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[1. Bundesliga 2010/11] Die MAG-Halbzeitbilanz: SV Werder Bremen - Das Wasser steigt an der Weser, nicht mehr lange und es steht bis zum Hals

14. Januar 2011, 12:05 geschrieben von SchalkerKreisel, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Die MAG-Halbzeitbilanz: SV Werder Bremen

In unserem Halbzeitfazit nehmen wir heute den SV Werder Bremen unter die Lupe. Während anderswo die Zeichen auf Sturm stehen würden, ist es in Bremen noch relativ ruhig. Allerdings hörte man seit über zehn Jahren wieder das Wort Trainerentlassung an der Weser. Noch zwar nur sehr leise und vereinzelt, doch sollte die Rückrunde nicht besser verlaufen, wird man davon noch öfter hören.


SV Werder Bremen

Die Hinrunde

Mit nur 19 Punkten sind die Bremer gerade einmal vier Punkte vor dem Relegationsplatz. Dass an der Weser des Öfteren nach dem Motto vorne Hui und hinten Pfui gespielt wird, ist ja nichts neues. Diese Saison ist aber sowohl hinten als auch vorne Pfui. Mit 35 Gegentreffern und nur 23 geschossenen Toren stellt man an der Weser die zweitschlechteste Abwehr (nur Gladbach hat noch mehr Tore kassiert) und den viertschlechtesten Sturm. Viele Niederlagen der Schaaf-Elf sind nicht mal knapp, sondern üble Klatschen. Was man früher eigentlich nur international erleben musste, passiert in dieser Saison auch regelmäßig in der Bundesliga. Hoch verlor man gegen Hoffenheim (1:4), Hannover (1:4) sowie die zu dem Zeitpunkt selber schwächelnden Stuttgarter (0:6) und Schalker (0:4).

Platz: 14
Punkte: 19 – 5S/4U/8N
Heim: 13 – 4/1/3
Auswärts: 6 – 1/3/5
Bester Schütze: Hugo Almeida 9
Bester Scorer: Hugo Almeida 10 – 9 Tore/1 Vorlage
Zuschauerschnitt: 34.778 / Auslastung: 82,6%
Fair-Play-Wertung: Platz 11 / 40 Punkte

Personalien

Der Weggang Mesut Özils hat ein großes Loch ins Bremer Mittelfeld gerissen. Bisher ist es noch keinem Spieler gelungen, es zu stopfen. Aber die Misere einzig am Fehlen Özils festzumachen, wäre zu einfach.

Der ansonsten sichere Mertesacker, kam diese Saison mehr als nur einmal zu spät /Foto: Andreas Reimer

Per Mertesacker, sonst oft die Stütze in der Bremer Abwehr hat seine WM-Form mehr oder weniger beibehalten, nur das diesmal kein Arne Friedrich neben ihm steht, um seine Fehler auszubügeln.
Hinzu kommt, dass wichtige Spieler wie Naldo und Pizarro verletzt sind und der vor der Saison geholte Arnautovic meist nur neben dem Platz von sich reden macht.

Trainer und Umfeld

Nirgends sonst hält man traditionell so lange am Trainer fest wie an der Weser. Ob es die Bremer Mentalität ist oder einfach nur Gewohnheit, vermutlich ein wenig von beidem. Klaus Allofs und Thomas Schaaf sind ein langjähriges und eingespieltes Team, so dass selbst in der jetzigen schwierigen Zeit wohl noch einiges schief laufen muss, damit ernsthaft über einen Trainerwechsel gesprochen wird. Dass aber überhaupt leise über Trainerentlassung in den Medien spekuliert wird, zeigt wie schlecht die Hinrunde der Bremer gelaufen ist.

Die Saisonziele, Prognose

Um das angepeilte Saisonziel von der Qualifikation fürs internationale Geschäft zu erreichen, müssen die Bremer sehr stark verbessert in die Rückrunde kommen. In der Hinrunde gab es eigentlich kein Anzeichen dafür, dass sich die Bremer in der Rückrunde steigern. Vom spielerischen Potential her kommt man nicht zwingend dahin, wo man sich selber gerne sieht, das mussten schon andere Mannschaften erfahren. Die Prognose für die Schaaf-Elf sieht eher düster aus, nächstes Jahr wird man wohl auf die Gastspiele in Europa verzichten müssen. Wenn man nicht aufpasst und es weiter so schlecht läuft, wird man sich auch mit dem Abstiegskampf befassen müssen.


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