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[Champions League 2010/11] Mesut wer? - Bremen schlägt Sampdoria mit 3:1

19. August 2010, 12:08 geschrieben von Jinxo, abgelegt unter Int-Fussball.

Werder Bremen absolvierte das Spiel 1 nach Mesut Özil mit Bravour. Die Norddeutschen setzten sich im Champions-League-Playoff-Hinspiel mit 3:1 gegen Sampdoria Genua durch.

SV Werder Bremen 3:1 (0:0) Sampdoria Genua

Der Name Mesut heißt aus dem Türkischen übertragen “der Glückliche”. Passenderweise war am Mittwochabend im Bremer Weserstadion vor dem Anpfiff des Champions-League-Playoff-Spiels gegen Sampdoria Genua die heißdiskutierte Frage, ob man bei Werder Bremen auch nach dem Abgang des bekanntesten Mesut der Republik glücklich sein kann. Die Antwort kam mit Nachdruck: Man kann.

Die Bremer gewannen das Hinspiel um den Einzug in die Gruppenphase mit 3:1 und zeigten dabei vor allem in der zweiten Halbzeit eine dominante Leistung, die nur durch den unnötigen Gegentreffer kurz vor Schluss geschmälert wird. Die Leistung zeigte auch, dass die Norddeutschen keineswegs im Spielaufbau abhängig von einer Person sind. Die gesamte Mittelfeldraute übernahm die Spielorganisation. Damit hieß der “neue Özil” zumindest an diesem Abend “Torstenphilippaarontim”, auch wenn nominell Aaron Hunt die Position hinter den Spitzen übernahm.

Sicherlich war auch an diesem Abend nicht alles perfekt, gerade in der Anfangsphase brauchten die Bremer etwas, um ins Spiel zu kommen – Sampdorias frühe Chance durch eine Freistoßvariante steht nur exemplarisch für die Startschwierigkeiten. Ebenso fiel der Druck der Werderaner gegen Ende hin ab und führte nach einer Nachlässigkeit von Mertesacker zum Gegentor durch Pazzini.

Doch für große Teile des Spiels zeigte Werder eine reife Spielanlage und ließ Ball und Gegner laufen. Stellvertretend für die Kombinationssicherheit der Bremer war das 3:0 durch Claudio Pizarro. Der Peruaner spielte einen Doppelpass auf engstem Raum mit Sturmpartner Hugo Almeida, der den Ball mit Hacke zurück zu Pizarro leitete, welcher dann vollendete. Wie gut das Spiel der Bremer phasenweise war zeigt, dass dieses Sahnetor nicht das schönste des Abends war.

Diese Ehre gebührte Clemens Fritz, einem der auffälligsten an diesem Abend. Der 29-jährige Rechtsverteidiger versenkte den Ball aus knapp 25 Metern mit einem strammen Schuss im oberen rechten Toreck zum Führungstreffer. Bremens 2:0 war weniger schön als wichtig: Stefano Lucchini hatte bei einem Eckball Sebastian Prödl umgerissen und war mit Gelb-Rot vom Platz geschickt worden. Torsten Frings verwandelte den fälligen Elfmeter.

So geht Werder mit einer guten, aber keiner großartigen, Ausgangsposition ins Rückspiel am Dienstag im Stadio Luigi Ferraris. Im stimmungsvollen Stadion in Ligurien muss Bremen noch einmal eine solche Leistung vollbringen, sonst sind am Ende doch die anderen “die Glücklichen”.

Statistik

Bremen: Wiese – Prödl, Mertesacker, Fritz, Pasanen (77. Boenisch) – Bargfrede, Borowski, Frings, Hunt (85. Marin) – Pizarro, Almeida (89. Arnautovic). – Trainer: Schaaf

Sampdoria: Curci – Lucchini, Ziegler, Gastaldello, Volta – Semioli (68. Stankevicius), Mannini (65. Guberti), Tissone (59. Poli), Palombo – Cassano – Pazzini. – Trainer: Di Carlo

Tore: 1:0 Fritz (51.), 2:0 Frings (67., Foulelfmeter), 3:0 Pizarro (69.), 3:1 Pazzini (90.)

Zuschauer: 25.276 (Weserstadion, Bremen)
Schiedsrichter: Stephane Lannoy (Sailly-sur-la-Lys, Frankreich)
Gelbe Karten: Fritz – Volta, Ziegler, Cassano
Gelb-Rot: Lucchini (66., wiederholtes Foulspiel)


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