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[EM 2012] Russland fertigt Tschechen ab - 4:1 dank Tempofussball

8. Juni 2012, 22:58 geschrieben von Jinxo, abgelegt unter Int-Fussball, WM-2006.

Russland schlägt Tschechien – Tempofussball der Alten Herren

Russland 4:1 (2:0) Tschechische Republik

Das russische Team ist alt, so alt, dass der Altersschnitt an erster Stelle sogar eine Drei hat. Mit alten Spielern verbindet man gemeinhin vieles: Übersicht, Antizipation, gutes Stellungsspiel, Cleverness. Was man nicht erwartet ist Tempofussball, Steilpässe, Lebendigkeit. Dementsprechend überrascht dürften die Spieler der tschechischen Mannschaft gewesen sein als sie nach 25 Minuten von einem russischen D-Zug überfahren worden waren.

Mit schnellen, direkten, sauberen Pässen hatten die Russen die Tschechen mehrmals filetiert. Merhmals hatte die Sbornaja die Nahtstelle in der tschechischen Abwehr gefunden, mehrmals sah diese dabei richtig schlecht aus. Zweimal hatten diese Angriffe dann auch zum Erfolg geführt. Nach gutem, aggressivem Beginn hatten sich die Nachbarn der polnischen Gastgeber den präzisen Zuspielen der Russen nichts mehr entgegen zu setzen.

Es wirkte phasenweise fast so als seien die Russen vor vier Jahren nach dem Viertelfinale gegen Russland eingefroren worden und für dieses erste Gruppenspiel 2012 wieder aufgetaut worden. Nahezu identisch die Spielweise, ähnlich auch das Personal. Immerhin sechs Spieler standen schon in jenem Spiel in Basel auf dem Feld. Erst nachdem es 2:0 stand nahmen die Russen etwas Tempo aus der Partie, gaben aber die Kontrolle nicht auf.

Alan Dsagojew als Schlüsselspieler

Anders nach der Pause als sie dann nicht nur den Anschlusstreffer hinnehmen mussten, sondern eine kurze Phase lang sogar zittern, ob die Tschechen nicht doch den Ausgleich schaffen würden. Es wäre fast soweit gewesen, doch nach Rosickys Fernschuss landete der Abpraller in Malafejews Armen und nicht vor den Füßen von Milan Baros.

Besser machte es der Gegner vier Minuten später als Alan Dsagojew, der beste Mann auf dem Platz, sein zweites Tor erzielte. Ein simpler, aber genauer Pass des eingewechselten Pawljutschenko düpierte sechs Abwehrspieler und der jüngste im russischen Team netzte ein. Drei Minuten später durfte jener Pawljutschenko erst den Herthaner Hubnik vier Mal ins Leere springen lassen und dann selbst noch einen Treffer erzielen. Der Endstand war hergestellt und der Favorit der Gruppe A klar gemacht.

Die einzige Hoffnung der Gegner in der Gruppe A dürfte sein, dass sie die Russen in den Phasen in denen sie das Tempo aus dem Spiel nehmen zumindest anzuknocken. Den Tschechen wäre dies beinah gelungen, nach der kurzen Ruhephase zu Beginn der zweiten Halbzeit schlugen die Russen aber gnadenlos zurück. So müssen die Tschechen nun eigentlich gegen Griechenland bereits gewinnen, um noch realistische Chancen auf ein Weiterkommen zu haben. Machbar ist dies nach den ersten Eindrücken durchaus, denn Hochgeschwindigkeitsfußball wie die Russen spielen die Griechen nun wirklich nicht.

Statistik

Russland: Malafejew – Anjukow, A. Beresuzki, Ignaschewitsch, Schirkow – Schirokow, Denissow, Syrjanow –
Dsagojew (84. Kokorin), Kerschakow (73. Pawljutschenko), Arschawin – Trainer: Advocaat

Tschechische Republik: Cech – Gebre Selassie, Hubnik, Sivok, Kadlec – Plasil, Jiracek (76. Petrzela) – Pilar, Rosicky, Rezek (46. Hübschmann) – Baros (86. Lafata) – Trainer: Bilek

Tore: 1:0 Dsagojew (15.), 2:0 Schirokow (24.), 2:1 Pilar (52.), 3:1 Dsagojew (79.), 4:1 Pawljutschenko (82.)

Schiedsrichter: Howard Webb (Rotherham, England)
Zuschauer: 42.771 im Städtischen Stadion in Breslau (ausverkauft)
Gelbe Karten:

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