WM 2010 in Südafrika - das Tagebuch der Nationalmannschaft: Die Schiedsrichter der WM 2010
28. Juni 2010, 10:57 geschrieben von informer, abgelegt unter WM-2006, Int-Fussball.
Das MAG begleitet unsere Nationalmannschaft während der WM 2010 in Südafrika. Die Schiedsrichter leider auch…
Liebes Tagebuch,
das wichtigste mal vorweg: Schade England.
Oder habt Ihr tatsächlich gedacht, dass Ihr mit Eurem Wembley-Tor ungeschoren davonkommt? Also ehrlich….Weltmeister werden mit einem Tor, das keins ist….klar, dass das Schicksal da noch mal drauf guckt. Auch wenn Ihr das Stadion sicherheitshalber plattgemacht habt, um alle Spuren zu verwischen…
In einer hochtechnisierten Zeit, in der Herzen verpflanzt werden, in der flüssige Seife in Badezimmern zum guten Ton gehört und in der junge Menschen ohne Computer schon als auffällig gebrandmarkt werden und nicht mehr wissen, wie sie heißen – in der ist es nicht möglich, klare Tore zu erkennen? Gut, England hätte es sowieso nicht geholfen, weil Deutschland die Insulaner mit dem imaginären Katzenkragen ohnehin weggespielt hätte. Aber so einen Fall sollte es doch bitteschön nicht mehr geben. Ob ein Tor ein Tor ist, lässt sich im 21. Jahrhundert zweifelsfrei feststellen. Es ist deshalb nicht zu verstehen, dass Betonköpfe an der Ursprünglichkeit des Ballspiels festhalten, andererseits aber alle Vorzüge der modernen Entwicklung mitnehmen.
Und dass die Schiedsrichter 2010 nicht unbedingt besser geworden sind, haben nicht nur die Gruppenspiele der WM schon gezeigt. Auch Argentinien ging im Viertelfinale durch einen klaren Schiri-Fehler in Führung. Mag das Spiel auch schneller und schwieriger zu leiten geworden sein…bei den Spielen in Südafrika blamieren die Pfeifenmänner sich mächtig.
Bundesjogi Löw, der Löwenbändiger (hach, was für ein kreatives Wortspiel – zu finden deshalb in 86 Prozent aller Printmedien, die über das Spiel berichten…), hat gegen England vieles richtig gemacht (von der Gomez- und Trochowski-Einwechslung vielleicht abgesehen). Selbst auf den bis dahin zahnlosen Klose zu setzen, war ein Treffer. Chapeau Herr Löw! Alle die, die eine Abreise nach der Vorrunde bzw. dem Achtelfinale für möglich gehalten haben, sind jetzt ruhig. Auch der Autor hält sich zurück. Ob es für einen neuen Vertrag reicht, werden die Verhandlungen und die ehemalige Schampoo-Litfasssäule Oliver Bierhoff zeigen.
Jetzt steht ein erneutes Duell mit Argentinien an. 2006 verlor Argentina im Viertelfinale nach Elfmeterschießen….und nach dem Spiel prügelten die Gauchos auf dem Platz wahllos herum. Ob das am Austragungsland Deutschland oder am Temperament (Klartext: der Verhaltensstörung) der Argentinier lag, wird sich zeigen. Immerhin wartet auf die Spieler die Aussicht, eine live-Regionalliga-Variante von nude-in-public zu sehen und den Assistenztrainer von hinten begatten zu dürfen…hmpf. So gesehen dürften die jungen Wilden um Trainer Löw wohl gewinnen, ohne hinterher Kampfszenen der Jedi-Ritter ohne Laserschwerter nachstellen zu müssen. Also los Jungs, lasst die argentinischen Spieler nicht hängen….habt ein großes Herz!
In diesem Sinne…
Teile uns deine Meinung zu diesem Artikel über das Kontaktformular mit.
Weitere Artikel
- [Basketball-WM 2010] Nach Machtdemonstration gegen Griechenland: Spanien im Viertelfinale
- [Basketball-WM 2010] Das Aus: Deutschland verliert gegen Angola
- [Basketball-WM 2010] Vorbericht zur Basketball-WM 2010 in der Türkei
- Eingeworfen: Die Fussball-WM der Vergessenen
- Fußball-WM 2010 in Südafrika - das Tagebuch der Nationalmannschaft. Heute: Auf Wiedersehen, Südafrika - was bleibt hängen?
« [WM 2010] Argentinien schlägt Mexiko und fordert Deutschland im Viertelfinale heraus | [WM 2010] Holland im Viertelfinale - Robben trifft gegen die Slowakei »
