Fußball-WM 2010 in Südafrika - das Tagebuch der Nationalmannschaft. Heute: Die Superstars fahren nach Hause...
2. Juli 2010, 11:43 geschrieben von informer, abgelegt unter WM-2006, Int-Fussball.
Das MAG begleitet unsere Nationalmannschaft während der WM 2010 in Südafrika. Heute: Die Superstars fahren nach Hause…
Liebes Tagebuch,
man hat es nicht leicht als Superstar. Das hat die WM 2010 ganz deutlich gezeigt. Schon vorher wurden einige Persönlichkeiten aus dem Geschehen genommen (Ballack, Essien, Mikel, Nani etc.)…für sie war das aber eigentlich doch irgendwie gut. Denn weil sie nicht spielen konnten, konnten sie nicht scheitern.
Scheitern wie z.B. Rooney. Der inzwischen bei großen Turnieren zahnlos scheinende Rottweiler im Löwenteam hat schon seine zweite WM ohne Tore abgeschlossen. Für einen Keeper wäre das eine sensationelle Sache, da er aber Stürmer ist – naja. Weitere Prominente mit WM-Rückflugtickets: Samuel Eto’o und Franck Ribéry. Viele Besucher der WM fragten sich: “Waren die eigentlich dabei?” Oh ja, sie waren…sie waren – hihi.
Das gilt auch für eines der Top-Objekte in der Welt der Spielerfrauen: Christiano Ronaldo. Er schaffte zwar wie Rooney noch den Sprung ins Achtelfinale, aber dort waren seine Superkräfte am Ende. Das Team Spanien siegte gegen den Individualisten Ronaldo – und zeigte dem Publikum der WM 2010, worauf es in Südafrika wirklich ankommt: auf Teamstärke. Und gerade die hat Jogi Löw dem deutschen Team vermacht, das jetzt vor der Bewährungsprobe steht. Mit Argentinien wartet ein Team, das ein Team ist und starke Individualisten vorweisen kann. Insofern ist die Spannung vor dem Spiel berechtigt.
Diese WM bringt also keinen Weltstar groß raus. Das merkt man daran, dass Messi bei den Argentiniern nur Mitläufer ist. Das merkt man auch daran, dass selbst in Brasilien keine Socke von Kaka schwärmt, sondern vom Team. Gut, er ist nicht in Topform, aber das passiert jedem Topstar mal. Selbst dem Niederländer Robben. Der ist inzwischen von seiner Verletzung befreit, hat einen fulminanten Start ins Turnier vorgelegt und lässt einen van der Vaart vergessen. Silvies Mann, der sich beim Heben seines neugeborenen Söhnchens ja heftige Rückenprobleme zuzog um den Wechsel nach Madrid zu beschleunigen und seitdem seiner Form hinterherläuft. Aber auch für die Niederlande gilt trotz Robben: das Team ist der Star.
Hoffen wir, dass diese WM nicht zu bunt wird. Allein sieben deutsche Spieler gehen mit einer gelben Karte ins Spiel. Und gegen die temperamentlosen Gauchos besteht eigentlich keine Gefahr, dass dieses Kontingent so bleibt….man ist gespannt, ob die Auswirkungen egal sind oder ins Fleisch schneiden. Deutschlands stellvertretender Chef Schweinsteiger meinte ja, dass die Spieler mit der Situation umgehen können. Nur zu! Deutschland hat nämlich in Sachen Argentinien noch etwas gutzumachen. Immerhin liegen die Gauchos im direkten Vergleich noch deutlich vorn. Wird die “Hand Gottes” Maradona mit dem geschenkten Trainerschein (wegen zu vieler Termine konnte Maradona die Kurse nicht absolvieren…) auch auf der Bank helfen?
In diesem Sinne….
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