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Die Visionen einen Triumvirats

14. Januar 2012, 14:50 geschrieben von Born, abgelegt unter Deutscher-Fussball.


Es hat viele überrascht, dass der BVB einen Transfer in der Größenordnung wie nun bei Gladbachs Marco Reus tätigt. Dabei geht der Meister den unter Jürgen Klopp eingeschlagenen Weg lediglich konsequent weiter – was nicht zwangsläufig als Großangriff auf den FC Bayern München verstanden werden muss.


Borussia Dortmund

Die meisten Medien waren sich einig und machten den BVB zum Top-Verfolger des FC Bayern – auf Dauer. Doch der eingeschlagene Weg ist kein Großangriff auf den Klassenprimus sondern man geht im Ruhrgebiet nur den nächsten Schritt.

Viele erinnern sich noch an die 90er Jahre, als ein Kampf zwischen dem großen FC Bayern und der Borussia aus Dortmund entstand. Sowohl auf dem Platz als auch außerhalb lieferte man sich über mehrere Jahre einige hitzige Duelle. Dortmund schaffte es sogar, den Titel von 1995 im darauffolgenden Jahr zu verteidigen. Vor allem die Medien hoffen, dass diese Fehde nun durch den Transfer neu erweckt wird und man dauerhaft ein Thema hat – auch in den Sommer- und Winterpausen.

Reus-Transfer als Zeichen an die Liga und die eigene Mannschaft

Unabhängig von der Aussage, dass man die Machtstellung der Münchner nicht angreifen kann und will (Watzke), ist es dennoch ein deutliches Signal an die Liga. Die Borussia möchte sich in den nächsten Jahren oben festbeißen und dauerhaft international vertreten sein – vorzugsweise in der Königsklasse.

Der Wechsel von Reus ist der teuerste seit 2001, als man den Brasilianer Marcio Amoroso für umgerechnet 25 Milllionen Euro von Parma verpflichtete. Solche Wahnsinnssummen gab es seit über 10 Jahren nicht mehr bei der Borussia.

Vor allem für die Nationalspieler Mats Hummels, Mario Götze, Neven Subotic, Sven Bender und wie sie alle heißen, ist der Wechsel von Reus ein wichtiges Signal. Es wird ihnen aufgezeigt, dass der von Jürgen Klopp, Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke eingeschlagene Weg konsequent weitergeführt wird. Zumindest innerhalb Deutschlands gibt es keinen Grund zu wechseln und doch wollen immer mehr junge Spieler zum Meister wechseln, wie Jürgen Klopp in einem Interview bestätigte.

Nerlinger fordert Dortmund auf, das „Understatement“ zu beenden

Auch die Forderungen des Sportdirektors des FC Bayern kommentiert man in Dortmund gewohnt gelassen. Man geht diesen sehr erfolgreichen Weg nun seit über drei Jahren und man wird ihn nicht verlassen. Das Ziel der Schwarz-Gelben in den nächsten Jahre wird sein, „den Abstand noch ein wenig zu verkürzen“. Hans-Joachim Watzke resümiert, dass „nicht mehr drin ist. Uns trennen vom FC Bayern München noch immer Welten.“ Aber im gleichen Atemzug schickt er eine erneute Kampfansage an die Münchner hinterher: „Das heißt nicht, dass man nicht versucht, gegen sie auch mal ein Spiel zu gewinnen. Und das heißt auch nicht, dass sie jedes Jahr Meister werden.“

„Die Stahlkraft dieses Vereins muss wachsen, wachsen, wachsen .“ (Jürgen Klopp)

Der Meistertrainer selbst sieht seinen Verein noch lange nicht auf der Zielgeraden, sondern erst bei 10%, was man schon als Drohung an die Konkurrenten sehen kann. Wenn Dortmund sich unter dem Triumvirat weiter so entwickelt, dann ist in den nächsten Spielzeiten auch international mehr drin als in den vergangen zwei Jahren. Genau das muss das Ziel der noch so jungen Mannschaft sein: Die Auftritte in der Bundesliga und in der Champions League dürfen nicht so unterschiedlich sein, wie es in der Hinrunde war. Die Spiele gegen Marseille und Piräus waren unterirdisch und eines Meisters der Bundesliga nicht würdig. Zu Recht ernteten die Borussen nach diesen Spielen heftige Kritik, auch wenn die ein oder anderen Zeitungen den Bogen überspannten.

Jetzt zählt es, die gute Hinrunde zu bestätigen, sich erneut für die Champions League zu qualifizieren und so einen Platz unter den ersten Drei zu erreichen. Vor allem im Hinblick auf die Reus-Verpflichtung ist man jetzt unter Druck.


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