Fussball-Forum-Fußball von seiner schönsten Seite!
Forum Fussball-Statistiken Magazin Tippspiel Impressum

[Europa League 2009/10] Hamburg steht im Halbfinale

8. April 2010, 23:58 geschrieben von Mr.Mö, abgelegt unter Int-Fussball.

Der Traum geht weiter. Der Hamburger SV steht im Halbfinale der Europa League. Im Viertelfinale setzten sich die Hanseaten in der Summe mit 5:2 gegen Standard Lüttich durch. Nach dem 2:1-Hinspielsieg gewann der Bundesligist das Rückspiel mit 3:1. Zweimal Petric und einmal Guerrero erzielten die Treffer für den HSV.

Die Diskussion zum UEFA-Cup im Forum
Alle Ergebnisse des UEFA Cups auf einen Blick
Die UEFA-Fünfjahreswertung in den Stats
Der UEFA-Koeffizient in den Stats
Die ewige Europacuptabelle in den Stats

Standard Lüttich 1:3 (1:2) Hamburger SV

Traumtor sorgt für Vorentscheidung

In der Bundesliga stehen die Hamburger auf einem enttäuschenden sechsten Platz. So ruhen die Hoffnungen der Hanseaten auf der Europa League und einem Finale in der heimischen Arena. Durch das 2:1 im Hinspiel hatte sich der HSV für das Rückspiel eine ordentliche Ausgangsposition verschafft. Gegen heimstarke Belgier (eine Niederlage aus den letzten zwölf Europapokalspielen) waren die auswärtsschwachen Hamburger (fünf Niederlagen in Folge) aber noch lange nicht auf der sicheren Seite. Während Lüttich in der Liga fast alle Stammspieler schonen konnte, kam der HSV im Derby gegen Hannover 96 nicht über ein trostloses 0:0 hinaus und musste sich darüber hinaus noch mit den Folgen des Flaschenwurfes von Guerrero beschäftigen.

Im Vergleich zum Hinspiel griffen beide Trainer zu einigen personellen Veränderungen. Mangala und Goreux mussten für Sarr sowie Nicaise auf die Bank. Beim HSV begannen für Rincon, Torun und Berg Demel, Tesche und Petric.

Beide Mannschaften kamen gut in die Partie. Hamburg erarbeitete sich zunächst eine Halbchance durch Petric (6.), bevor Lüttichs Carcela-Gonzalez Hamburgs Schlussmann Rost zu einer starken Parade zwang (10.) Nur zehn Minuten später machten die Hamburger einen großen Schritt ins Halbfinale. Lüttichs Torhüter Bolat kam nach einer abgefälschten Flanke von Zé Roberto zu spät und Petric köpfte zur Führung ein. Angefeuert von fast 30.000 Zuschauern im Maurice Dufrasne zeigte sich Lüttich allerdings unbeeindruckt und erhöhte den Druck. Der Bundesligist stand aber sehr kompakt und erstickte die belgischen Angriffsversuche bereits im Keim.

Chancen konnte sich Lüttich aber über die Achillesverse des HSV ausrechnen: Standardsituationen. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld konnte ein starker Rost das Gegentor verhindern, indem er Mbokanis Kopfball entschärfte (29.). Kurz darauf war es aber passiert. Erneut stimmte bei einer Freistoßflanke die Zuordnung nicht und Camargo konnte Rost überwinden (32.). Die Antwort des HSV kam allerdings prompt und hatte es in sich: Aogos Flanke jagte Petric mit einem überragenden Fallrückzieher zur erneuten Führung in die Maschen (35.).

Lüttich benötigte nun drei Tore für ein Weiterkommen. Im Anschluss sorgten die heimischen Zuschauer für einen hässlichen Zwischenfall. Ein Schiedsrichter-Assistent wurde von einem Feuerzeug getroffen, konnte aber nach kurzer Unterbrechung weitermachen. Ob des deutlichen Vorsprungs spielte Hamburg ganz sicher ihren Stiefel herunter und agierte engagiert in der Defensive. Lüttich war zwar bemüht, den Belgiern ging aber jede Torgefahr ab.

Flaschenwerfer kann es auch mit dem Fuß

Direkt nach dem Seitenwechsel hatte van Nistelrooy die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, Bolats Abpraller konnte der Holländer aber nicht verwerten (48.). Der zweite Spielabschnitt verlief spielerisch wie der erste. Der HSV agierte sehr konzentriert und clever im Spiel gegen den Ball. Gefährlich wurde es für Hamburg weiterhin nur nach Standardsituationen. Ein hoher Ball sorgte abermals für Verwirrung im deutschen Strafraum, aber Mbokani konnte aus kurzer Distanz Rost erneut nicht überwinden (60.).

Mit zunehmender Spieldauer schien Lüttich zu realisieren, dass die spielerischen Mittel wohl zu limitiert sind, um die HSV-Abwehr noch drei Mal zu knacken. Standard resignierte zusehends. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich Flaschenwerfer Guerrero mit dem 3:1 in der Nachspielzeit.

Der Hamburger SV steht damit im Halbfinale der Europa League und trifft dort auf die Delegation des FC Fulham. Die Engländer setzten sich in der Summe mit 3:1 gegen den VfL Wolfsburg durch. Nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel hatte Fulham auch das Rückspiel (1:0) für sich entschieden

Statistik

Standard Lüttich: Bolat – Camozzato, Victor Ramos, Sarr, Pocognoli – Nicaise (89. Mangala), Carcela-Gonzalez (76. W. Dalmat) – Witsel, de Camargo, Jovanovic – Mbokani
Trainer: d’Onofrio

Hamburger SV: Rost – Demel, Boateng, Mathijsen, Aogo – Jarolim, Zé Roberto – Tesche, Pitroipa (76. Trochowski)- Petric (67. Guerrero), van Nistelrooy (89. Berg)
Trainer: Labbadia

Tore: 0:1 Petric (20.), 1:1 de Camargo (32.) 1:2 Petric (35.) 1:3 Guerrero (94.)

Schiedsrichter: Proença (Portugal)
Zuschauer: 29.200 im Maurice Dufrasne (Lüttich)
Gelbe Karten: Camozzato, Victor Ramos, Pocognoli, Mbokani / Rost, Demel, Aogo, Jarolim, Tesche


Teile uns deine Meinung zu diesem Artikel über das Kontaktformular mit.


Weitere Artikel


|