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[Basketball-WM 2010] Nach Machtdemonstration gegen Griechenland: Spanien im Viertelfinale

4. September 2010, 22:44 geschrieben von BVB-Benny.

In einem riesigen Spiel bezwingt Spanien mal wieder Griechenland und sendet somit eine Kampfansage an die USA, dem Hauptkonkurrenten im Titelkampf bei der Basketball-WM 2010 in der Türkei.

Durch die unerwartete Niederlage der Griechen gegen Russland kam es schon im Achtelfinale zum Duell der Giganten: Spanien gegen Griechenland. Zwei Teams, die sich bei den letzten vier Großereignissen (sprich: EM, WM, Olympia) stets begegnet sind, und stets zogen die Griechen den Kürzeren. Auch heute endete diese Negativserie nicht. Nach großem Kampf unterlagen die Hellenen dem Titelverteidiger und schieden somit sehr früh aus dem Turnier aus.

Spanien – Griechenland 80:72 (37:31)

Von Beginn an war in diesem Kracher auch genau das drin, was draufstand: europäischer Spitzenbasketball. Nicht nur jeden einzelnen Korb, sondern jeden einzelnen Zentimeter auf dem Court mussten sich beide Teams hart erkämpfen. Es wurde sehr viel mit Blockstellungen gearbeitet, leichte Körbe waren eine Seltenheit. Die Führung wechselte ständig, beide Mannschaften agierten absolut auf Augenhöhe. Vor allem im ersten Viertel wiesen sowohl Spanien als auch Griechenland herausragende Quoten aus dem Feld auf. Nur durch die vier von sechs Dreiern, die die Iberer in den ersten zehn Minuten trafen, lagen sie zunächst in Führung.

Im zweiten Viertel übernahm über weite Strecken Spanien das Kommando, konnte sich zweimal bis auf sieben Punkte absetzen. Doch wann immer man dachte, die Griechen könnten den Anschluss verlieren, fanden diese denselbigen sofort wieder. Trotzdem ging es mit einer 6-Punkte-Führung für den Gegner in die Pause. Das dritte Viertel gehörte den Griechen. Grade Diamantidis sorgte über die gesamte Spieldauer mit unfassbar starken Ballgewinnen dafür, dass sein Team stets in Schlagdistanz blieb. Die Griechen konnten sich sogar mit einem Punkt Rückstand noch in eine gute Position für die letzten zehn Minuten bringen.

Nächster WM-Titel für Spanien?

Auch in diesen schien es zunächst knapp zu bleiben und es bahnte sich eine Partie auf Biegen und Brechen an. Doch relativ plötzlich gelang es den Spaniern, sich etwas abzusetzen und mit acht Punkten die bis dahin zumindest höchste Führung im Spiel herauszuspielen. Die Griechen wurden in den letzten drei Minuten angesichts der drohenden erneuten Pleite gegen den Rivalen und dem damit verbundenen Ausscheiden sichtlich nervöser. Bälle wurden frustriert auf den Boden geschleudert. Vielleicht auch deshalb fehlte nun die letzte Konzentration und Griechenland konnte nicht mehr zurück ins Spiel finden. Die Spanier kamen plötzlich zu den einzigen zwei Fast Breaks der Partie und zeigten sich auch an der Freiwurflinie zu stark, als dass sich die Hellenen noch irgendwelche Hoffnungen erlauben durften.

Das 80:72 liest sich deutlicher, als das Duell über die gesamte Spieldauer war. Nicht nur zwischen den beiden Mannschaften, sondern auch innerhalb der Teams war die Ausgeglichenheit groß. Statistisch gesehen stach kein Spieler hervor, rein optisch lieferte Diamantidis eine überragende Partie. Trotzdem steht für die Griechen nach der Niederlage am Ende ein enttäuschendes Abschneiden bei diesem Turnier. Mit hohen Zielen gestartet, muss Hellas nun schon nach dem Achtelfinale die Heimreise antreten. Spanien hingegen hat seine Titelambitionen eindrucksvoll untermauert und könnte nach dem Gewinn der Fußball-WM im Sommer in Südafrika selbiges auch im Basketball erreichen. Im Viertelfinale treffen die Iberer auf Serbien, die am Abend Kroatien in einem engen Spiel 73:72 (34:36) besiegten.


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