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Abgebloggt 14/34 Schiedsrichter in Not und Präsidenten ohne Manieren

30. November 2009, 13:41 geschrieben von informer, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Der 14. Spieltag der Spielzeit 2009/2010 hat es wie die klare Sonne an den Tag gebracht: Die Schiedsrichter sind dabei, ihre Unfehlbarkeit vollends zu verspielen. Dabei sollten sie in der Bundesliga eigentlich überhaupt nicht auffallen, sondern einfach ihren Job machen, dann sind sie gut. Sind sie schlecht, fallen sie auf. Willkommen im Leben.

Fehlentscheidungen mit Folgen

Beispiel 1: Im Spiel Hoffenheim gegen Dortmund hatte Michael Kempter mit wechselnden Maßstäben gepfiffen. In der 76. Minute ließ er erst weiterspielen, während Hoffenheims Ba angeschlagen am Boden lag – allerdings pfiff er genau in dem Moment, in dem Zidan einen Ball im Hoffenheimer Tor versenkte. Wenig später entschied er auf Strafstoß für Dortmund, obwohl das vorangegangene Gezerre nicht immer als strafstoßwürdig eingestuft wird. Und kurz darauf folgte Kempters Meisterstück: Maicosuel schlägt Dortmunds Torwart Weidenfeller auf den Arm, um den Ball zur Ausführung einer Ecke zu bugsieren. Weidenfeller fällt wie mit zerschmetterten Knien – Kempter zeigt Maicosuel rot. Für die anschließenden Unsportlichkeiten hatte Kempter kein Auge mehr.

Beispiel 2 findet in Bremen statt: Schiedsrichter Günter Perl leitete eine Partie, in der eigentlich alle außer ihm ein Handspiel Özils gesehen haben. “Der Ball war für mich im Gesicht”, sagte er hinterher in die Mikrofone. Das Spiel ging regulär weiter, eine Ecke führte nach der Aktion zum 2:2-Ausgleich für Bremen. Vom Spielverlauf verdient, der Weg aber strittig.

Beruhigung außerhalb des Feldes?

Es ist Pech, wenn der Schiedsrichter nicht richtig steht. Oder Glück, wenn man auf der anderen Seite steht. Klar ist jedoch, dass Entscheidungen im Profi-Sport Entscheidungen mit weit reichenden Folgen sind. Die über Platzierungen, Zusatzeinnahmen, Etats und vieles mehr entscheiden. Da darf ich doch erwarten, dass sich ein Verband wie der DFB bemüht, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, oder? Aber zu erwarten ist nichts. Aktionen wie die Einführung des vierten Schiedsrichters, der die Trainer beruhigen soll (die ja ständig für Stress auf dem Platz sorgen!) zeigen, in welche Richtung sich der DFB entwickelt.

Vielleicht wird es bald einen fünften Schiedsrichter geben. Der dann den Präsidenten an die Seite gestellt wird, die ebenfalls nur Stress machen. Dortmunds Präsident Watzke goss zunächst Öl ins Feuer vor dem Spiel in Hoffenheim und kritisierte die Anteile der Fernsehgelder Hoffenheims als zu hoch. In München lässt Uli Hoeneß seinen Druck jetzt aus dem Präsidentenkessel ab, da ist ein eigener Schiedsrichter immer gut. Und in Bremen redet Klaus Allofs vom Titel, obwohl die Mannschaft um Kapitän Frings das für Unsinn hält. Da wird es doch höchste Zeit, zur Beruhigung der Präsidentenriege beizutragen.


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