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[Premier League 2010/11] Munteres Scheibenschießen am 2.Spieltag - gleich dreimal ein 6:0

23. August 2010, 13:33 geschrieben von Elbefohlen, abgelegt unter Int-Fussball.

Am 2. Spieltag der Premier League zeigten sich die Profis äußerst torhungrig – 35-mal musste die Keeper den Ball aus dem Netz holen. Dreimal hieß es 6:0, wobei neben dem FC Chelsea und dem FC Arsenal auch Aufsteiger Newcastle United ein halbes Dutzend Tore gelangen.

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Arsenal holt Blackpool auf dem Boden der Tatsachen zurück

Den Anfang des Torfestivals an diesem Spieltag erlebten die Zuschauer im Emirates Stadium, wo die Gunners auf Aufsteiger Blackpool trafen und die Seasiders richtig in der Premier League willkommen hießen. Denn Blackpool, das zum Auftakt mit 4:0 bei Wigan Athletic einen dicken Überraschungscoup landen konnte, lernte nun die andere Seite der Medaille kennen.

Der Angriffsmotor der Wenger-Elf, der am letzten Wochenende beim Auftritt an der Anfield Road noch etliche Fehlzündungen hatte, lief diesmal nach einer kurzen Aufwärmphase auf Hochtouren. Überragender Akteur vor über 60.000 Zuschauern war Walcott, der nie zu halten war und sich gleich dreimal in die Torschützenliste eintragen durfte (13./39./58.). Die weiteren Treffer zum auch in dieser Höhe verdienten 6:0 markierten Arshavin per Elfmeter (32.), Diaby (49.) und der ebenfalls auffällige Neuzugang Chamakh.

Die wohl entscheidende Szene für die hohen Niederlage der Gäste fand wohl in der 32. Minute statt. Evatt musste nach einer Grätsche von hinten in die Beine von Chamakh mit Rot vom Platz. Zu allem Überfluss verlegte Schiedsrichter Jones den Tatort fälschlicherweise in den Strafraum und entschied auf Strafstoß, den Arshavin zum 2:0 verwandelte. In Überzahl hatten die Hausherren dann in der Folgezeit leichtes Spiel.

Chelsea erneut gnadenlos

Nachdem der FC Arsenal mit dem Kantersieg vorgelegt hatte, wollte sich auch der FC Chelsea nicht lumpen lassen. Die Reise zu Wigan Athletic versprach schon von vornherein einige Tore, da die Latics gern einmal ihre Gegner zum Schützenfest einladen. So gingen sie am letzten Spieltag der vergangenen Saison beispielsweise bei eben den Blues mit 0:8 baden. Und auch der Start in diese Spielzeit war eine einzige Katastrophe, 0:4 verlor man nach einer desaströsen Vorstellung vor eigener Kulisse gegen Aufsteiger Blackpool.

Zu Beginn der Partie übernahmen die Gastgeber das Heft des Handelns und brachten den amtierenden Meister einige Male ins Schwanken. Erinnerungen an das letzte Jahr wurden wach, als man sich mit 3:1 gegen die Ancelotti-Elf behaupten konnte. Doch trotz aller Bemühungen wollte nichts Zählbares herausspringen, auch weil oftmals zu egoistisch gespielt und der besser postierte Mitspieler übersehen wurde. So kam es wie es kommen musste, Malouda sorgte nach etwas mehr als einer halbe Stunde für die Gästeführung (34.), die auch gleichzeitig der Pausenstand war.

Nach dem Wechsel ging’s dann ruckzuck: Doppelpack Anelka in der 48. und 52. Minute und die Dinge nahmen ihren Lauf. Die beiden Joker Kalou, der zweimal den Ball im Netz unterbrachte, und Benayoun schraubten das Ergebnis in den Schlussminuten auf 6:0. Drogba blieb diesmal zwar ohne eigenen Torerfolg, bereitete aber drei Treffer mustergültig vor. Insgesamt ein Traumstart für den Titelverteidiger, wenngleich die richtungsweisenden Prüfsteine erst noch kommen.

Die Elstern legen Aston Villa sechs Eier ins Nest

Was für eine triumphale Heimspielpremiere nach dem Wiederaufstieg für die Magpies: Mit 6:0 fegten sie Aston Villa aus dem St. James’ Park und trieben den Großteil der rund 43.500 Zuschauer in Ekstase. Nach dem etwas biederen Auftritt bei Manchester United am ersten Spieltag scheint die Hughton-Elf nun richtig in der Premier League angekommen zu sein. Das Trio Barton, Nolan und Carroll stach aus der wie entfesselt aufspielenden Truppe heraus, letztgenannter begeisterte mit einem Hattrick (34./67./87.).

Dabei hatten die Villains, die in der Liga zum ersten Mal ohne Milner und mit Neuzugang Ireland, der ja zusätzlich zu den 20 Millionen an Ablöse mit ins Transfergeschäft um Milner zwischen Aston Villa und Manchester City eingebunden war, die große Gelegenheit zur Führung. Carew drosch den Ball in der 10. Minute jedoch vom Elfmeterpunkt über das Tor der Hausherren. Später ergaben sich die Gäste in ihr Schicksal und schlitterten ins Desaster.

Hangeland trifft vorn und hinten

Am späten Sonntagnachmittag standen sich im Craven Cottage der FC Fulham und Vizemeister Manchester United gegenüber. Und die neue Mannschaft des Walisers Hughes, der früher selbst unter Alex Ferguson große Erfolge feiern konnte, erwies sich erneut als Stolperstein für den Vizemeister. Nachdem die Cottagers in den letzten beiden Jahren die Red Devils zweimal vor eigenem Publikum besiegen konnten, reichte es diesmal allerdings nur zu einem Remis – und das kam nach starker Leistung letztlich doch äußerst glücklich zustande. Der Norweger Hangeland war dabei die spielentscheidende Figur. In den Schlussminuten sorgte er mit einem Eigentor nach einer Ecke zunächst für die 2:1-Führung der Gäste (84.), ehe er auf der Gegenseite erneut nach einem Eckball wiederum mit dem Kopf zur Stelle war und zum 2:2-Endstand traf (90.).

Manchester United, das ohne Superstar Rooney den Weg nach London angetreten hatte, bestimmte zunächst das Geschehen und ging folgerichtig durch einen Fernschuss von Scholes bereits nach elf Minuten in Führung. Nach gut einer halben Stunde kamen die Hausherren besser ins Spiel und bewiesen im weiteren Verlauf der Partie Moral. Davies belohnte die engagierte Leistung mit seinem Treffer zum Ausgleich in der 57. Minute. Dann kam die spannungsgeladene Schlussphase und nach dem Eigentor von Hangeland der erneute Rückstand. Wenig später verpassten es die Gäste, den Sack zu zu machen. Nach einem Handspiel von Duff, dem der Ball im Strafraum unglücklich an den Arm sprang, scheiterte Nani vom Punkt allerdings an Fulhams Ersatzkeeper Stockdale (87.), der den verletzten Schwarzer hervorragend vertrat.


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