[DFB-Pokal 2011/12] Der Meister muss Nachsitzen
21. Dezember 2011, 13:31 geschrieben von Born, abgelegt unter Deutscher-Fussball.
Borussia Dortmund steht wieder einmal im Viertelfinale des DFB-Pokals, musste aber darum bangen. Der von argen Verletzungssorgen geplagte BVB setzte sich nach torlosen 120 Minuten erst im Elfmeterschießen beim Unterhaus-Herbstmeister Fortuna Düsseldorf durch.
| Fortuna Düsseldorf | 4:5 i.E. (0:0, 0:0) | Borussia Dortmund |
Es war ein Pokalspiel, welches alle Erwartungen erfüllte. Durchschnittlich 6,91 Millionen Zuschauer sahen am gestrigen Abend einen spannenden Pokalfight mit Emotionen, Karten und einem Elfmeterschießen, das noch lange in Erinnerungen bleiben wird.
Dortmund muss auf neun Spieler verzichten
Die Liste der Verletzungen war lang, sehr lang. Nach Santana, Schmelzer, Subotic, Bender, Götze, Zidan und Koch musste der Meister kurz vor Spielbeginn auf Kagawa verzichten. Den Japaner plagte ein Magen-Darm-Virus.
Fortuna Düsseldorf musste auf keinen Stammspieler verzichten und konnte mit dem Team antreten, welches in der Hinrunde der 2. Bundesliga überzeugt hat.
Der Spielverlauf
Mit rund 54.000 Zuschauer war die Esprit-Arena natürlich ausverkauft. Und im Vorfeld wurde berichtet, dass man über 100.000 Karten hätte verkaufen können. Kein Wunder, dass Düsseldorf das Spiel des Jahres machte.
Dortmund begann gewohnt stark in der Offensive und hatte auch die ersten Chancen, aber zu erst rettete Ratajczak einen Kopfball von Barrios, ebenfalls war der Schlussmann von Düsseldorf zur Stelle, als Kuba im Strafraum mit dem Kopf an den Ball kam.
Viele erwarteten ein offensives Spiel von beiden Seiten, aber die Fortuna machte hinten dicht und spekulierte auf Konter. Das Umschaltspiel der Fortuna konnte sich am gestrigen Abend sehen lassen, aber in der ersten halben Stunde konnten die Düsseldorfer ihre Angriffe nicht konsequent genug ausspielen.
Dortmund kam noch zu Chancen durch Kehl (20.), Lewandwski (25.) und Kuba (27.) Im Gegenzug war Weidenfeller zur Stelle, als er einen Schuss vom rechten Strafraumeck von Beister gerade noch parieren konnte und den Ball über die Latte lenkte.
In der 35. Minute kamen die Hausherren wieder einmal über einen Konter gefährlich vor das Tor der Borussen. Rösler war frei durch und lief alleine auf den Kasten von Weidenfeller zu. Owmoyela, der bereits in der 26. Minute Gelb gesehen hatte, kam zu spät und wurde zu Recht des Feldes verwiesen. Den fälligen Freistoß konnte Weidenfeller mit einer ansehnlichen Parade entschärfen.
Nach der Pause trat die Mannschaft von Norbert Meier mit einem anderen Gesicht auf. Die Überzahl auf dem Feld wurde nun auch im Spiel deutlich und man erspielte sich eine Vielzahl an guten Chancen. Aber die Nummer 1 im Kasten der Borussen erwischte einen großartigen Tag und hielt seine Mannschaft im Rennen.
Die Spieler verloren zunehmend mit der Spieldauer die Kraft und auch die Einwechslungen von Kringe und Perisic auf Dortmunder Seite sowie Dum und Jovanovic auf der anderen, brachten keinen neuen Schwung. Je länger die Verlängerung dauerte, desto besser bekamen die Dortmunder das Geschehen in den Griff, so dass am Ende das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste.
Im Elfmeterschießen behielten die Borussen die Nerven, während die Fortuna in persona von Bröker vom Punkt versagte. Weidenfeller konnte den Ball parieren und Perisic verwandelte zum 5:4-Endstand im Elfmeterschießen. Etwas Kurioses hatten die Schiedsrichter noch zu bieten, als sie die Elfmeter von Kuba und Lampertz, welcher schon verschossen hatte, wiederholt werden mussten.
Statistik
Fortuna Düsseldorf: Ratajczak – Levels, Langeneke, Lukimya, J. van den Bergh – Bodzek, Lambertz – Beister (79. Jovanovic) , O. Fink (63. Dum) – Bröker, Rösler – Trainer: Meier
Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Owomoyela, Hummels, Löwe (80. Kringe) – Gündogan, Kehl – Blaszczykowski, Lewandowski, Großkreutz – Barrios (74. Perisic) –
Trainer: Klopp
Tore: keine
Elfmeterschießen:
1:0 Jovanovic (verwandelt)
1:1 Hummels (verwandelt)
2:1 Langeneke (verwandelt)
2:2 Blaszczykowski (verwandelt)
3:2 Lambertz (verwandelt)
3:3 Kehl (verwandelt)
3:3 Weidenfeller hält gegen Bröker
3:4 Gündogan (verwandelt)
4:4 Rösler (verwandelt)
4:5 Perisic (verwandelt)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 54.000 in der ausverkauften Esprit-Arena (Düsseldorf)
Gelbe Karten: Rösler, Lambertz, Bodzek, Dum / Kehl, Weidenfeller
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