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[1. Bundesliga 2010/11] Dortmunds souveränes Meisterstück?

17. April 2011, 20:47 geschrieben von KKE, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Während Leverkusen ein weiteres Mal im entscheidenden Moment gegen Bayern patzte, scheint Dortmund mit einem souveränen Sieg gegen den SC Freiburg nun endgültig das Meisterschaftsrennen für sich entschieden zu haben.

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Borussia Dortmund 3:0 (2:0) SC Freiburg

Vorgeplänkel

Mit Spannung wurde der heutige Bundesliga-Sonntag erwartet, da richtungsweisende Spiele auf die beiden Meisterschaftskandidaten Leverkusen und Dortmund warteten. Dortmund musste sich mit dem Noch-Europa-League-Anwärter SC Freiburg auseinander setzen und begegnete damit auch gleich Robin Dutt, dem zukünftigen Trainer des Meisterschaftskonkurrenten aus dem Rheinland. Nach der Niederlage von Bayer wurden die Blicke nach Dortmund gerichtet um zu sehen, ob das Team die zuletzt herrschende leichte Ergebniskrise überwinden kann.

Während Dortmund auf seinen Top-Torschützen Lucas Barrios verzichten musste, der nach einem Muskelfaserriss von Robert Lewandowski vertreten wurde, sah die Personalsituation in Freiburg nicht besonders gut aus. Neben dem verletzten Linksverteidiger Bastians, kamen kurzfristig auch noch die Ausfälle von Abdessadki sowie Rosenthal neben dem rotgesperrten Krmas dazu.

Götzes Tor hebt das Spielniveau

Beide Mannschaften begannen etwas verhalten und in den ersten 20 Minuten kam höchstens etwas Gefahr durch Standards auf. Nutzen konnte diese Möglichkeiten jedoch keines der beiden Teams. Für die Auflockerung des Spiels sollte Youngster Mario Götze in der 23. Minute sorgen. Nachdem Hummels Schmelzer mit einem tollen Pass auf der linken Seite in Szene setzte, konnte dieser in den Strafraum eindringen und mittels Pass Götze erreichen, der problemlos die Führung der Borussen erzielte.

Nun gewann das Spiel etwas an Fahrt. Wenige Sekunden nach dem Anstoß landete ein Freistoß in Weidenfellers Armen, der reaktionsschnell einen Konter einleitete. Götze kam am Strafraum der Freiburger in Ballbesitz und behauptete sich, um in die Mitte querzulegen. Mit Blaszczykowski, Großkreutz und Lewandowski war jedoch mindestens ein Anspielpartner zuviel im Strafraum. Lewandowski und Großkreutz behinderten sich, der Schuss von Lewandowski ging weit über das Tor.

Bereits früh musste Sahin das Feld verlassen, mit einer Innenbanddehnung machte er in der 28. Minute Toni Da Silva Platz. Dortmund agierte weiter feldüberlegen und kam zehn Minuten vor der Halbzeit durch Lewandowski zu einer erneuten Tormöglichkeit, doch der junge Pole ließ auch diese Chance leichtfertig liegen und bestätigte weiter seine schwache Quote beim Ausnutzen von Großchancen. Die erste erwähnenswerte Chance der Freiburger hatte Makiadi in der bereits 37. Minute, dessen Schuss aber kein Problem für Weidenfeller darstellte. Wenige Minuten darauf war es wieder Lewandowski, der für Gefahr vorm Tor vom Freiburger Schlussmann Baumann sorgte. Mit dem Rücken zum Tor stehend nahm er vom Sechzehner Maß und verfehlte das Tor nur knapp. Belohnt für dieses aufopferungsvolle Spiel wurde er dann kurz vor der Halbzeit, als Toprak den Ball durch eine schlechte Ballannahme zu ihm weiterleitete. Freistehend konnte er auf das Tor zulaufen und Baumann aussteigen lassen um dann locker zur 2:0-Führung, die auch gleichzeitig den Halbzeitstand darstellte, einzuschieben.

Großkreutz macht den Deckel drauf

Auch die zweite Hälfte begann sehr ereignislos. Weiter war vornehmlich Einbahnstraßenfußball zu beobachten. Piszczek und Großkreutz verpassten ihre Chancen sich in die Torschützenliste dieses Spiels einzutragen, wenige Minuten darauf war es wieder Lewandowski, der frei vor Baumann das Tor verfehlte. In dieser Phase war keine Spur davon, dass Dortmund eventuell das Ergebnis halten wollte, immer wieder kam es in der Offensive zu guten Torchancen. Eine Flanke von Großkreutz fand Blaszczykowski, der nur knapp das Tor verfehlte.

Gerade als sich das Spiel für wenige Minuten beruhigt hatte, erzielte Großkreutz das 3:0 – Lewandowski spielte zuvor auf Götze, der frei vor Baumann nur noch querlegen musste. Den sicheren Sieg nun endgültig in der Tasche tobte das Stadion und auch Klopp ließ sich nicht bitten und schenkte in den letzten Minuten sowohl BVB-Legende Dede als auch Markus Feulner, der in dieser Saison nur dritte oder vierte Wahl war, einen Kurz-Einsatz. Fast hätte Freiburg auch noch einen Ehrentreffer erzielt, doch Weidenfeller reagierte gegen Reisinger gut und auch Cissé konnte den Nachschuss nicht im Tor unterbringen.

So kam es zu einem völlig ungefährdeten und sehr souveränen 3:0-Sieg, der Dortmund nun beste Möglichkeiten bietet den Meisterschaftskampf endgültig zu entscheiden. Statt den befürchteten zwei Punkten haben die Borussen nun wieder einen Acht-Punkte-Abstand auf Leverkusen erarbeitet und lassen sich damit die Meisterschaft wohl kaum noch nehmen.

Statistik

BVB: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – S. Bender, Sahin (28., da Silva) – Blaszczykowski , Götze (82., Dede), Großkreutz (86., Feulner) – Lewandowski

Freiburg: Baumann – Mujdza, Barth, Toprak, Butscher – Schuster (80., Nicu) – Caligiuri, Putsila (78., Jäger), Makiadi, Jendrisek (60., Reisinger) – Cissé

Tore: 1:0 Götze (23.), 2:0 Lewandowski (43.), 3:0 Großkreutz (78.)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 80.720 im ausverkauften Signal-Iduna-Park (Dortmund)
Gelb: Hummels – Caligiuri, Barth


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