann
1899 Hoffenheim: Haas – Beck, Jaissle, Compper, Ibertsberger – Weis, Luiz Gustavo, Carlos Eduardo (90.+2 Vorsah) – Obasi (74. Salihovic), Ibisevic, Ba – Trainer Rangnick
Tore: 0:1 Ibisevic (49.), 1:1 Lahm (60.), 2:1 Toni (90.+2)
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 69 000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Borowski (4), Rensing (2), Zé Roberto (3) / Beck (6), Obasi (1), Ba (3)
| FC Schalke 04 | 1:0 (0:0) | Hertha BSC Berlin |
Der 1:0-Sieg der Schalker wirkte wie ein Befreiungsschlag bei den krisengeschüttelten Königsblauen. Berlin war mit der Empfehlung von fünf Siegen in Folge angereist und nötigte den Gastgebern damit einigen Respekt ab. Bemüht, jedoch ohne nötige Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit vor dem Berliner Gehäuse, ging Schalke schon fast gewöhnlich fahrlässig mit klarsten Möglichkeiten um. Gerald Asamoah war es dann, der eine Auszeit Drobnys zum viel umjubelten Siegtreffer nutzte. Der Hertha-Keeper hatte eine Flanke Farfans völlig falsch eingeschätzt, so dass Asamoah, kurz vor der Torlinie stehend, nur noch den Kopf hinhalten brauchte. Hertha BSC hingegen enttäuschte diesmal auf der ganzen Linie.
Statistik
Schalke: Neuer – Rafinha, Höwedes, Krstajic, Westermann – Jones, Ernst, Engelaar – Asamoah (90. Kobiaschwili), Kuranyi (46. Altintop), Farfan. – Trainer: Rutten
Berlin: Drobny – Friedrich, Kaka, Simunic, Stein (71. Pantelic) – Dardai, Kacar – Nicu, Cicero – Raffael (63. Domowtschiski) – Woronin (77. Chermiti). – Trainer: Favre
Tor: 1:0 Asamoah (65.)
Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)
Zuschauer: 60.999
Gelbe Karten: Jones (4) – Stein (4), Cicero (4), Simunic (4)
| Eintracht Frankfurt | 4:0 (2:0) | VfL Bochum |
Mit dem viel zu hoch ausgefallen Sieg schafft Eintracht Frankfurt nach dem blamablen 0:5 in Bremen den erhofften Dreier, der die Hinrunde der Hessen angesichts der langen Verletztenliste und dem miserablen Start doch noch einigermaßen erträglich macht. Mit nunmehr 19 Punkten kann die Eintracht beruhigt in die Winterpause gehen und darauf hoffen, dass sich der ein oder andere Stammspieler gesund zurück meldet. Für Bochum wird es indes nach der neuerlichen Pleite, die sehr unglücklich zustande kam, immer enger im Tabellenkeller. Bereits nach fünf Minuten war die Partie praktisch entschieden. Nach einer Notbremse von Fernandes, der Fenin im Strafraum von den Beinen holte, entschied Schiedsrichter Schmidt sofort auf Elfmeter und stellte den Bochumer Torhüter vom Platz. Dezimiert und zurückliegend, konnte Bochum das Spiel fortan zwar offen gestalten und hatte sogar Möglichkeiten. Im zweiten Abschnitt ließen mit zunehmender Spieldauer dann aber mehr und mehr die Kräfte der Gäste nach. Nach dem 3:0 durch Markus Steinhöfer war auch die letzte Gegenwehr gebrochen und Frankfurt ließ in der Folge sogar einige hochkarätige Chancen, das Ergebnis noch höher zu schrauben, ungenutzt.
Statistik
Frankfurt: Pröll – Ochs, Russ, Bellaid, Köhler – Steinhöfer (89. Krük), Inamoto (46. Mahdavikia), Fink – Caio (87. Tsoumou) – Liberopoulos, Fenin. – Trainer: Funkel
Bochum: Fernandes – Schröder, Maltritz, Mavraj, Christian Fuchs – Zdebel – Freier (67. Pfertzel), Azaouagh (59. Grote) – Epalle (6. Renno) – Sestak, Mieciel. – Trainer: Koller
Tore: 1:0 Liberopoulos (7., Foulelfmeter), 2:0 Liberopoulos (43.), 3:0 Steinhöfer (62.), 4:0 Russ (64.)
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 39.400
Rote Karte: Fernandes (5.)
Gelbe Karten: Steinhöfer – Zdebel (4), Azaouagh (5), Freier (5/4)
| Karlsruher SC | 1:0 (0:0) | SV Werder Bremen |
Nach dem überzeugenden 5:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zeigte Werder Bremen beim Tabellenletzten wieder sein hässliches Gesicht. Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit übernahmen die Hanseaten die Spielkontrolle und erarbeiteten sich Torchancen. Zuvor waren die Badener klar spielbestimmend und stellten das wesentlich engagiertere Team, das allerdings fahrlässig mit den sich bietenden Möglichkeiten umging. Inmitten der Bremer Drangperiode, als beim KSC die Kräfte nachließen, nutzte Buck eine Unachtsamkeit der Gäste und fälschte einen Distanzschuss zum Siegtreffer der abstiegsbedrohten Karlsruher ins Tor ab. Für Claudio Pizarro und Diego auf Bremer Seite, wird es nach den Ereignissen in der Schlussminute noch ein Nachspiel geben. Pizarro ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah dafür Rot. Diego zeigte sich erzürnt über die Hinausstellung seines Kameraden und sprang KSC-Stürmer Eichner an die Gurgel, was Schiedsrichter Winkmann allerdings nicht sah. Für den Brasilianer wird es wohl dennoch ein Sperre geben, zumal er als Wiederholungstäter gilt.
Statistik
Karlsruhe: Miller – Celozzi (60. Görlitz), Buck, Stoll, Eichner – Aduobe – Staffeldt, da Silva, Stindl (80. Porcello) – Freis, Kapllani (72. Kennedy). – Trainer: Becker
Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo (46. Özil), Tosic (87. Prödl) – Baumann – Frings, Hunt – Diego – Hugo Almeida (34. Rosenberg), Pizarro. – Trainer: Schaaf
Tor: 1:0 Buck (83.)
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Zuschauer: 29.373
Rote Karte: Pizarro (90.)
Gelbe Karten: Stoll, da Silva, Kapllani (2) – Tosic
| Energie Cottbus | 0:3 (0:1) | VfB Stuttgart |
Nach dem wichtigen 3:1-Sieg in Gladbach und dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz war man in der Lausitz wieder frohen Mutes und zeigte sich kämpferisch in Sachen Klassenerhalt. Am Ende reichte es für die schwächste Heimmannschaft der Liga wieder nicht und man musste den nächsten Dämpfer hinnehmen. Zwar zeigte sich das Team von Trainer Prasnikar erneut leidenschaftlich und selbstbewusst. Im Abwehrverbund war man in den entscheidenden Szenen allerdings zu sorglos. So reichte dem VfB Stuttgart eine durchschnittliche Leistung, um alle drei Punkte mit ins Schwabenland zu nehmen.
Statistik
Cottbus: Tremmel – Radeljic, Kukielka, Cagdas, Ziebig – Kurth (46. Angelow), Rost – Sörensen (55. Jula), Skela, Iliev (81. Jelic) – Rangelow. – Trainer: Prasnikar
Stuttgart: Lehmann – Osorio, Tasci, Boulahrouz, Boka – Khedira, Hitzlsperger – Hilbert (85. Elson), Simak (67. Lanig) – Marica (80. Schieber), Cacau. – Teamchef: Babbel
Tore: 0:1 Hilbert (4.), 0:2 Simak (63.), 0:3 Khedira (68.)
Schiedsrichter: Jochen Drees (Mainz)
Zuschauer: 13.527
Gelbe Karten: Kurth (2), Rost (5), Cagdas (3) – Marica (2), Boka (5)
| Arminia Bielefeld | 0:0 (0:0) | Borussia Dortmund |
In einem kampfbetonten und einigen turbulenten Torraumszenen geprägten Westfalenderby trennten sich Bielefeld und Dortmund leistungsgerecht 0:0. Tore hätte dieses ansehnliche Spiel verdient gehabt, einen Sieger allerdings nicht. Weder die Arminen, noch die Borussen, konnten somit den erhofften Sprung in der Tabelle machen.
Statistik
Bielefeld: Eilhoff – Lamey, Mijatovic, Herzig (46. Bollmann), Schuler – Kauf – Kirch (76. Katongo), Marx, Tesche (46. Kamper) – Halfar, Wichniarek. – Trainer: Frontzeck
Dortmund: Weidenfeller – Owomoyela, Subotic, Felipe Santana, Lee – Hummels – Tinga, Kringe (79. Klimowicz) – Hajnal – Zidan (46. Blaszczykowski), Frei. – Trainer: Klopp
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Zuschauer: 25.400
Gelbe Karten: Lamey (2) – Owomoyela, Felipe Santana, Hummels (3)
| Borussia M’Gladbach | 1:3 (0:2) | Bayer Leverkusen |
Erneuter Rückschlag für Hans Meyer und Borussia Mönchengladbach. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen Cottbus folgte die nächste gegen Leverkusen. Zwar zeigte sich Gladbach gegenüber dem desolaten Auftritt vor einer Woche stark verbessert. Für eine Punktgewinn gegen kaltschnäuzige Leverkusener reichte es dennoch nicht. Im Stile einer Klassemannschaft spulte die Bayer-Elf ihren Part runter und nutzte die wenigen Möglichkeiten eiskalt aus. Bei allen drei Treffern zeigte sich die Hintermannschaft der Borussia allerdings desaströs. Hier wird der Hebel für eine erfolgreichere Zukunft für das Trainer-Team wohl anzusetzen sein. In Sachen Kampf- und Laufbereitschaft konnte man der Fohlen-Elf diesmal keinen Vorwurf machen.
Statistik
Mönchengladbach: Heimeroth – Levels, Gohouri, Daems, Dorda – Jantschke – Alberman (46. Baumjohann), Paauwe (63. Bradley) – Marin – Colautti, Friend (82. Matmour). – Trainer: Meyer
Leverkusen: Adler – Castro, Friedrich, Henrique, Kadlec – Rolfes – Barnetta, Renato Augusto (86. Hegeler), Dum (67. Djakpa) – Helmes (86. Gekas), Kießling. – Trainer: Labbadia
Tore: 0:1 Kießling (25.), 0:2 Kießling (37.), 0:3 Helmes (54. ), 1:3 Jantschke (61.)
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Landshut)
Zuschauer: 44.161
Gelbe Karten: Paauwe (3), Daems (5), Baumjohann (2) – Kadlec
| VfL Wolfsburg | 2:1 (1:0) | Hannover 96 |
Zu einer kuriosen Szene kam es in der 81. Minute, nachdem Schiedsrichter Kinhöfer 96-Keeper Fromlowitz zu Unrecht nach einem vermeintlichen Foulspiel an Dzeko des Feldes verwies. Da Trainer Hecking bereits drei mal gewechselt hatte, musste ein Feldspieler ins Gehäuse. Jan Rosenthal zögerte nicht lange und striff die Kleidung des Torhüters über, hielt den fälligen Elfmeter und damit seine Mannschaft im Spiel. Am Ende reichte es dennoch nicht zum Punktgewinn für Hannover. Wolfsburg stellte insgesamt gesehen, vor allem aber wegen der deutlichen Überlegenheit im ersten Abschnitt, das bessere Team, das letztendlich verdient gewann.
Statistik
Wolfsburg: Benaglio – Hasebe, Ricardo Costa, Barzagli, Schäfer – Zaccardo, Josue – Dejagah (46. Saglik/71. Krzynowek), Misimovic, Gentner (90.+1 Madlung) – Dzeko. – Trainer: Magath
Hannover: Fromlowitz – Balitsch (46. Bastian Schulz), Fahrenhorst, Christian Schulz, Rausch – Jankow (41. Pinto) – Stajner, Rosenthal, Huszti (76. Bruggink) – Hanke, Forssell. – Trainer: Hecking
Tore: 1:0 Zaccardo (32.), 1:1 Stajner (59.), 2:1 Stajner (63., Eigentor)
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Zuschauer: 27.560
Rote Karte: Fromlowitz (81.)
Gelbe Karten: Dejagah (4), Ricardo Costa (3) – Stajner, Christian Schulz (2)
| 1. FC Köln | 1:2 (0:2) | Hamburger SV |
Nach der vierten Niederlage in Folge ist der 1. FC Köln endgültig zurück im grauen Liga-Alltag. Hamburg war am Ende einfach eine Nummer zu groß für die Domstädter. Die Hanseaten zeigten sich von Beginn an zielstrebiger und gefährlicher wenn es in Strafraumnähe ging und nutzten ihre Chancen eiskalt zur komfortablen Führung. Im zweiten Abschnitt wirkte Köln zwar feldüberlegen, doch ohne dabei Hamburg ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Das Team von Trainer Jol ließ seinerseits einige hundertprozentige Torchancen ungenutzt und geriet durch Novakovics Anschlusstreffer in der 83. Minute unnötigerweise noch mal in Gefahr. Letztendlich setzte sich dann die reifere und abgeklärtere Spielanlage des Tabellenfünften durch, der damit seine internationalen Ambitionen untermauerte.
Statistik
Köln: Mondragon – Brecko, Geromel, Mohamad, Wome – Petit, Pezzoni (46. Ishiaku) – Broich (80. Vucicevic), Antar, Ehret (71. Sanou) – Novakovic. – Trainer: Daum
Hamburg: Rost – Boateng, Mathijsen, Demel, Aogo – Jarolim, Alex Silva (3. Benjamin) – Trochowski, Jansen – Olic, Petric (78. Guerrero). – Trainer: Jol
Tore: 0:1 Petric (15.), 0:2 Petric (31.), 1:2 Novakovic (83.)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Petit (5) – Benjamin (3), Demel (5)
Die Tabelle
| Pl. | Verein | Spiele | Tore | Punkte |
| 1. | 1899 Hoffenheim | 16 | 41:22 | 34 |
| 2. | FC Bayern München | 16 | 37:22 | 34 |
| 3. | Bayer Leverkusen | 16 | 35:20 | 31 |
| 4. | Hertha BSC Berlin | 16 | 23:20 | 30 |
| 5. | Hamburger SV | 16 | 25:24 | 30 |
| 6. | VfL Wolfsburg | 16 | 34:23 | 26 |
| 7. | FC Schalke 04 | 16 | 23:15 | 26 |
| 8. | Borussia Dortmund | 16 | 25:18 | 26 |
| 9. | VfB Stuttgart | 16 | 24:21 | 24 |
| 10. | SV Werder Bremen | 16 | 37:27 | 23 |
| 11. | Eintracht Frankfurt | 16 | 23:28 | 19 |
| 12. | 1. FC Köln | 16 | 17:24 | 19 |
| 13. | Hannover 96 | 16 | 19:31 | 16 |
| 14. | Arminia Bielefeld | 16 | 14:26 | 13 |
| 15. | Karlsruher SC | 16 | 15:28 | 13 |
| 16. | Energie Cottbus | 16 | 11:28 | 12 |
| 17. | VfL Bochum | 16 | 18:28 | 11 |
| 18. | Borussia M’Gladbach | 16 | 17:33 | 11 |
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