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[Basketball-WM 2010] Das Aus: Deutschland verliert gegen Angola

1. September 2010, 20:57 geschrieben von BVB-Benny.

Stark angefangen, aber noch stärker nachgelassen: Deutschland ist nach der dritten Turnierniederlage aus dem WM-Turnier in der Türkei ausgeschieden. Für die starken Leistungen gegen Argentinien und Serbien kann man sich nun nichts mehr kaufen.

Das ist mehr als schade! Nach den zwei herausragenden Auftaktspielen gegen Argentinien und Serbien hat die DBB-Auswahl völlig den Faden verloren und ist nach der heutigen Niederlage gegen Angola aus dem Turnier ausgeschieden. Schon am Montag bei der herben 43:78-Pleite gegen Australien konnte das Team nicht annähernd an die vorher gezeigten Leistungen anknüpfen. Heute war es wesentlich knapper, doch am Ende steht ein unnötiger Misserfolg, der die Teilnahme am Achtelfinale und wahrscheinlich einem großen Spiel gegen das Team USA kostet.

Deutschland – Angola 88:92 n.V. (35:40)

Die Voraussetzungen waren klar: Bei einem Sieg wären die deutschen Jungs fast sicher im Achtelfinale gewesen, eine Niederlage bedeutete unweigerlich das Ausscheiden. War der Tag Pause nach der Klatsche gegen Australien nun Fluch oder Segen? Einerseits bot er die Zeit zum Ausruhen und Aufarbeiten, andererseits auch viel Zeit zum Nachdenken. Und das ist besonders im Basketball oftmals nicht förderlich.

Doch Deutschland fand recht schnell in die Partie, vor allem Jagla sorgte mit unter anderem drei erfolgreichen Dreiern in Folge für einen guten Start. Doch auch die Afrikaner zeigten sich als sichere Distanzschützen, sodass das erste Viertel 19:19-Unentschieden endete. Die zweiten zehn Minuten, die in den vergangenen Spielen immer eine entscheidende Rolle spielten, drohten den Deutschen wieder aus den Händen zu gleiten, doch mit einem 5-Punkte-Rückstand rettete sich das Team von Trainer Dirk Bauermann am Ende noch glimpflich in die Pause.

Den Sieg aus der Hand gegeben

Im Anschluss klappte allerdings weiterhin nicht viel. Selbst die Verteidigung, die in den ersten beiden Partien so überzeugen konnte, zeigte heute eklatante Schwächen. Zwei Hauptprobleme zogen sich durch das gesamte Spiel: Zum einen die Schwäche am Brett – man gab viel zu viele Offensivrebounds ab und pflückte selbst nur höchstselten einen. Zum anderen die Schwierigkeiten im Spielaufbau, die die deutsche Mannschaft fast permanent zu Distanzwürfen zwangen, statt sich unter dem Korb Möglichkeiten erspielen zu können. Hinzu kamen immer wieder leichte Ballverluste. In der Phase nach der Pause nutzten die Angolaner diese Schwäche und setzten sich zeitweise auf zehn Punkte ab. Vor allem Lucca Staiger, der aus dem Nichts kam und zwei Dreier traf, drehte das Spiel und brachte Deutschland in Front. So lag man drei Minuten vor Schluss recht komfortabel mit zehn Punkten in Führung.

Selbst 100 Sekunden vor Schluss waren es noch neun Zähler, doch mit leichten Fehlern gab man diesen Vorsprung tatsächlich noch aus der Hand und musste beim Stand von 78:78 in die Verlängerung. Hier erwischten die Angolaner den besseren Start und den 2:8-Lauf konnte das deutsche Team nicht mehr ausgleichen. Somit steht am Ende eines verheißungsvoll begonnenen Turniers ein mehr als enttäuschendes Ergebnis. Das morgige Spiel gegen Jordanien hat keine Relevanz für das Achtelfinale mehr. Schade Jungs, ihr habt gezeigt, dass ihr es besser könnt!


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