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[Darts] Weltmeisterschaft 2009

5. Januar 2009, 16:43 geschrieben von marinko.

Vom 19. Dezember 2008 bis zum 4. Januar 2009 finden im Alexandra Palace in London die 16. offiziellen Weltmeisterschaften der “Professional Darts Corporation” statt. Die PDC spaltete sich 1992 von der “British Darts Organisation” ab und ist heute neben der WDF einer der zwei großen Weltverbände.

Insgesamt 70 Teilnehmer konnten sich für das Spektakel qualifizieren, unter ihnen die beiden Österreicher Mensur Suljovic und Hannes Schnier, die Bestplatzierten der “German Darts Corporation”. Suljovic war als einer der vier besten kontinentaleuropäischen Spieler in der sogenannten “Order Of Merit”, der Preisgeldrangliste der PDC, für die WM qualifiziert. Schnier durfte somit als Nr. 2 der offiziellen Rangliste des deutschen Dart-Verbandes ebenfalls in London starten.
Als großer Favorit gilt wieder einmal Phil “The Power” Taylor, die Dart-Legende schlechthin, der auch im Jahr 2008 wieder bis auf die WM und die UK Open alle großen Turniere gewann.

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The Power“ siegt klar

4. Januar. Es ist das Match, auf das so viele Dart-Fans gewartet und gehofft hatten. Es ist das Match der beiden besten Dart-Spieler ihrer Zeit. Der 13-fache Weltmeister Phil “The Power“ Taylor gegen den fünfmaligen Weltmeister Raymond van Barneveld. “Barney“ hatte den Großmeister des Dart-Sports seit seinem Wechsel von der WDF zur PDC 2006 schon mehrfach bei großen Turnieren bezwungen, unter anderem im WM-Finale 2007.

Wer allerdings ein ähnlich enges und dramatisches Finale wie zwei Jahre zuvor erwartete, der sah sich getäuscht. Taylor spielte einen sensationellen Average5 von knapp 111 Punkten und so konnte selbst Barneveld, der immerhin auch auf einen Schnitt von rund 101 Punkten kam, an diesem Abend nicht viel gegen ihn ausrichten.

Von Beginn an hatte der Mann aus Stoke-on-Trent diese Partie fest im Griff. Den ersten Durchgang holte sich Taylor durch zwei Breaks14 mit 3-0 Legs1. Das gleiche Spiel in Satz zwei, in dem der Niederländer allerdings fünf Möglichkeiten auf Doppel13 ausließ und somit auch diesen Satz ohne Leg-Gewinn verlor.

Den dritten Satz holte sich Barneveld glücklich, vor allem weil Taylor seinerseits nun insgesamt fünf Gelegenheiten zum Auschecken13 ausließ, drei davon im entscheidenden fünften Leg. Dieser zeigte sich allerdings wenig beeindruckt und begann den vierten Durchgang mit einem 11-Darter8 [9]. “Barney“ zwang Taylor zwar auch in den Sätzen vier, fünf und sechs in ein entscheidendes fünftes Leg, dieses konnte sich der Top-Favorit aber jeweils schnappen. Besonders bitter für Barneveld – und wohl auch vorentscheidend in dieser Partie – verlief der fünfte Satz. Dem Ranglisten-Zweiten gelang im zweiten Leg sein erstes (und letztlich einziges) Break in diesem Match und damit ging er schon mit 2-0 Legs in Führung, aber Taylor entschied dieses Set durch zwei Breaks doch noch mit 3-2 für sich. Dies bedeutete die 4-1-Satzführung und im sechsten Durchgang reichte es “The Power“, die von ihm begonnenen Legs siegreich zu Ende zu bringen.

Taylor ließ durch sein konstant hohes Niveau ein Aufbäumen seines Kontrahenten nicht zu, ein Break in Satz sieben reichte zum 6-1 nach Sätzen. Im achten Durchgang musste Barneveld ein Break schaffen, um im Spiel zu bleiben, da Taylor das fünfte und entscheidende Leg beginnen durfte. Doch der 41-Jährige kam nicht mal mehr in die Nähe des Gewinnens eines Legs, das sein Gegner eröffnet hatte.

Phil Taylor ist zum 14. Mal Weltmeister (12-mal bei der PDC) und das hochverdient. Sein Average5 von 110,94 Punkten im Finale war der beste im gesamten Turnier und der zweitbeste in der Geschichte der PDC-WM. Man ist geneigt zu sagen, so einen starken Phil Taylor wie in den letzten 12 Monaten hat man vorher noch nie gesehen. Das sollte bei einem 14-fachen Weltmeister einiges über die derzeitige Form aussagen. “The Power“ streicht ein Preisgeld von 125 000 Britischen Pfund ein.

Raymond van Barneveld kann sich neben den 60 000 Pfund Preisgeld auch damit trösten, als erster Spieler bei einer WM den 9-Darter9 geworfen zu haben. Außerdem war “Barney“ der Spieler, der im Turnier die meisten 180er2 warf (46), in dem Punkt übertrumpfte er auch den Sieger Phil Taylor (34).

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Barneveld und Taylor im Endspiel

3. Januar. An diesem Abend standen die Halbfinals auf dem Programm, deren Ausgang zuvor kaum einer anzuzweifeln wagte. Zu gut hatten sich die beiden dominierenden Akteure der PDC, Phil Taylor und Raymond van Barneveld, in den letzten Spielen präsentiert. Zu durchwachsen waren vor allem die Leistungen von Barnevelds Halbfinal-Gegner James Wade gewesen.

Der 25-Jährige zeigte allerdings im Match gegen “Barney“ über weite Strecken ein völlig anderes Gesicht als am vorherigen Abend gegen Paul Nicholson. Wade spielte eine starke Anfangsphase, Barneveld profitierte im ersten Satz noch davon, dass er das entscheidende fünfte Leg1 beginnen durfte und gab sich beim Auschecken13 keine Blöße. Den zweiten Durchgang konnte sich jedoch Wade, der es auf insgesamt 13 180er2 in dieser Partie brachte, mit 3-0 für sich entscheiden. Auch den dritten Satz gewann der Engländer, im vierten Satz ließ er aber beim Stand von 2-2 Legs drei Set Darts ungenutzt. Barneveld war zur Stelle und holte sich Satz vier.Im fünften Satz war es der Niederländer, der zwei Set Darts vergab und somit Wade die Chance zur erneuten Satzführung gab, die dieser nicht ungenutzt ließ.

Die zu Beginn noch sehr hohe Qualität des Matches nahm mit der Zeit stark ab, Wade erinnerte in den letzten Durchgängen schon wieder mehr an seine vorherigen Vorstellungen, Barneveld spielte mit “nur” 95,35 Punkten auch seinen bislang schlechtesten Average5 bei dieser WM. Nichtsdestotrotz war “Barney“ im späteren Verlauf der klar bessere Mann. Wade konnte die zwischenzeitliche 4-3-Satzführung des Mannes aus den Haag zwar noch einmal ausgleichen, aber die beiden letzten Sätze gewann Barneveld zu null. So ging diese Partie dann letztlich doch ziemlich unspektakulär an den Favoriten, der sich für sein mäßiges Jahr 2008 noch immer selbst entschädigen kann.

Im anderen Spiel der Vorschlussrunde traf Phil Taylor auf Mervyn King. Zu Beginn des Matches sah es nach einer mehr als eindeutigen Angelegenheit zugunsten des 13-fachen Weltmeisters aus. Taylor zeigte für seine Verhältnisse eine bescheidende Leistung, aber Kings Average5 bewegte sich in den ersten drei Sätzen permanent bei schwachen 80 Punkten herum und seine Quote beim Wurf auf die Doppelfelder war mit zeitweise nur 10% auch ungenügend. “The King“ fand (noch) gar nicht ins Spiel und lag folgerichtig mit 0-3 Sätzen hinten.

Die Nummer 12 der Setzliste gab sich aber keineswegs auf, sondern kämpfte sich sogar, auch dank ungewohnter Schwächen Taylors beim Auschecken13, auf 2-3 heran. Im sechsten Durchgang landete “The Power“ ein Break zum Satzgewinn, was dann doch die Vorentscheidung in dieser Partie war. Von da an hatte Taylor keine Probleme mehr und siegte mit 6-2 nach Sätzen.

Damit kommt es am Sonntag Abend zur Wiederauflage des Herzschlagfinals von 2007, in dem übrigens Barneveld letztlich siegreich blieb.

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Barneveld mit starkem Auftritt, Wade müht sich ins Halbfinale

2. Januar. Die Dart-Fans im “Ally Pally“ sahen an diesem Abend zwei völlig unterschiedliche Viertelfinal-Matches. Dem qualitativ mäßigen Spiel zwischen James Wade und Paul Nicholson folgte mit Raymond van Barneveld gegen Jelle Klaasen ein absolutes Highlight, das für die vorherige Partie mehr als entschädigen konnte. Dieses Match wird allein deswegen schon lange in Erinnerung bleiben werden, weil es “Barney“ im sechsten Satz gelang, den ersten 9-Darter9 bei einer PDC-WM zu werfen.

Wade knüpfte mit einer einmal mehr durchwachsenen Leistung an seine vorherigen Auftritte bei dieser WM an, sein Average5 lag am Ende bei mageren 81,75 Punkten. Auch der Australier Nicholson, der es gegen Lewis und Priestley noch verstanden hatte, sich während des Matches zu steigern, blieb diesmal auf durchgehend unterdurchschnittlichem Niveau.
Das Duell war weitgehend geprägt von mäßigen Scores und schwachen Quoten beim Auschecken13 beider Akteure.
Erst in den Sätzen sieben und acht wurde Wade, der eine zwischenzeitliche 3-1-Satzführung verspielt hatte, etwas sicherer beim Wurf auf die Doppelfelder und ließ Nicholson keine Möglichkeiten mehr. Der Australier gewann während dieser beiden Sätze nur noch ein einziges Leg1.
Die Nummer 3 der PDC steht damit im Halbfinale, hat sich aber bis hierher absolut unter Wert verkauft, während Nicholson eine große Chance zu einer weiteren Sensation verpasst hat.

Den krassen Gegensatz dazu bildete das anschließende Duell zwischen Raymond van Barneveld und Jelle Klaasen. Diese Partie war von vornherein von besonderer Brisanz, hatte doch der damals 21-jährige Klaasen den viermaligen Weltmeister van Barneveld im WM-Finale der WDF 2006 so sensationell geschlagen. Die Ironie war, dass Klaasen einen besseren Average5 spielte als seinerzeit und dennoch diesmal chancenlos war. Zwar konnte sich “The Matador“ den ersten Satz noch knapp sichern, anschließend drehte sein Landsmann aber auf. “Barney“ erzielte insgesamt einen Schnitt von knapp 107 Punkten, warf zehn 180er2 und auch seine Quote beim Auschecken13 war mit 55% sehr stark. Das Tüpfelchen auf dem i einer herausragenden Vorstellung des Ranglisten-Zweiten war das “perfekte Spiel”, der legendäre 9-Darter9, der ihm im zweiten Leg des sechsten Satzes gelang. Dies wird Barneveld ein zusätzliches Preisgeld von 20000 Pfund einbringen, vorausgesetzt der 9-Darter wird bei dieser WM von keinem anderen Spieler mehr geworfen.

Bezeichnenderweise beendete der 41-jährige das Match mit einem 161er-Finish12. Dieser Auftritt war eine Bestätigung für die weit verbreitete Ansicht, dass van Barneveld derzeit der einzige sei, der Phil Taylor in einem wichtigen Match besiegen könne. Beide Akteure müssen nur noch eine Hürde überwinden, damit es zu diesem Traumfinale kommt.

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Erster Viertelfinal-Tag ohne Überraschungen

01. Januar. Spätestens nach der gestrigen Vorstellung im Viertelfinal-Match gegen den Niederländer Co Stompé scheint der Sieg bei der diesjährigen WM für Phil Taylor nur noch reine Formsache zu sein. “The Power“ ließ Stompé keine Chance, was nicht einmal daran lag, dass dieser so schlecht war. Taylor zeigte einfach eine beeindruckende Leistung. Sein Average5 lag am Ende bei weltmeisterlichen 108 Punkten, Stompé ging mit 0-5 Sätzen baden und kam lediglich in den Sätzen zwei und fünf überhaupt zu einem Leg-Gewinn. Nur im zweiten Satz schien es ansatzweise so, als würde der Mann aus Amsterdam der Dart-Ikone Paroli bieten können, diesen gewann Taylor mit 3-2. In dieser Form dürfte er keinen ernsthaften Konkurrenten im Kampf um die Krone des Dart-Sports haben.

Bereits früher am Abend wurde Taylors Halbfinal-Gegner ermittelt, im Duell zwischen Mervyn King und Barrie Bates. Zwar zeigte sich der Waliser lange nicht so gut aufgelegt wie im Match zuvor gegen Mark Dudbridge, ließ sich aber durch Kings zwischenzeitliche Schwächen beim Auschecken13 nach 0-2-Satzrückstand nochmal zurück ins Match führen und glich zum 2-2 aus. Letztlich aber musste Bates doch seinen schwächeren Scores Tribut zollen. “The King“ machte in den anschließenden Sätzen auch die Legs1 konstant besser aus und darf sich somit in der Runde der letzten Vier gegen Phil Taylor versuchen.

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Nicholson überrascht weiter, van Barneveld nach Krimi im Viertelfinale

30. Dezember. Der neunte Tag der diesjährigen PDC-Weltmeisterschaft stand vor allem im Zeichen des Prestige-Duells England-Holland. Gleich viermal kam es an einem Tag zum Kräftemessen zwischen zwei Akteuren aus den beiden großen Dart-Nationen, und nur einmal konnte das Gastgeber-Land dabei einen Sieg einfahren.

Für Furore sorgte aber gleich im ersten Match des Tages wieder einmal der Australier Paul Nicholson, der nach Adrian Lewis nun auch den PDC-Weltmeister von 1994, Dennis Priestley, bezwang. Nicholson gelang es dabei, einen 0-2-Satzrückstand noch aufzuholen und die Partie gegen den 58-jährigen Briten mit 4-2 nach Sätzen für sich zu entscheiden.

Wenig überraschend hingegen setzte sich der zweifache WDF-WM-Finalist Mervyn King gegen Dennis Smith durch. Smith lag schon deutlich mit 0-3 Sätzen zurück, bevor durch den Gewinn des umkämpften vierten Satzes noch einmal Hoffnung aufkeimte. Jedoch sicherte sich King den Sieg in Satz fünf.

Anschließend musste ein weiterer Top Ten-Spieler die Segel streichen. Wayne Mardle unterlag dem Niederländer Co Stompé im ersten Teil des angekündigten Nationen-Duells klar mit 0-4 Sätzen. Bei “Hawaii 501“ lief an diesem Tag wenig zusammen, was ihn sichtlich frustrierte. Der souveräne Sieger Stompé befindet sich momentan in bestechender Form und trifft nun am Neujahrstag auf Top-Favorit Phil Taylor, den er bei den German Open 2008 schon einmal schlagen konnte.

Trotz elf geworfener 180er2 und zwei 11-Dartern89 musste sich Geheimfavorit Andy Hamilton letztlich dem 24-jährigen Jelle Klaasen geschlagen geben. In einer anfangs sehr ausgeglichenen Partie gab es das erste Break erst im dritten Satz, womit sich Klaasen jenen Satz sicherte und mit 2-1 in Führung ging. Hamilton fand daraufhin nur schwer zurück ins Match und scorte zeitweise so schwach, dass Klaasen sich auch den vierten Satz mit einem Break schnappen konnte. Im fünften Satz hatte Hamilton die Möglichkeit, noch einmal zurückzukommen, vergab aber vier Set Darts und der junge Niederländer entschied das entscheidende fünfte Leg1 und somit das Match für sich.

Die spannendste Begegnung dieses Tages war zweifellos das Match zwischen Raymond van Barneveld und Ronnie Baxter. Nicht zuletzt aufgrund der Schwierigkeiten Barnevelds, abschließend die Doppelfelder zu treffen13, konnte Baxter die Partie auch nach dem knapp verlorenen ersten Satz offen halten. Beim Stande von 1-2 in den Sätzen sicherte sich “The Rocket“ durch ein 123-er Finish12 im entscheiden fünften Leg1 den vierten Satz. Anschließend ging Baxter sogar mit 3-2 Sätzen in Führung, aber der Favorit zeigte eine starke Leistung im sechsten Satz und glich zum 3-3 aus. Im entscheidenden siebten Satz war der Brite der Überraschung mehrmals sehr nah, konnte jedoch zweimal die Chance nicht nutzen, das Match bei eigenem Legbeginn zu entscheiden. Somit ging es ins Sudden Death4, vor dem Baxter das Ausbullen für sich entschied, aber zwei Match Darts nicht nutzen konnte. “Barney“ nutzte diese Gelegenheit und siegte mit 6-5 Legs.

Zum Abschluss setzte sich James Wade glanzlos, aber deutlich gegen Vincent van der Voort durch. Die Nummer 3 der PDC trifft nun im Viertelfinale auf den Überraschungsmann Paul Nicholson.

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Taylor im Viertelfinale, Lewis ausgeschieden

29. Dezember. Der achte Tag der PDC World Championship begann mit einer großen Überraschung, als Paul Nicholson die Nummer 6 der PDC-Rangliste, Adrian Lewis, in sieben hart umkämpften Sätzen schlug. Der Nobody aus “Down Under“ hatte im Verlauf des entscheidenden siebten Satzes acht Match Darts3 vergeben, bevor er das Match mit einem 121-er Finish im zehnten Leg1 des Satzes doch für sich entscheiden konnte.

Im Duell der beiden Altmeister setzte sich Dennis Priestley (58) gegen John MaGowan (67) glatt in fünf Sätzen durch. “The Menace“ ist nun nächster Gegner von Paul Nicholson.

Vincent van der Voort zog als einer von vier Niederländern ins Achtelfinale ein, obwohl sein Kontrahent Collin Osborne den besseren Start erwischte und den ersten Satz mit 3-0 Legs für sich entschieden hatte. Van der Voort steigerte sich allerdings und siegte letztlich mit 4-1 Sätzen.

Abgeschlossen wurde die zweite Runde von der amtierenden Nummer 3 der PDC, James Wade. Wade konnte bei seinem 4-2-Sieg über Tony Eccles allerdings wenig überzeugen, es reichte aber trotz eines Drei-Dart-Averages5 von unter 90 Punkten zum Einzug ins Achtelfinale.

Jenes wurde eröffnet mit der Partie von Phil Taylor gegen Kevin Painter. “The Artist“ legte einen bemerkenswert guten Start hin, mit einem Average von knapp 115 Punkten pro drei Darts im ersten Satz, den Painter sich auch sichern konnte. In der Folgezeit aber ließ Taylor seinem Gegner keine Chance mehr, Painter gewann nach Satz eins nur noch ein einziges Leg1 im gesamten Match und unterlag dem großen Favoriten deutlich mit 1-4 nach Sätzen. Die wenigen Chancen zum Auschecken13 konnte Painter nicht nutzen und auch sein längere Zeit sehr guter Average fiel stark ab, befand sich am Ende aber immer noch bei über 97 Punkten.

Überraschend deutlich unterlag Mark Dudbridge dem Waliser Barrie Bates. Dudbridge erwischte einen rabenschwarzen Tag, verlor die ersten drei Sätze mit insgesamt nur einem gewonnenen Leg1. Erst im vierten Satz fand der Engländer besser ins Spiel, aber Bates nutzte seine Möglichkeiten und gewann auch diesen Satz mit 3-2 und somit auch das Match.

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Aus für Suljovic, Taylor ohne Probleme

27. Dezember. Mensur Suljovic eröffnete die Abend-Session gegen die Nummer 20 der Setzliste, Mark Dudbridge. Obwohl Suljovic dem Mann aus Bristol in jedem Satz ein entscheidendes fünftes Leg1 abrang, musste er sich glatt in vier Sätzen geschlagen geben, was vor allem an Dudbridges besserer Doppel-Quote lag. Dem Österreicher versagten in den entscheidenden Situationen die Nerven, sein Average5 lag lange mindestens gleichauf mit dem seines Kontrahenten.

Der aufstrebende Spanier Carlos Rodriguez musste sich dem Vorjarhes-Halbfinalisten Kevin Painter deutlich geschlagen geben, während der 23-jährige Kevin McDine eine 3-0-Satzführung gegen Dennis Smith noch verspielte.

In der Erstrunden-Partie des Vorjahres hatte Taylor einen Match Dart3 von Michael van Gerwen gegen sich überstehen müssen, um den damals 18-jährigen Niederländer mühsam mit 3-2 nach Sätzen zu bezwingen. In diesem Jahr setzte sich der Großmeister des Dart-Sports glatt und problemlos in vier Sätzen gegen den Youngster durch. Dabei hatte van Gerwen am Ende einen Average5 von knapp 100 Punkten pro Aufnahme, das reichte gegen einen Taylor in dieser Form aber nicht aus. “The Power“ erzielte nicht nur einen Schnitt von über 100 Punkten, sondern landete auch mehrere High Finishes12.

Publikumsliebling Wayne Mardle traf auf den einzigen Schotten im Turnier, Robert Thornton, und siegte mit 4-3, obwohl es Thornton gelang, nach 1-3-Satzrückstand nochmal auszugleichen. Mardle bekommt es nun mit dem Niederländer Co Stompe zu tun, der Alan Tabern bezwang, und könnte im Viertelfinale erneut auf Phil Taylor treffen, den er im letzten Jahr überraschend besiegte.

28. Dezember. In einem rein niederländischen Duell bezwang Jelle Klasen, einst mit 21 Jahren jüngster Dart-Weltmeister aller Zeiten, Jan van der Rassel überraschend deutlich mit 4-0 Sätzen. Dabei waren die ersten beiden Sätze noch hart umgekämpft, van der Rassel verzweifelte allerdings an seiner schlechten Doppel-Quote beim Auschecken13.

Raymond van Barneveld präsentierte sich in seiner Zweitrunden-Begegnung gegen Wes Newton in sehr guter Verfassung. Die Nummer 2 der PDC-Rangliste warf mehrere 12- und 13-Darter und erzielte einen Average5 von über 102 Punkten. Ein zwischenzeitlicher Aussetzer in Satz drei hatte keine Folgen, “Barney“ siegte mit 4-1 nach Sätzen. Der Niederländer trifft nun auf die ehemalige Nummer 1 der WDF und ehemalige Nummer 3 der PDC, Ronnie Baxter, der Dennis Ovens mit 4-1 schlug.

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Vorrunde und erste Hauptrunde

19.-23. Dezember. Gleich am ersten Tag kam es zu einer großen Überraschung. Titelverteidiger John Part unterlag in seinem Erstrunden-Match dem US-Amerikaner Bill Davis (Nummer 63 der Welt) mit 0:3 nach Sätzen. Auch der Überraschungsfinalist des Vorjahres, Kirk Shepherd, ist bereits ausgeschieden, er unterlag dem Niederländer Jan van der Rassel in fünf Sätzen.

Am dritten Tag hatte Mensur Suljovic seinen ersten Auftritt, und auch er sorgte für einen Paukenschlag. Trotz nervösen Beginns und Schwierigkeiten, die Doppelfelder zu treffen, rang er den dreifachen WM-Finalisten Peter Manley mit 3:2 nieder. “The Gentle” trifft nun am Samstag auf den Finalverlierer von 2005, Mark Dudbridge. Für Hannes Schnier wiederum war das Turnier nach der Vorausscheidung vorbei. Trotz höherer Scores unterlag er dem Chinesen Shi Yongsheng mit 4-6 nach Legs1.

Auch andere prominente Namen erwischte es gleich in Runde eins. Der an einer Schulterverletzung laborierende Roland Scholten musste sich dem Spanier Carlos Rodriguez geschlagen geben, die ehemalige Nummer eins der PDC, Colin Lloyd, unterlag dem WDF-Weltmeister von 2006, Jelle Klaasen, deutlich in drei Sätzen und Chris Mason verlor gegen den Nordiren John MaGowan, der mit 67 Jahren ältester Teilnehmer im Hauptfeld ist.

Wenig Mühe hatten indes der 13-fache Weltmeister Phil Taylor und der an zwei gesetzte Raymond van Barneveld, der in seiner Erstrunden-Partie einen Schnitt von über 100 Punkten pro Aufnahme, also je drei geworfene Darts, erzielte. Nach der Weihnachtspause geht es am Samstag, 27. Dezember weiter mit der zweiten Runde.


Ergebnisübersicht Dart-Weltmeisterschaft

Vorrunde

Hannes Schnier (AUT) 4-6 Shi Yongsheng (CHN)
David Fatum (USA) 6-4 Shane O’Connor (IRL)
Warren French (NZL) 5-3 Akihiro Nagakawa (JAP)
Marko Kantele (FIN) 5-2 Lourence Ilagan (PHI)
Charles Losper (RSA) 6-4 Sudesh Fitzgerald (GUY)
Remco van Eijden (NED) 5-3 Anastasia Dobromyslova (RUS)

1. Runde (best of 5)

Phil Taylor (ENG,1) 3-0 Steve Grubb (ENG)
Michael van Gerwen (NED,32) 3-1 Darin Young (USA)
R. Scholten (NED,16) 2-3 Carlos Rodriguez (ESP)
Kevin Painter (ENG,17) 3-2 Matt Clark (ENG)
Wayne Mardle (ENG,8) 3-0 David Fatum (USA)
Wayne Jones (ENG,25) 1-3 Robert Thornton (SCO)
Alan Tabern (ENG,9) 3-0 Steve Beaton (ENG)
Andy Jenkins (ENG,24) 1-3 Co Stompé (NED)
Terry Jenkins (ENG,5) 1-3 Dennis Smith (ENG)
Alex Roy (ENG,28) 1-3 Kevin McDine (ENG)
Mervyn King (ENG,12) 3-0 Shi Yongsheng (CHN)
Mark Walsh (ENG,21) 3-2 Jamie Caven (ENG)
John Part (CDN,4) 0-3 Bill Davis (USA)
Barrie Bates (WAL,29) 3-0 Felix McBrearty (NIR)
Peter Manley (ENG,13) 2-3 Mensur Suljovic (AUT)
Mark Dudbridge (ENG,20) 3-2 Nick Fullwell (ENG)
Raymond van Barneveld (NED,2) 3-0 Mark Stephenson (ENG)
Wes Newton (ENG,31) 3-1 Per Laursen (DEN)
Ronnie Baxter (ENG,15) 3-1 Marko Kantele (FIN)
Denis Ovens (ENG,18) 3-0 Steve Maish (ENG)
Andy Hamilton (ENG,7) 3-0 Michael Barnard (ENG)
Andy Smith (ENG,26) 2-3 Tony Ayres (ENG)
Colin Lloyd (ENG,10) 0-3 Jelle Klaasen (NED)
Kirk Shepherd (ENG,23) 2-3 Jan van der Rassel (NED)
Adrian Lewis (ENG,6) 3-1 Russell Stewart (AUS)
Adrian Gray (ENG,27) 0-3 Paul Nicholson (AUS)
D. Priestley (ENG,11) 3-0 Warren French (NZL)
Chris Mason (ENG,22) 0-3 John MaGowan (NIR)
James Wade (ENG,3) 3-0 Brendan Dolan (NIR)
Tony Eccles (ENG,30) 3-2 Remco van Eijden (NED)
Colin Osborne (ENG,14) 3-0 Charles Losper (RSA)
Vincent van der Voort (NED,19) 3-0 Nandor Bezzeg (HUN)

2. Runde (best of 7)

Phil Taylor (ENG,1) 4-0 Michael van Gerwen (NED,32)
Carlos Rodriguez (ESP) 1-4 Kevin Painter (ENG,17)
Wayne Mardle (ENG,8) 4-3 Robert Thornton (SCO)
Alan Tabern (ENG,9) 1-4 Co Stompé (NED)
Dennis Smith (ENG) 4-3 Kevin McDine (ENG)
Mervyn King (ENG,12) 4-2 Mark Walsh (ENG,21)
Bill Davis (USA) 2-4 Barrie Bates (WAL,29)
Mensur Suljovic (AUT) 0-4 Mark Dudbridge (ENG,20)
Raymond van Barneveld (NED,2) 4-1 Wes Newton (ENG,31)
Ronnie Baxter (ENG,15) 4-1 Denis Ovens (ENG,18)
Andy Hamilton (ENG,7) 4-2 Tony Ayres (ENG)
Jelle Klaasen (NED) 4-0 Jan van der Rassel (NED)
Adrian Lewis (ENG,6) 3-4 Paul Nicholson (AUS)
Dennis Priestley (ENG,11) 4-1 John MaGowan (NIR)
James Wade (ENG,3) 4-2 Tony Eccles (ENG,30)
Colin Osborne (ENG,14) 1-4 Vincent van der Voort (NED,19)

Achtelfinale (best of 7)

Phil Taylor (ENG,1) 4-1 Kevin Painter (ENG,17)
Wayne Mardle (ENG,8) 0-4 Co Stompé (NED)

Dennis Smith (ENG) 1-4 Mervyn King (ENG,12)
Barrie Bates (WAL,29) 4-0 Mark Dudbridge (ENG,20)

Raymond van Barneveld (NED,2) 4-3 Ronnie Baxter (ENG,15)
Andy Hamilton (ENG,7) 1-4 Jelle Klaasen (NED)

Paul Nicholson (AUS) 4-2 Dennis Priestley (ENG,11)
James Wade (ENG,3) 4-0 Vincent van der Voort (NED,19)

Viertelfinale (best of 9)

Phil Taylor (ENG,1) 5-0 Co Stompé (NED)
Mervyn King (ENG,12) 5-2 Barrie Bates (WAL,29)

Raymond van Barneveld (NED,2) 5-1 Jelle Klaasen (NED)
Paul Nicholson (AUS) 3-5 James Wade (ENG,3)

Halbfinale (best of 11)

Phil Taylor (ENG,1) 6-2 Mervyn King (ENG,12)

Raymond van Barneveld (NED,2) 6-4 James Wade (ENG,3)

Finale (best of 13)

Phil Taylor (ENG,1) 7-1 Raymond van Barneveld (NED,2)

Top 10 Highest Average

Rekord: Phil Taylor 111.21 (2002)

1. Phil Taylor 110.94 (Finale)
2. Phil Taylor 108.80 (Viertelfinale)
3. Raymond van Barneveld 106.68 (Viertelfinale)
4. Phil Taylor 103.94 (Halbfinale)
5. Phil Taylor 102.57 (Zweite Runde)
6. Raymond van Barneveld 102.54 (Zweite Runde)
7. Phil Taylor 101.63 (Achtelfinale)
8. Andy Hamilton 101.59 (Erste Runde)
9. Raymond van Barneveld 101.18 (Finale)
10. Raymond van Barneveld 100.80 (Erste Runde)

Top 10 High Finishes

1. Andy Hamilton 170 (Zweite Runde)
2. Colin Osborne 167 (Erste Runde)
3. Tony Eccles 164 (Erste Runde)
3. Marco Kantele 164 (Erste Runde)
5. Raymond van Barneveld 161 (Viertelfinale)
6. James Wade 160 (Achtelfinale)
7. John MaGowan 156 (Erste Runde)
8. Andy Smith 155 (Erste Runde)
9. Wayne Mardle 145 (Zweite Runde)
10. Tony Eccles 143 (Zweite Runde)

180er insgesamt

Rekord: Raymond van Barneveld 51 (2007)

1. Raymond van Barneveld 46
2. Phil Taylor 34
3. James Wade 31
4. Andy Hamilton 24
5. Jelle Klaasen 18
5. Adrian Lewis 18
5. Kevin Painter 18
5. Vincent van der Voort 18
9. Mervyn King 16
9. Paul Nicholson 16

Kleines Dart Lexikon

Hier ein paar Begrifferklärungen aus dem Dartsport, um euch die einzelnen Beiträge verständlicher zu machen. Einleitend sei gesagt, das die Variante 501-Double-Out gespielt wird. Jeder Spieler beginnt bei 501 Punkten und muss mit einem Treffer ins Doppel ausmachen.

2 180er: 180 – mehr Punkte in einer Runde kann man nicht erreichen, indem man mit jedem der drei Darts die dreifache Zwanzig trifft.

8 10-Darter: Ein Leg1 mit nur 10 Darts beenden. Besser ist hier nur der legendäre 9-Darter9, wo man also nur drei Runden benötigt, um von 501 auf 0 zu stellen.

9 9-Darter: Man beendet das Leg1 mit 3 mal 3 Darts. Im Normalfall spielt man hier dann 7x dreifache 20 und einmal dreifache 19, dann stehen 24 Rest – Doppel 12 also mit dem letzten Dart.

7 Ausbullen: Von Ausbullen spricht man, wenn ermittelt wird, wer den entscheidenden Leg1 beginnt. Beide Spieler werfen aufs Bulls-Eye, derjenige, der näher an der Mitte ist, darf beginnen.

5 Average: Durchschnitt, die ein Spieler mit drei Darts erreicht.

10 Bouncer: Von einem Bouncer spricht man, wenn ein Dart nicht in der Scheibe stecken bleibt, weil er durch einen anderen Dart abgelenkt wurde oder man vielleicht direkt den Draht getroffen hat. Die Darts müssen solange im Board stecken bleiben, bis der Caller11 den Score der Runde verkündet hat.

11 Caller: Gibt die Scores der Spieler durch.

6 Decision: Wird im letzten und entscheidenden Satz gespielt. Steht es 2-2 nach Legs1, kommt es zu Decision – ein Spieler muss dann mindestens 2 Legs1 Vorsprung haben, um den Satz zu gewinnen. Dies geht bis zum Stande von 5-5, dann folgt der Sudden-Death4.

1 Leg: Ein Satz besteht aus Legs, aus Spielen. Wer als erster drei Legs gewinnt, gewinnt den Satz – ausser im entscheidenden, letzten Satz. Hier reicht ein 3-2 nicht aus, da es beim Stand von 2-2 zur Decision6, bzw. dann beim Stand von 5-5 zum Sudden-Death4 kommt. Der Vorteil liegt grundsätzlich immer bei dem Spieler, der ein Leg beginnen darf, da er dann bei ähnlich hohen Scores als erster versuchen darf, das Leg auszuchecken13.

3 Match Dart: Wenn ein Spieler nur noch einen Dart vor dem Gewinn des Spiels steht, spricht man vom Match Dart. Vergleichbar mit dem Matchball beim Tennis

4 Sudden Death: Vom Sudden Death spricht man beim Stand von 5-5 Legs1 im entscheidenen letzten Satz eines Spiels. Wer dieses Leg1 beginnt, wird durch Ausbullen7 entschieden.

12 High Finish: Von einem High Finish spricht man, wenn es einem Spieler gelingt, eine hohe Zahl (meist über 100 Punkten) mit drei Würfen auszuchecken13. Das höchstmögliche Finish mit drei Darts ist die 170.

13 Auschecken: Auschecken wird das Beenden eines Legs1 genannt, was immer durch Wurf auf eines der Doppelfelder erfolgen muss.

14 Break: Gewinnt ein Spieler ein Leg, welches sein Gegner eröffnet hatte, spricht man von einem Break.


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