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[1. Bundesliga 08/09] Die Lage der Liga 33/34

16. Mai 2009, 21:56 geschrieben von Heiland, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Es war der Tag der Entscheidungen. In allen Partien waren Clubs beteiligt, für die es noch um etwas ging. Die Spannung bleibt bis zum letzten Spieltag erhalten, weil nicht alle Entscheidungen gefallen sind.

Der Spieltag in der Übersicht
Wer holt sich die Schale?
Wer steigt ab?

Entscheidungen im Titelrennen

Die Entscheidung zu ungunsten der Berliner Hertha hat sich die alte Dame selbst zuzuschreiben. Beste Chancen vergaben die Hauptstädter daheim gegen ihren Angstgegner Schalke 04. Sie haben alles gegeben, doch das Runde wollte partout nicht ins Eckige. Torlos endete die Partie. Zu wenig für die Truppe von Lucien Favre, um noch entscheidend ins Titelrennen einzugreifen, zumal die Tordifferenz von +11 eher mager ist. Die Champions League können sie allerdings noch erreichen, wenn sie das letzte Spiel in Karlsruhe gewinnen und es zwischen Bayern und Stuttgart keinen Sieger gibt.

Ebenfalls Remis, jedoch nicht torlos endete die Partie Hoffenheim gegen Bayern München. Damit dürfte es für den amtierenden Meister schwer werden, seinen Titel zu verteidigen. Nach der Führung geriet die von Jupp Heynckes trainierte Mannschaft durch hanebüchene Fehler in der Abwehr in Rückstand, ehe Luca Toni noch vor der Pause den Ausgleich markierte. Im zweiten Spielabschnitt fielen keine weiteren Treffer.

Der VfB Stuttgart machte es besser. Die Schwaben gingen vor der Pause gegen die abstiegsgefährdeten Cottbusser in Front und legten in der zweiten Halbzeit mit dem 2:0 nach. Sie sind punktgleich mit dem deutschen Rekordmeister, was einerseits den Rückstand auf diesen nach Punkten egalisierte, andererseits ein spannendes Finale am letzten Spieltag in der Allianz-Arena verspricht. Dann treffen beide Mannschaften direkt aufeinander.

Der VfL Wolfsburg gab sich in Hannover ebenfalls keine Blöße und schoss den Gastgeber mit 5:0 aus dem Stadion. Zweimal Grafite und dreimal Dzeko waren die Torschützen, die ihre Treffer 47 bis 51 für die Wölfe erzielten und damit die Plätze eins und zwei in der Torjägerliste eroberten. Die Truppe von Felix Magath muss im letzten Spiel daheim gegen Werder Bremen antreten und braucht nur ein Remis, um die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.

Entscheidungen im Kampf um die Europa-League-Plätze

Für den 1. FC Köln schießt Ehret das Tor des Tages und schickt den Hamburger SV ins Tal der Tränen. Die Hanseaten verspielten in den letzten Wochen so ziemlich alles, was sie sich in einer langen Saison erarbeitet haben. In der Woche eroberten sie durch einen Sieg noch Platz fünf, diesmal reicht es nur zu Rang sechs. Bei der gegenüber Borussia Dortmund um 22 schlechteren Tordifferenz brauchen sie nächste Woche nicht nur einen Sieg in Frankfurt, sondern auch Schützenhilfe.

Die Dortmunder schossen heute die Arminia aus Bielefeld mit 6:0 aus dem Signal-Iduna-Park. Sebastian Kehl erzielte dabei seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga. Die Westfalen können mit einem Sieg im Borussia-Park zu Mönchengladbach den Einzug ins internationale Geschäft klarmachen.

Entscheidungen im Abstiegskampf

Weder Bielefeld noch Mönchengladbach konnten punkten, sondern kamen beide auswärts schwer unter die Räder. Die Fohlen haben allerdings immer noch drei Punkte Vorsprung vor den Arminen und dem FC Energie (beide 27 Zähler), der zwar knapper verlor, aber vorher schon eine weitaus schlechtere Tordifferenz hatte. Nutznießer ist der Karlsruher SC, der in Bremen mit 3:1 gewann und damit bis auf einen Punkt an die Ostwestfalen und die Lausitzer herankam.

Alle vier treten am letzten Spieltag zu Hause an. Die einfachsten Spiele dürften Cottbus und Bielefeld haben, denn für ihre Gegner aus Leverkusen und Hannover geht es um nichts mehr, während Karlsruhe Berlin vor der Brust hat. Die Truppe von Hans Meyer hat dennoch die besten Karten, denn selbst mit einer Niederlage mit zwei Toren Unterschied und einem gleichzeitigen Sieg der Ostwestfalen mit zwei Toren Unterschied hätten sie bei dann gleicher Tordifferenz immer noch die mehr geschossenen Tore.

Gerettet hat sich der VfL Bochum, der die Frankfurter Eintracht mit 2:0 wieder nach Hessen schickte. Die Unwiederaufsteigbaren haben damit 31 Zähler auf dem Haben-Konto und können nicht mehr eingeholt werden. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge war damit fast schon nicht mehr zu rechnen.


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