[Premier League 2009/10] Ein packender Showdown beim Kampf um die Krone und die Vergabe der internationalen Startplätze steht an
26. April 2010, 12:12 geschrieben von Elbefohlen, abgelegt unter Int-Fussball.
Während im Tabellenkeller die Luft bereits raus ist, bahnt sich im Titelkampf zwischen dem FC Chelsea und Manchester United sowie um die Teilnahme an den kontinentalen Wettbewerben im nächsten Jahr ein dramatisches Finale an. Der 36. Spieltag in der Zusammenfassung.
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Der Titelverteidiger legt vor
Oldie Ryan Giggs war der gefeierte Held beim 3:1-Sieg der Red Devils gegen die viertplatzierten Spurs. Der Waliser verwandelte zweimal nervenstark vom Punkt und brachte seine Farben somit auf die Siegerstraße. Giggs markierte dabei das 1:0 nach knapp einer Stunde und in der Schlussphase zum Endstand. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich war Tottenham-Kapitän King verantwortlich, ehe der Portugiese Nani mit einem wunderschönen Lupfer über Gäste-Keeper Gomes hinweg mit der spektakulärsten Szene des Spiels für die erneute Führung der Gastgeber sorgte.
Manchester United musste ohne Superstar Wayne Rooney auskommen. Der englische Nationalstürmer, der gerade von seinen Kollegen zum Spieler der Saison gewählt wurde, fehlte aufgrund einer Knöchelverletzung. Während sein Coach Alex Ferguson davon ausgeht, dass Rooney in den letzten beiden Partien nicht mehr zum Einsatz kommt, hofft der mit 26 Treffern beste Torschütze der Liga selbst noch auf ein Comeback am letzten Spieltag gegen Stoke City. Um den vierten Titel in Folge nach Old Trafford zu holen und somit zum alleinigen Rekordmeister aufzusteigen, muss United allerdings auf einen Ausrutscher des Konkurrenten aus London hoffen, da der FC Chelsea sich am Sonntag keine Blöße gab und weiterhin die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung anführt.
Die Blues ziehen eindrucksvollen nach
Am späten Sonntagnachmittag traf der FC Chelsea an der heimischen Stamford Bridge im letzten Spiel der Runde auf Stoke City – und die Reise nach London wurde für die Potters zum Desaster. Mit 0:7 kamen die Pulis-Schützlinge unter die Räder und waren dabei noch gut bedient. Praktisch chancenlos sahen sich die Gäste einem Angriffswirbel Chelseas gegenüber, der zwangsläufig zum Debakel führte. Neben der schmerzlichen Pleite verlor Stoke auch noch zwei Leistungsträger durch Verletzung. So musste Kapitän Ab Faye bereits in der Anfangsphase mit einer Knieverletzung vom Platz, später folgte Keeper Thomas Sörensen mit Verdacht auf Ellenbogenbruch, der den Dänen womöglich auch die WM kostet.
Auffälligste Akteure der wenig geforderten Ancelotti-Elf, bei der die Abstinenz des gesperrten John Terry keinerlei negative Auswirkungen hatte, waren Salomon Kalou und Frank Lampard. Dem Ivorer Kalou gelangen drei Treffer, Lampard steuerte deren zwei hinzu. Das 6:0 von Daniel Sturridge war dessen Debüt-Tor in der Premier League, den Endstand besorgte letztlich Florent Malouda, der zuvor einige Male aus aussichtsreichsten Positionen vergeben hatte.
Interessierte Beobachter der Partie waren auch Bundestrainer Joachim Löw und sein Co. Hansi Flick, die sich einen Eindruck von Michael Ballack und vielleicht auch Robert Huth machen wollten. Beide spielten über die volle Distanz, wobei Ballack wenig auffällige agierte und Huth mitsamt dem Rest seiner Mannschaft unterging.
Die Blues gehen also von der Pole Position auf die Zielgerade und haben am nächsten Wochenende ein ganz schweres Spiel vor der Brust. Die Reise geht nach Liverpool an die Anfield Road, wo die Reds zum Tanz bitten. Doch Chelsea scheint auch für diese hohe Hürde gewappnet, hat man doch in dieser Spielzeit bislang alle Duelle gegen die Mitglieder der Big-Four gewonnen…
Hauen und Stechen um die Plätze 4-7
Dass der FC Arsenal (72 Punkte) auf Rang drei einkommt, erscheint fast sicher, auch wenn der ungeliebte Nachbar Tottenham theoretisch noch die Möglichkeit hat, an den Gunners vorbeizuziehen. Die Spurs (64) haben noch ein Nachholspiel und einen Rückstand von derzeit acht Punkten – da muss schon einiges zusammenkommen, damit die Redknapp-Elf noch auf den direkten Champions-League- Platz springt. Vielmehr muss man aufpassen, dass man den Qualifikationsplatz zur Königsklasse auf den letzten Drücker nicht noch abgibt. Nach der Festwoche mit den prestigeträchtigen Siegen über Arsenal und Chelsea musste Tottenham im Old Trafford Federn lassen und so konnte die Konkurrenz aufschließen.
Aston Villa zog nach einem 1:0-Erfolg im heiß umkämpften Stadtderby gegen Birmingham City, bei dem Milner dank eines verwandelten Elfmeter in der Schlussphase zum Matchwinner avancierte, punktemäßig gleich. Und auch der FC Liverpool (62) hat nach einem glatten 4:0 beim FC Burnley wieder Tuchfühlung aufgenommen.
Die besten Karten auf Rang vier besitzt jetzt vielleicht Manchester City. Die Citizens belegen momentan mit 63 Zählern den sechsten Platz und brachte am Wochenende vom Gastspiel im Emirates einen Punkt mit, die Partie gegen die Gunners endete torlos. Mancinis Starensemble hat genau wie Tottenham noch ein Spiel in der Hinterhand. Man erwartet mit Aston Villa und eben die Tottenham Hotspur die direkte Konkurrenz vor eigenem Publikum, ehe es zum Abschluss zum Auswärtsspiel bei den Hammers geht. City hat es also selber in der Hand, sich für die ganz große internationalen Bühne zu qualifizieren.
Alles klar in Sachen Abstieg
Nachdem der hochverschuldete FC Portsmouth schon einige Zeit auch sportlich nicht mehr zu retten war, ist seit dem Sonntag mit der 0:4-Heimniederlage gegen Liverpool auch der Abstieg des FC Burnley besiegelt. Da West Ham United gegen Wigan Athletic zu einem ganz wichtigen 3:2-Sieg kam und Hull City gleichzeitig vor eigenem Publikum gegen die Black Cats mit 0:1 eine Niederlage einstecken musste, scheint das Schicksal der Tigers ebenfalls besiegelt. Mit sechs Punkten Rückstand und der deutlich schlechteren Tordifferenz gegenüber West Ham wird man unter dem ominösen Strich bleiben und den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen. Derweil stehen mit Newcastle United und West Bromwich Albion bereits zwei Aufsteiger fest.
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