[NFL2011/12] Preview zu den Championship Games
22. Januar 2012, 12:43 geschrieben von Born.
Die unbesiegbaren Packers? Ausgeschieden. Die nicht zu stoppenden Saints? Ebenfalls raus.
Am Wochenende ist es endlich so weit – es wird um den NFC- und den AFC-Titel gespielt. Mit San Francisco und New York stehen zwei Teams im NFC-Finale, welche man vor der Saison nicht unbedingt dort erwartet hätte.
San Francisco geht als Favorit in das Finale
Vor allem das Team um Quarterback Alex Smith hat eine Wahnsinnsaison hinter sich. Klar möchte man sich jetzt für eine disziplinierte Leistung belohnen und in den Super Bowl einziehen. Die Frage wird sein, wie die Defensive der 49ers Eli Manning unter Druck setzten wird. Kriegen sie ihn in den Griff, bringt es die eigene Offensive in eine aussichtsreiche Position. Nur einmal wurde Manning in Green Bay niedergerungen und die 49ers in Woche 10? Ebenfalls nur einmal. Es wird darauf ankommen, die Leistung im Spiel gegen New Orleans mit Drew Brees zu bestätigen. Schaut man sich die nackten Zahlen an, so machte Brees eigentlich ein starkes Spiel (462 Yards), allerdings brachte er 23 Bälle nicht an den Mann.
Green Bay besiegen = Super Bowl-Teilnahme?
Viele hätten die Green Bay Packers im Finale erwartet, aber Aaron Rodgers und seine Offensive biss sich an der Defensive der Giants die Zähne aus. Völlig zu Recht stehen zwei Teams im Finale, welche vor allem mit ihrer Defensive überzeugen konnten. Während New York vor Erfahrung nur so strotzt, ist es für die 49ers die erste Finalteilnahme seit dem Gewinn 1995. Im Regular Season Game konnte Smith drei verschiedene Receivers anspielen und sorgte so für einige Verwirrung. Die Statistik in Woche 10 für Smith: 19/30 für 242 Yards, ein Touchdown sowie eine Interception.
Super Bowl Titel Nummer 4?
Dass New England mit seinem Star-Quarterback Tom Brady im Finale steht, ist für viele keine Überraschung. Die Patriots sind jedes Jahr Favorit und alles andere als eine Super-Bowl-Teilnahme wird in New England als Katastrophe angesehen. Vor allem Brady spielt wieder einmal eine überragende Saison und führte seine Mannschaft zuverlässig ins AFC-Finale. Wie das MAG schon in der Preview erwähnte, wird vor allem die Defensive darüber entscheiden, ob es die Patriots schaffen, das Endspiel der NFL zu erreichen. Auf die Offensive können sie sich immer verlassen. So wird es die Aufgabe der Defensive sein, Ray Rice zu stoppen. Gelingt dies, dann stehen die Chancen verdammt gut. Aber schaut man sich die letzten Begegnungen zwischen Rice und den Patriots an, wird schnell klar, dass dies eine Herkules-Aufgabe wird. In drei Spielen erlief er 437 Yards (über 100 Yard in jedem Spiel). Sechs (!!) unfassbare Touchdowns standen am vergangen Samstag auf der Habenseite von Tom Brady. Nicht nur die Touchdowns sprachen für ihn, sondern auch nur 8 Incompletions zählten am Ende die Statistiker.
Greifen die Ravens nach dem Titel?
Für Baltimore wird es das Spiel der Saison sein und vor allem für den Head-Coach ist es eine besondere Partie. So trifft er zum zweiten Mal in dieser Saison auf seinen Bruder – seinerseits Head-Coach der New England Patriots. In der Regular Season konnte er sich mit den Ravens durchsetzen und den Patriots eine von nur drei Niederlagen zufügen. Die angeschlagenen Lewis und Reed werden selbstverständlich fit sein. Zwei sehr wichtige Personalien, denn sie sind die Schlüsselspieler, wenn es darum geht die Offensive der Patriots zu stoppen. In der Offensive kommt vieles auf Rice an, der die Defensive von New England vor eine schwierige Aufgabe stellen kann. Der Schwachpunkt der Ravens ist ganz klar Joe Flacco. Ohne seine zwei Touchdowns auf Anquan Boldin und Lee Evans – die Bälle mussten erstmal gefangen werden – standen am Ende 12/25 für 118 Yards. Alles andere als eine beeindruckende Leistung, umso mehr wird es auf Running Back Rice ankommen.
Prognose Vertraut man den Buchmachern, werden wir am 5. Februar 2012 New England gegen San Francisco sehen. Während die San Francisco 49ers eine Quote von 1.80 gegenüber den New York Giants haben (2.05), hat New England sogar eine Quote von 1.29 und die Ravens mit 3.70 gehen als klarer Underdog in das Finale. Vieles spricht also für das Team der Saison: San Francisco. Erfreulich für die neutralen Zuschauer ist, dass alle vier Teams nicht auf namhafte Spieler verzichten müssen und auf ihre „Bestbesetzung“ zurückgreifen können.
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