Abgebloggt - 21/34: Der Marsch der Fohlen geht weiter
13. Februar 2012, 18:50 geschrieben von Born, abgelegt unter Deutscher-Fussball.
Das Spieltags-Tagebuch im MAG: Heute steht in unserer wöchentlichen Rubrik der grandiose Lauf der Fohlen auf dem Programm. Eine unglaubliche Saison der Borussen, die sich in der ersten Halbzeit in einen Lauf spielten.
Beste Defensive in Europa
Mit nur 12 Gegentoren ist die Defensive der Gladbacher die beste in Europa. Wenn man bedenkt, dass die gleichen vier Verteidiger letzte Saison noch die Schießbude der Liga bildeten, muss man den Grund suchen – und dieser ist schnell gefunden: Lucien Favre.
Der Schweizer antwortete auf die Frage, ob der Sieg für ihn überraschend war: „Es ist keine Überraschung. Wir haben oft schon sehr gut gespielt.“ Diese einfache Aussage beschreibt die Saison der Gladbacher mit wenigen Worten. Schalke besiegt, die Bayern bezwungen und die beste Defensive Europas. Einen nicht wiederzuerkennenden Mike Hanke, einen überragenden Reus und einen Herrmann, der an den jungen Reus vor ein paar Jahren erinnert.
Einen direkten Konkurrenten hinter sich gelassen und die beiden Titel-Favoriten Bayern und Dortmund fest im Blick. Dazu noch das Traumlos im DFB-Pokal: den FC Bayern München zu Hause. So haben es sich alle gewünscht. In dieser Saison scheint alles möglich zu sein, und träumen ist erlaubt.
Kaiserslautern, Freiburg, Berlin, Nürnberg und Augsburg. All diese Vereine befinden sich im freien Fall und Michael Skibbe wurde nach sechs Niederlagen in Folge entlassen – ein Armutszeugnis für einen Trainer, der an der Seite von Rudi Völler schon die Nationalmannschaft betreut hat.
Top & Flop
Die Defensive der Gladbacher weiß zu überzeugen und hat allen Kritikern aus der letzten Saison gezeigt, dass es nicht an der individuellen Klasse lag, sondern am fehlenden Konzept des Ex-Trainers. 12 Gegentore in 21 Spielen ist eine unfassbare Quote. Eine taktische Meisterleistung, ein überragende Viererkette und einen 18-jährigen ter Stegen im Tor ist das Geheimrezept der Fohlen.
Michael Skibbe. Mit großen Ambitionen („Ich möchte die alte Dame wieder dahin führen wo sie hingehört – in das obere Tabellendrittel“) gestartet und mit einem Paukenschlag entlassen worden. Nachdem die heftige Kritik an den Spielern öffentlich wurde, stand Skibbe schon nach wenigen Spielen mit dem Rücken zur Wand. Für Preetz war der Trainer nicht mehr haltbar und er gestand öffentlich seinen Fehler bei der Trainerwahl ein. Favorit auf den Chefposten ist nun der in Hoffenheim entlassene Stanislawski.
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