Abgebloggt 12/34
17. November 2009, 19:00 geschrieben von BVB-Benny, abgelegt unter Deutscher-Fussball.
Welcome back, FC Hollywood!
Was heißt eigentlich „Louis, es funktioniert nicht!“ auf Niederländisch? Der Tulpengeneral stolpert mit dem deutschen Rekordmeister immer tiefer ins Mittelmaß. In der Champions League schon so gut wie ausgeschieden, wächst nun auch der Rückstand innerhalb des Vergleiches mit der Klinsmann-Ära auf vier Punkte. Letztes Jahr war man nach dem 12. Spieltag immerhin auf Tabellenplatz drei.
Und als liefere die sportliche Situation nicht schon genug Schlagzeilen, häuften sich in letzter Zeit auch noch die Eskapaden rund um den FC Bayern. Auf dem Weg zurück zum FC Hollywood?
Den unrühmlichen Anfang machte der Zwergenaufstand des Philipp Lahm. In einem Interview mit der Süddeutschen fühlte er sich bemüßigt, seinen Standpunkt zur Vereinsphilosophie und Transferpolitik des FC Bayern zu äußern. Da sich dieser in den wenigsten Punkten mit dem von Uli Hoeneß deckte, spuckte letzterer bei gewohnt gesunder Gesichtsfarbe in die Kamera, der kleine Nationalspieler werde seine Aussagen noch bereuen. Schauen wir uns das mal an: eine fünfstellige Geldstrafe für Lahm, der 2,5 Millionen brutto im Jahr verdient, und die Prognose, dass er kurz- bis mittelfristig ein Kandidat für das Kapitänsamt in München sein wird. Wie oft wird sich der Linksverteidiger für sein Interview wohl in den Hintern gebissen haben?
Nächster Problemfall: Luca Kuranyi…ähm, Entschuldigung…Luca Toni! Nach seiner Auswechslung zur Halbzeit beim Spiel gegen Schalke verließ der Stürmer beleidigt das Stadion. Nicht die feine italienische Art, letztlich aber nur die Folge von monatelanger Demontage – ob berechtigt oder unberechtigt sei mal dahingestellt. Konsequenz: es drohe vermutlich eine Geldstrafe. Genaueres hat man schon seit längerer Zeit nicht mehr gehört.
Zusätzlich holte dann auch Uli Hoeneß persönlich zum Rundumschlag aus. Er ging dabei nochmal auf die Kritik von Lahm ein und versuchte, sie zu widerlegen. So weit, so gut. Wie er sich dann aber über seinen noch angestellten Torwart Rensing äußerte, habe ich bereits mit Stirnrunzeln gelesen. Als ich bei den Kommentaren zu Piotr Trochowski angelangt bin, erhob sich in mir die Frage, ob eines seiner Würstchen möglicherweise schlecht war. Persönliche Angriffe in dieser Art und Weise sind an Niveaulosigkeit nur schwer zu überbieten, Herr Hoeneß. Dieses Rumgekeife wird Ihrer Intelligenz in keiner Weise gerecht. Offensichtlich wird es Zeit, dass Sie sich zurückziehen. Gott sei Dank ist es bald soweit.
Was hilft der Hertha?
Ganz andere Sorgen hat der Ex-Verein von Bruder Dieter Hoeneß. Die als schwierig prognostizierte Saison scheint für Hertha BSC noch viel schwerer zu werden als angenommen. Vier Punkte nach zwölf Spielen, das heißt nur in jedem dritten Spiel gibt es derzeit durchschnittlich überhaupt einen Punkt für die Berliner – ich habe gehört, in der Hauptstadt kramen sie schon wieder die alten Tasmania-Witze aus eingestaubten Schubladen hervor. Zur Rettung plant man nun eine Rückholaktion von Stürmer Pantelic. Nur weiß man offensichtlich noch nicht genau, wo das Geld herkommen soll. Auch stellt sich die Frage, ob eine Rückholaktion von Erfolgstrainer Lucien Favre gerade langfristig gesehen nicht die sinnvollere Variante wäre. Allerdings habe ich mir sagen lassen, der Schweizer wäre nicht interessiert. Komisch…naja, vielleicht sucht bald ein niederländischer Trainer wieder einen Arbeitsplatz. Augen auf, Herr Preetz!
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