[Handball-EM 2010] Deutschland siegt sich in die Hauptrunde
22. Januar 2010, 21:50 geschrieben von Mr.Mö.
Dank einer starken ersten Halbzeit und Teufelskerl Silvio Heinevetter besiegte Deutschland im letzten Vorrundenspiel Schweden mit 30:29 (21:18) und zog als Drittplatzierter in die Hauptrunde der Europameisterschaft ein.
Der komplette EM-Spielplan – Ansetzungen, Ergebnisse und Tabellen
Das deutsche Team vor dem Turnier
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Deutschland | 30:29 (21:18) | Schweden | ![]() |
Die deutsche Mannschaft hat das Minimalziel erreicht und ist in die Hauptrunde der Handball-Europameisterschaft eingezogen. Dort ist die deutsche Auswahl jedoch mit 1:3-Punkten krasser Außenseiter auf die Vergabe eines der Halbfinaltickets. Deutschland müsste schon die nun wartenden Turnierfavoriten Frankreich und Spanien besiegen, um überhaupt minimale Chancen auf ein Weiterkommen zu haben.
Deutschland spielt wie ausgewechselt
In der Startformation sorgte Trainer Heiner Brand für keine Überraschungen. Im Match der beiden verunsicherten Mannschaften der Gruppe D, kam die deutsche Mannschaft erstmals in diesem Turnier gut in ihr Angriffsspiel. Wie ausgewechselt präsentierten sich die DHB-Angreifer. Der Unterschied zu den bisherigen Begegnungen: Deutschland spielte wesentlich druckvoller und hatte dadurch Linie und Klarheit im Spiel. Zahlreiche unvorbereitete Abschlüsse wie gegen Polen und Slowenien wurden gegen die Schweden reduziert. Nach zehn Minuten hatte die DHB-Auswahl eine Wurfeffektivität von fast 90 Prozent. Im Polen-Spiel waren es noch weniger als 40 Prozent.
Die verbesserte Angriffsleistung ging jedoch zu Lasten der zuvor starken Abwehr. Der Defensivverbund der Deutschen offenbarte einige Schwächen, da er zu passiv und zu löchrig agierte. Schweden bestrafte dies und kam zu leichten – aber auch schön herausgespielten – Toren über die Kreisläufer-Position. So konnte Deutschland zunächst kein Kapital aus dem guten Angriff ziehen. Die 3:1-Führung glich Schweden schnell aus und ging nach 13 Minuten erstmals in Führung (8:9). Neben dem in den bisherigen Spielen starken Christoph Theuerkauf, zeigten sich gegen Schweden auch Kapitän Michael Kraus und Holger Glandorf endlich als die erhofften Leistungsträger. Die beiden hatten ihr Wurfglück, aber auch Wurfqualität wieder gefunden. Keinen Ball an die Finger bekam dagegen Jo Bitter, der in den ersten Spielen der große Rückhalt war. Für ihn kam schließlich Silvio Heinevetter, der besser in die Partie fand. Deutschland konnte wieder in Führung gehen (15:12) und ging mit einer Drei-Tore-Führung in die Kabinen (21:18).
Teufelskerl Heinevetter rettet Deutschland
Mit dem gewohnten Angriffs-Gesicht kam man aus der Halbzeit. Deutschland musste dem großen Kraftaufwand Tribut zollen, stieß nicht mehr so stark auf die Lücken, nahm sich vielmehr die falschen Würfe. Besonders Lars Kaufmann tat sich hier mit überhasteten Abschlüssen hervor. Der Vorsprung war schnell aufgebraucht. Schweden konnte auf 24:23 verkürzen. Im Laufe der zweiten Halbzeit konnten sich die deutschen Feldspieler bei Heinevetter bedanken, dass Schweden die deutsche Abschlussschwäche nicht bestrafen konnte. In den ersten 20 Minuten des zweiten Spielabschnitts erzielte die DHB-Auswahl nur fünf Tore (26:25). Sieben Minuten vor Schluss konnte Schweden seit Langem dann aber doch wieder ausgleichen (27:27). Der Ausgleich wehrte jedoch nur kurz. Deutschland ging wieder in Führung, spielte mit der Uhr und rettete die Führung letztendlich ins Ziel (30:29).
Statistik
Deutschland: Bitter, Heinevetter; Gensheimer, Roggisch (1), Müller (1), Theuerkauf (2), Glandorf (8), Christophersen, Jansen (7/3), Späth, Kraus (6), Schöne, Sprenger, Kaufmann (3), Haaß (2)
Schweden: Mattias Andersson, Beutler, Sjöstrand; Gustafsson, Kim Andersson (7), Källman (1), Lukas Karlsson (2), Lennartsson, Ekberg (6/3), Doder (5), Arrhenius (6), Carlén (1), Tobias Karlsson, Larsson, Petersen, Ekdahl du Rietz (1)
Schiedsrichter: Nikolic/Stojkovic (Serbien)
Zuschauer: 8200
Siebenmeter: 3/3:3/2 (Heinevetter hält gegen Ekberg)
Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Roggisch/drei, Haaß – Larsson, Andersson).
Rote Karte: Roggisch (dritte Zeitstrafe/52.)
Spielfilm: 1:0 (2.), 3:1 (5.), 5:5 (8.), 8:9 (13.), 11:9 (15.), 15:12 (22.), 19:16 (28.), 21:18 – 21:19 (32.), 23:19 (33.), 23:22 (40.), 25:23 (46.), 27:27 (53.), 29:27 (56.), 30:28 (57.), 30:29.
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