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Abgebloggt - 15/34: Die Hackordnung ist wiederhergestellt

5. Dezember 2011, 15:52 geschrieben von Elbefohlen, abgelegt unter Deutscher-Fussball.

Das Spieltags-Tagebuch im MAG. Eine Woche nach dem Abrutschen auf Rang drei haben die Bayern den Platz an der Sonne wieder zurück. Kurz geschüttelt und die Bremer weggeputzt: Die Rückkehr zu alter Dominanz? Dortmund wird sich zu wehren wissen.



Nur eine Woche nach der eingebüßten Tabellenführung hat sich der Topfavorit aus München den Platz an der Sonne wieder zurückgeholt. Der FC Bayern erledigte dabei seine Hausaufgaben vor eigenem Publikum gegen den SV Werner Bremen mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber den beiden Auftritten zuvor. Dank seiner beiden Superstars, Robben und Ribéry, die beide doppelt trafen, schickte man die Schaaf-Elf mit einer deutlichen 1:4-Klatsche zurück auf den langen Heimweg an die Weser. Ob mit dem ersten Heimerfolg gegen den norddeutschen Rivalen seit etwas mehr als sechs Jahren die “kleine Krise” beim Rekordmeister endgültig ad acta gelegt ist und man nun zu der in dieser Saison zumeist an den Tag gelegten Dominanz zurückgefunden hat, muss man allerdings noch abwarten. Zumindest stehen die Bayern wieder da, wo sie ihrer Meinung nach auch hingehören.

Begünstigt wurde der erneute Wechsel an der Tabellenspitze allerdings von der Punkteteilung beim Spitzenspiel, dem Duell der beiden Borussias aus Dortmund und Gladbach. Im ausverkauften Gladbacher Borussia-Park begegneten sich die beiden auf Augenhöhe und boten dabei dem Publikum eine ansprechende Partie, in der beide Mannschaften ihre taktische Reife unter Beweis stellten. Der amtierende Meister war dem Sieg ein Stück näher, Klopps Truppe dürfte im weiteren Verlauf dieser Spielzeit der größte Konkurrent für den FC Bayern sein. Wenn jemand dem Starensemble von der Isar in die Suppe spucken könnte, dann am ehesten der BVB, der neben der vorhandenen individuellen Klasse eben auch durch seine Homogenität zu beeindrucken weiß. Auch wenn man in Dortmund wie gewohnt tief stapelt, so ist man sich doch der eigenen Qualität bewusst.

Und die Fohlen? Die Elf vom Niederrhein, die derzeit an Phönix aus der Asche erinnert, wird zunehmend als ernster Anwärter auf die Spitzenplätze gesehen – den ganz großen Wurf trauen ihr aber die wenigsten Experten zu. Im Allgemeinen wird eher erwartet, dass irgendwann ein Break kommt und der fast schon sensationelle Lauf ein Ende findet. Wenn man hier mal nicht die Rechnung ohne den Wirt macht. Solange man in Gladbach nicht vom eingeschlagenen Kurs abrückt, von Spiel zu Spiel denkt und nicht vom möglichen großen Coup abgelenkt die Konzentration verliert und in Selbstüberschätzung verfällt, dann sollte man den Traditionsklub auf der Rechnung haben. Und dass das alles nicht passiert, dafür wird Favre schon sorgen.

Top & Flop

Der Bundesliga-Dino Hamburger SV. Düster sah es aus zu Saisonbeginn für das einzig immer im Oberhaus vertretene Gründungsmitglied der Bundesliga, mit Entsetzen verfolgten die Anhänger die Auftritte ihrer Mannschaft; da ging die hanseatische Unterkühltheit schon mal flöten. Mit dem Ende der Ära Oenning wurde die Wende eingeleitet, zwei Auswärtssiege unter den Interimscoaches Cardoso und Arnesen beendeten die sportliche Talfahrt. Dann kam Thorsten Fink – und seitdem sind die Hanseaten ungeschlagen, zwei Siege und vier Remis gelangen unter dem neuen Chefcoach. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und zufolge hatte, dass man in der Tabelle bis auf den 11. Platz kletterte. Auch wenn noch viel zu tun ist und Fink selbstkritisch über schlummerndes Potenzial spricht, der HSV ist deutlich auf dem aufsteigenden Ast … jetzt weicht die hanseatische Unterkühltheit wieder eher der Begeisterung für das Team.


Daumen runter zum wiederholten Mal bereits für den VfL Wolfsburg. Felix Magath hat alles versucht: Zuckerrohr, Peitsche und sogar Klappe halten – nix scheint mehr zu fruchten bei den angeschlagenen Niedersachsen, in der Tabelle ist der schlechteste Saisonstart abzulesen. Und so grast Magath mal wieder den Transfermarkt ab, um neues Personal zu akquirieren. Auf der anderen Seite ist seine Geduld mit dem vorhandenen Kader endgültig zu Ende. Er drohte seinen Spielern mit der Regionalliga beziehungsweise forderte sie zu einem Wechsel auf. Bravo, als wenn man mit einer unzufriedenen und verängstigten Mannschaft in die Erfolgsspur zurückfinden würde. Mögliche Neuzugänge sollten sich lieber zweimal überlegen, ob sie unter einem Diktator glücklich werden.


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